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Chartsignal Die letzte US-Staatsanleihe

Der Deflationsprozess beschleunigt sich. Das signalisiert der Renditeverlauf von US-Staatsanleihen. Damit eröffnet sich Anlegern eine letzte gute Kaufgelegenheit.

Eine US-Flagge in der New Yorker Börse Quelle: dapd

Seit gut 30 Jahren bewegen sich die Renditen von Staatsanleihen der großen Industrieländer in einem Abwärtstrend. Anleger, die auf diesen Trend setzten, fuhren relativ sichere Gewinne ein und gingen den Verlustrisiken an den Aktienmärkten aus dem Weg. Diese Strategie hat sich besonders bewährt in angespannten Phasen an den Finanzmärkten. Sie sollte sich nun ein letztes Mal auszahlen.

Chartanalyse US-Rendite Quelle: Thomson Reuters

Seit Herbst 2011 bewegt sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen seitwärts. In dieser Seitwärtsbewegung baute sich die extrem überkaufte Lage von US-Staatsanleihen, gespiegelt durch die starke Abwärtsbewegung der Rendite zwischen Februar und September 2011 (siehe Chartgrafik: Strecke A/B), ab. Mit dem signifikanten Durchbruch von T1 ist jetzt ein neuer mittelfristiger Abwärtstrend etabliert.

Kaufgelegenheit mit geringem Risiko

Die Dynamik der kommenden Abwärtsbewegung dürfte die meisten Marktteilnehmer überraschen. Die zeitlich ausgedehnte Seitwärtsbewegung und ein sich abzeichnender Abwärtstrendkanal lassen einen spektakulären Renditerutsch bis auf 1,20 Prozent erwarten. Das bedeutete für die USA einen beschleunigten Deflationsprozess und vermutlich einen Rückfall in die Rezession.

Am US-Anleihenmarkt eröffnet sich somit eine letzte gute Kaufgelegenheit mit einem überschaubaren Risiko. Denn bei einem Erreichen eines Renditeniveaus von 1,20 Prozent sollte der 30-jährige Abwärtstrend enden. Aber selbst dann wäre eine schnelle Wende des langfristigen Renditetrends nach oben unwahrscheinlich.

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Denn mit Blick auf ihre in weiten Teilen überschuldete Volkswirtschaft können sich die USA keinen ausgeprägten Zinsanstieg leisten. Denkbar also, dass die US-Notenbank Fed versuchen wird, die Rendite durch den Aufkauf von Staatsanleihen künstlich unter der Marke von zwei Prozent zu halten.

Letztlich aber wird die Anpassungskrise kommen. Die Aktionen der Notenbanken machen nur alles noch viel schlimmer.

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