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Bundesbank Das Geheimnis des deutschen Goldschatzes

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Von der D-Mark zum Euro

Dem Übergang von der D-Mark zum Euro in zwei Etappen 1998/99 und 2001/02 folgte eine Affäre, die sich – möglicherweise zum entscheidenden Teil - wieder um das deutsche Gold drehte. Am 25. März ließ der damalige Bundesbank-Präsident Ernst Welteke die Leser der “FAZ“ wissen: „Wir müssen auf mittlere Frist überlegen, ob wir in geringem Umfang und marktschonend einiges von unserem Gold in Wertpapiere umwandeln können.“ Die anschließende Diskussion über Weltekes Vorschlag war kurz, aber heftig. Zunächst blieb alles beim Alten – bis Welteke viel später und scheinbar unabhängig vom Thema Gold seinen Präsidentenposten räumen musste. Man hatte ihm  vorgeworfen, aus Anlass der endgültigen Euro-Einführung in der Silvesternacht 2001/02 Gast der Dresdner Bank im Berliner Hotel Adlon gewesen zu sein.

Bereits drei Jahre vorher hatte die Bundesbank den ersten Posten ihrer Bilanz von „Gold“ auf „Gold und Goldforderungen“ umgestellt. Statt diese Änderung zu erläutern, drückte sich Weltekes Nachfolger Axel Weber um eine konkrete Antwort herum. Der Verdacht, der im Raum stand: Hatte die Bundesbank einen Teil des deutschen Goldes verliehen? Erst als der CSU-Politiker Peter Gauweiler viel später wissen wollte, wie es darum stand, antwortete ihm der Staatssekretär Hartmut Koschyk am 17. November 2010: „Aktuell ist kein Gold verliehen.“

Bei dieser Gelegenheit rückte Koschyk auf Gauweilers Frage nach dem Lagerort des deutschen Goldes nicht mehr als acht Jahre zuvor Staatssekretärin Hendricks heraus: „Die Deutsche Bundesbank verfügt nach eigenen Angaben über Goldreserven von rd. 3401,8 Tonnen. Einen Teil der Goldbestände hält die Deutsche Bundesbank danach in eigenen Tresoren im Inland. Weitere Bestände werden an wichtigen Goldhandelsplätzen bei den dort ansässigen Zentralbanken verwahrt.“ Dann folgt der Hinweis auf London, New York und Paris, Ende. Das Frage-Antwort-Spiel kann in die nächste Runde gehen.

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