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Comdirect-Studie Jeder Vierte bewahrt sein Geld zu Hause auf

Pünktlich zum Weltspartag hat Comdirect eine Studie herausgebracht. Es zeigt sich ein Trend: Gespart wird immer öfter in den eigenen vier Wänden. Doch das hat einen Haken.

Gespart wird gerne auf klassische Art: Zuhause im Sparschwein. Quelle: dapd

Am 30. Oktober ist Weltspartag. Comdirect untersucht dafür regelmäßig das Spar- und Konsumverhalten der Deutschen. Das Marktforschungsinstitut Toluna befragte 2000 Bundesbürger ab 18 Jahren. Unterschieden wurde nach Alter, Geschlecht und Region. Das Ergebnis: Jeder Vierte spart zu Hause und bewahrt seine Ersparnisse in Form von Bargeld auf.

Das sich viele gegen ein Sparbuch entscheiden, liege auch an den zur Zeit niedrigen Zinsen, erklärt Sabine Münster, Leiterin Banking bei comdirect. „Aber die Ersparnisse in der Schublade haben die denkbar schlechteste Verzinsung – nämlich null." Sinnvoller ist es, Geld je nach Sparziel anzulegen. Wer sich kurzfristig etwas anschaffen will, sollte zum Sparen ein Tagesgeldkonto anlegen. Wer langfristige Investitionen plant, sollte über Sparpläne oder Fonds nachdenken.

Auf diese Niedrigzinsprodukte schwören die Deutschen
FestgeldDas Marktforschungsinstitut TNS Emnid hat ermittelt, wo die Deutschen ihr Geld im Jahr 2013 angelegt haben. Auch 2011 hat sich das Institut das Spar- und Anlageverhalten der Deutschen angesehen. Das Ergebnis: Die Deutschen sparen zwar mitunter mehr Geld als noch vor zwei Jahren, aber es scheint ihnen mittlerweile völlig egal zu sein, wie viel Zinsen sie bekommen. So parken dieses Jahr fast 20 Prozent der Deutschen ihr Geld auf Festgeldkonten (2011 waren es rund 15 Prozent), auf denen sie maximal 1,91 Prozent bekommen (VakifBank). Quelle: Fotolia
Sparstrumpf22 Prozent stecken ihr Erspartes in die Sparstrümpfe oder das Schweinchen. Jedenfalls antworteten sie auf die Frage nach ihrer Geldanlage, dass sie ihr Geld zuhause verwahren. Quelle: Fotolia
TagesgeldDeutlich mehr Zinsen als beim heimischen Sparschwein winken den 27 Prozent der Deutschen, die ihr Erspartes aufs Tagesgeldkonto legen. Bei 1,1 Prozent Inflation im August sind 1,5 Prozent Zinsen allerdings nicht wirklich lohnend. Quelle: Fotolia
SparbuchDas Sparbuch ist in diesem Jahr deutlich in der Gunst der Deutschen gefallen. Im ersten Quartal 2013 ist die Beliebtheit des Sparkontos um fünf Prozentpunkte auf 31 Prozent gesunken. Trotzdem ist das Sparbuch mit seinen 0,1 bis 1,5 Prozent Zinsen die Nummer vier der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
LebensversicherungenDie Lebensversicherung ist seit Jahrzehnten der Deutschen liebste Form der Altersvorsorge, es existieren Millionen Verträge. Und auch, wenn die Zeiten üppiger Renditen schon lange vorbei sind und die Policen immer häufiger als Kostenfalle, Abzocke und Auslaufmodell gelten: Die Deutschen lieben sie. Allein in diesem Jahr gaben 33 Prozent der Befragten an, ihr Erspartes in Lebensversicherungen zu stecken. Quelle: dpa
BausparverträgeDie Nummer zwei in der Gunst der Deutschen ist der Bausparvertrag. Er zählt vor allem noch immer zu den Klassikern der Immobilienfinanzierung. Dementsprechend gaben 34 Prozent an, 2013 ihr Geld in Bausparverträgen anzulegen. Quelle: dpa
GirokontoDie meisten Deutschen parken ihr Geld allerdings auf dem völlig unverzinsten Girokonto. 45 Prozent nutzen dieses Konto 2013, um ihr Geld zu verwahren. Quelle: dpa

Insgesamt legen vier von fünf Bundesbürgern regelmäßig Geld zurück. Die beliebteste Geldanlage der Deutschen ist das Sparkonto, 54 Prozent der Sparer haben eins. Fast genauso viele Befragte lassen ihre Ersparnisse ganz oder teilweise auf dem Girokonto.

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Seit Jahresbeginn stieg der Anteil der Befragten, die zu Hause sparen, von 22 auf 26 Prozent. Vor allem die jüngeren Sparer bewahren Bargeld zu Hause auf. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 34 Prozent. Bei den Befragten, die 60 Jahre oder älter sind, sind es nur 20 Prozent. Auch das Sparbuch ist unter den jüngeren Sparern beliebter als unter den älteren: Fast zwei Drittel der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren haben ihr Geld auf einem Sparkonto. Bei den über 60-Jährigen sind es 48 Prozent.

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