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Cardano Was taugt die Bitcoin-Alternative?

Was taugt die Bitcoin-Alternative? Quelle: imago images

1400 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn: Cardano ist mittlerweile die drittgrößte Kryptowährung hinter Bitcoin und Ether. Welche Chancen bietet sie?

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Die Kryptowährung Cardano zählt jetzt schon zu den Aufsteigern des Jahres. Seit Anfang Januar ist der Cardano-Kurs um über 1400 Prozent gestiegen, allein seit Mitte Juli sind es mehr als 140 Prozent. Die Kryptowährung, die den eigenen Coin Ada für Transaktionen verwendet, ist mittlerweile die drittgrößte gemessen an der Marktkapitalisierung, hinter den Platzhirschen Bitcoin und Ether.

Was ist Cardano (ADA)?

Cardano ist ein Blockchain-Projekt, welches 2015 von Charles Hoskinson gegründet wurde. Hoskinson ist kein Unbekannter im Kryptogeschäft. Der Mathematiker ist Mitgründer von Ethereum mit der Kryptowährung Ether, der zweitgrößten Kryptowährung nach dem Bitcoin. Die Cardano-Foundation residiert im Schweizer Crypto-Valley, in Zug.

Ziel des Projekts war es, möglichst viele Fehler bestehender Blockchains auszumerzen. Bei der Weiterentwicklung der Blockchain setzt die Cardano Stiftung auf ein großes Netz an Wissenschaftlern.

Wie hat sich der Cardano-Kurs entwickelt?

Vor allem im laufenden Jahr ist der Ada-Kurs nahezu explodiert. Wer Anfang des Jahres einen den Cardano-Coin für 17 US-Cent gekauft hat, hat seinen Einsatz mittlerweile verfünfzehnfacht. Schon seit einigen Wochen ist Ada die drittgrößte Kryptowährung hinter Bitcoin und Ether und hat damit unter anderem Tether, Doge und den Binance Coin verdrängt.

Wann wurde das Alonzo-Update bei Cardano durchgeführt?

Am 12. September 2021 23:44 Uhr deutscher Zeit ist das Alonzo-Update für Cardano erfolgt. Somit können nun auch sogenannte Smart Contracts über die Blockchain ausgetauscht werden, also virtuelle Verträge. Das erhöht den Nutzen der Cardano-Blockchain und dürfte dem Preis zusätzlich Auftrieb verleihen.

Wo ist Cardano handelbar?

Mittlerweile ist Ada an zahlreichen Börsen handelbar - sogar an der japanischen Börse in Tokio, obwohl diese als eine der strengsten der Welt gilt. Bisher werden dort nur wenige Kryptowährungen gehandelt, darunter Bitcoin, Ether und Ripple.
Große Kryptobörsen wie Coinbase oder Kraken haben Cardano natürlich schon lange im Programm.

Auch über die österreichische Handelsplattform Bitpanda oder den Broker Etoro ist Cardano handelbar, bei kleineren (Neo-)Brokern sind die Coins dagegen nicht immer handelbar, Trade Republic oder Bison etwa haben Cardano nicht im Angebot, bei Scalable Capital können Anleger über einen sogenannten ETP, also der Krypto-Variante eines börsengehandelten Indexfonds (ETFs) in Cardano investieren. Sie kaufen dann nicht die Kryptowährung selbst, sondern ein entsprechendes börsengehandeltes Wertpapier.

Wie funktioniert das Cardano-Mining?

Im Gegensatz zum Bitcoin basiert die Cardano-Blockchain nicht auf dem sogenannten Proof-of-Work, sondern auf Proof-of-Stake und gilt damit als deutlich umweltschonender. Bei Proof-of-Work werden neue Coins im Wesentlichen durch die Rechenleistung des Systems geschürft. Diese brauchen die Miner, um die komplizierten Aufgaben zu lösen, um der Blockchain neue Blöcke hinzufügen zu können oder um Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk zu validieren.

Im Gegensatz dazu basiert Proof-of-Stake nicht auf Rechenleistung und unzähliger Mining-Hardware. Stattdessen setzt das Verfahren auf sogenannten Validatoren, also Coin-Besitzer, die Transaktionen und neue Coins im Rahmen eines Konsensmechanismus freigeben. Je höher der Preis, desto höher die Anzahl der nötigen Coins, um am Prozess teilzunehmen.

Welche Vorteile hat Cardano gegenüber dem Bitcoin?

Das Proof-of-Stake-Verfahren verbraucht deutlich weniger Energie als Proof-of-Work, Cardano gilt daher als die umweltfreundlichere Alternative zum Bitcoin. Gleichzeitig ist das System besser skalierbar, es lassen sich also mehr Transaktionen zur gleichen Zeit abwickeln. Auch die Fähigkeit, Smart Contracts über die Cardano-Blockchain abwickeln zu können, erhöht deren Nutzen gegenüber dem Bitcoin.

Welche Nachteile hat Cardano gegenüber dem Bitcoin?

Zum einen ist der Bitcoin nicht nur die älteste Kryptowährung der Welt, er hat auch schlicht die höchste Marktkapitalisierung. Während es Ada auf ein Volumen von rund 82 Milliarden Dollar bringt, erreicht der Bitcoin rund zehn Mal so viel. Das führt dazu, dass Ada stärker schwanken kann.

Zum anderen profitiert der Bitcoin aufgrund seiner Knappheit. Gründer Satoshi Nakamoto hat vorgesehen, dass niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geschürft werden können. Die Knappheit ist ein automatischer Preistreiber und macht den Bitcoin auch als Inflationsschutz interessant für Anleger. Cardano ist zwar ebenfalls begrenzt, auf 45 Milliarden Ada, der Faktor spielt aber bei der Preisbildung bislang eine geringere Rolle.

Mehr zum Thema: Kryptowährungen polarisieren die Finanzwelt. Dabei bieten Investments in den Megatrend enorme Chancen – sofern es Anleger richtig machen.

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