Brent Ölpreis fällt unter 50 Dollar

Der Preis für die weltweit wichtigste Ölsorte Brent ist erstmals seit Mai 2009 wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 50 Dollar gefallen. Ein Barrel kostete damit nur noch etwa halb so viel wie im Sommer.

Welchen Staaten der niedrige Ölpreis besonders schadet
Erdölförderung Quelle: dpa
Ölförderung in Saudi-Arabien Quelle: REUTERS
Ölförderung in Russland Quelle: REUTERS
Oman Ölpreis Quelle: Richard Bartz - eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons
Öl-Leitung im Niger-Delta Quelle: dpa
Ölförderpumpe in Bahrain Quelle: AP
Venezuela Ölförderung Quelle: REUTERS

Die Talfahrt des Ölpreises geht ungebremst weiter. Wegen eines weltweiten Überangebots bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage hat sich dieser wichtige Rohstoff binnen eines halben Jahres um mehr als die Hälfte verbilligt. Sowohl die weltweit richtungweisende Sorte Brent aus der Nordsee als auch das US-Öl WTI kosten weniger als 50 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter). Das ist der niedrigste Stand seit etwa fünfeinhalb Jahren.

Meilensteine der Ölpreisentwicklung

Eine Entspannung der Lage ist bislang nicht in Sicht. Einer Prognose der Internationalen Energieagentur vom Dezember zufolge wird sich das Überangebot in der ersten Jahreshälfte 2015 auf zwei Millionen Barrel täglich vergrößern. Gleichzeitig senkten die Experten ihre Prognose für das Nachfragewachstum um 230.000 auf 900.000 Barrel pro Tag.

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Zu den Leidtragenden zählen die Förderländer, deren Haupteinnahme-Quelle der Export dieses Rohstoffs ist. Besonders hart trifft es Russland, dessen Wirtschaft zusätzlich unter den westlichen Sanktionen wegen dessen Rolle in der Ukraine leidet. Der Moskauer Aktienmarkt und der Rubel brachen seit dem Sommer um etwa die Hälfte ein. Gleiches gilt für die nigerianische Währung Naira. Beide Länder benötigen zudem Ölpreise deutlich über 100 Dollar, um ihre Haushalte auszugleichen.

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