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Chronometer Uhren mit Potenzial

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Rekordpreis für Patek Philippe

Rolex

Auch Uhren der Marke Rolex haben sich als sehr wertbeständig erwiesen. „Eine Rolex kann man immer und überall auf der Welt zu Geld machen“, sagt Uhrenexperte Brückner. Generell gelte: Bei Uhren, die in der Hoffnung auf Wertsteigerung gekauft werden, sollte der Käufer auf traditionsreiche Marken setzen. Dazu zählen auch die Marken Audemars Piguet, Breguet, Officine Panerai, Vacheron Constantin, Jaeger Le Coultre und A. Lange & Söhne.

Wenn es um die Innereien einer Uhr geht, sollten Käufer auf mechanische Uhrwerke setzen, am besten aus der herstellereigenen Manufaktur. Bei den zusätzlichen Funktionen, die neben Stunden- und Minutenzeiger integriert sind (Fachjargon: Komplikationen), gilt: je mehr, desto besser, desto teurer. Wichtig, gerade bei alten Uhren, ist die Authentizität der Teile. Besonders das Zifferblatt darf nicht restauriert und das Uhrwerk sollte in gutem Zustand sein. Ausgetauschte oder reparierte Teile mindern den Wert massiv. „Schon feinste Kratzer kosten 20 bis 30 Prozent“, sagt Stefan Muser vom Mannheimer Auktionshaus Dr. H. Crott.

In manchen Fällen spielt allerdings der Zustand eine untergeordnete Rolle – immer dann, wenn der Zeitmesser besonders selten ist oder einen berühmten Vorbesitzer hatte. „Tatsächlich gibt es solche Überraschungen öfter, als man denkt“, sagt Bacs von Christie’s. So fand sich im Erbe eines Verstorbenen 2008 eine Patek Philippe, die Christie’s auf 1,5 bis 2,5 Millionen Franken taxierte. Die Erben erhielten am Ende bei einer Versteigerung für die Platin-Mondphasenuhr sogar den damaligen Rekordpreis von drei Millionen Franken. Gerechnet hatte die Familie ursprünglich nur mit ein paar Tausend. Gerade bei Fundstücken ist die Meinung eines Experten wichtig, um keiner Fälschung aufzusitzen.

Innereien sind wesentlich

Auch wenn sogenannte Vintage-Uhren, also Modelle, die zwischen 1920 und 1970 gefertigt wurden, eine besondere Wertsteigerung versprechen, so gibt es auch unter den neueren Uhren, die derzeit im Uhrengeschäft erhältlich sind, einige mit Potenzial. Die müssen für eine Wertsteigerung allerdings zwingend aus einer Manufaktur kommen, mit einer Limitierung verknappt sein und mit Komplikationen aufwarten.

Besonders begehrt sind kleinste Limitierungen aus großen Manufakturen wie zum Beispiel A. Lange & Söhne. Im Oktober versteigerte beispielsweise Sotheby’s in Hongkong gleich drei Zeitmesser dieser Manufaktur, deren Wert sich zum Ursprungs-kaufpreis teilweise verdoppelt hatte. Nur 101 Exemplare wurden von dem Set Große Lange 1 „Luna Mundi“, bestehend aus einer weiß- und einer rotgoldenen Mondphasenuhr aus dem Jahr 2003, hergestellt. Versteigert wurden die seltenen Uhren für umgerechnet 93 750 Euro.

Wie viel Sammlern das Unikat von Konrad Adenauer wert ist, wird sich am 13. November entscheiden. In der Genfer Auktion vor einem Jahr wurde eine sehr seltene Rolex Oyster Daytona „Paul Newman“ für 464 500 Schweizer Franken versteigert. Wie im Falle der Adenauer-Uhr lag die Schätzung im Vorfeld zwischen 60 000 und 80 000 Schweizer Franken.

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