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Bundesbank-Vorstand verteidigt Barzahlung "Bargeld ist geprägte Freiheit"

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"Wir gehen davon aus, dass das Bargeld nicht abgeschafft wird"

Heißt das, die Negativzinsen veranlassen die Deutschen dazu, mehr Bargeld zu horten?
Nach unseren Untersuchungen haben wir als Reaktion auf die Negativzinsen nicht feststellen können, dass die Deutschen mehr Bargeld horten. Denn der Bürger ist davon bislang gar nicht betroffen.

Studien beziffern die Kosten für die Ausgabe und das Bezahlen mit Bargeld mit rund zehn Milliarden Euro pro Jahr. Werden Scheine und Münzen irgendwann zu teuer, wenn immer weniger Menschen sie nutzen?
Die Summe ist aus meiner Sicht aus der Luft gegriffen und nicht belegt. Die Bundesbank beispielsweise gibt für den Druck neuer Scheine pro Jahr 60 bis 80 Millionen Euro aus. Zudem wird Bargeld auch vom Handel immer noch als das günstigste Zahlungsmittel beschrieben.


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Eine mögliche Sparmaßnahme wäre ja das Abschaffen der 1–und 2-Cent-Münzen.
Mir ist nicht bekannt, dass der Finanzminister das Abschaffen der 1- und 2-Cent Münzen erwägt. Im Gegenteil, der Finanzminister macht bei kleinen Münzen sogar einen Gewinn, denn die Produktionskostensind niedriger als der Nominalwert.

Auch Falschgeld ist teuer. Sind die Scheine der neuen Europa-Serie wirklich schwerer zu fälschen als die bisherigen?
Ja, das hat sich in den Zahlen bemerkbar gemacht. Der Schaden durch Falschgeld lag in Deutschland im vergangenen Jahr bei rund vier Millionen Euro.

Angenommen, die Abkehr vom Bargeld würde beschlossen: Wie könnte das überhaupt funktionieren, hat die Bundesbank dafür einen Plan?
Nein. Wir gehen davon aus, dass das Bargeld nicht abgeschafft wird.

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