WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Deutschland-Fonds Wie Anleger Dax-Schwankungen meistern

Seite 3/3

Volatilität ist Chance und Risiko

Aktienfonds

Etwa beim Mischfonds Deutsche Aktien Total Return (DATR) hatten Anleger nach den Finanzkrisenverlusten bereits im Jahr 2011 wieder den Höchstkurs vom Juli 2007 überschritten und verdienten seitdem wieder Geld. Es dauerte also nicht ganz so lange wie bei den reinen Aktienfonds.  Der DATR-Fonds investiert nur zwischen 40 und 70 Prozent seines Vermögens in deutsche Aktien und den anderen Teil vor allem in Zinspapiere heimischer Unternehmen.

Fondstipp: Deutsche Aktien Total Return (für eine vollständige Ansicht bitte anklicken)

Das kostete allerdings in der jüngsten Rally auch Performance, mit 12,2 Prozent Plus in einem Jahr machte er nur die Hälfte des Plus vom Dax, der 25 Prozent zulegte. Anleger können also  nicht davon ausgehen, dass sie immer alles bekommen. Höchste Kursgewinne im Boom und geringste Verluste im Crash – das passt nicht zusammen. Ein Blick auf die Volatilität des DATR-Portfolios verrät aber schon, dass es ruhiger zugeht, als bei den Aktienfonds. Um 7,5 Prozent in den vergangenen drei Jahren bewegte sich der Fondskurs um seinen Mittelwert (Volatilität). Je höher die Schwankungen sind, desto größer die Risiken eines Fonds für den Anleger. Bei den Aktienfonds sind die Schwankungen nahezu dreimal so ausgeprägt mit Volatilitäten um die 20 Prozent.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Lieber defensiv bleiben

Der für den DATR zuständige Fondsbetreuer Christian Krahe ist momentan vorsichtig und fühlt sich mit seinen Aktien sehr wohl, die 58 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Er hatte zuletzt Kursanstiege bei einigen Aktien bereits genutzt, um sie zu verkaufen. „Die Gewinnerwartungen im Markt sind sehr hoch. Nur wenn sie erfüllt werden, bleiben die Kurse stabil.“ Interessante Kursmuster bei niedrigen Umsätzen sprächen aber für den Aufwärtstrend.

Beim Start am 14. Januar fiel der Dax um fast 100 Punkte und setzte dann blitzartig zum Sprung auf fast 9700 Punkte an. „Es warten noch viele Investoren verzweifelt an der Seitenlinie, die einen Kursrutsch zum Kauf nutzen wollen“, beobachtete Krahe. Ob sie dort auch bleiben, wenn das Bundesverfassungsgericht der EZB bei der Eurorettung in die Parade fahren sollte? Es könnte zumindest die Begeisterung dämpfen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%