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Die Elefantenrunde der Geld-Gurus Langsam reich statt schleichend arm

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Elefantenrunde: Flossbach, Kaldemorgen, Huber, Bruns

Und fünf erfolgreiche Vermögensverwalter holte Sauren für eine Diskussionsrunde in Mannheim auf die Bühne: Die Fonds, die von ihnen gemanagt werden, kann jedes Depot gebrauchen, weil sie seit langem erfolgreich sind: Christoph Bruns (Loys Global, internationaler Aktienfonds), Bert Flossbach (Flossbach von Storch Multiple Opportunities, flexibler Mischfonds), Peter E. Huber (StarCapital Winbonds und Argos, Anleihenfonds mit Aktienbeimischung) und Klaus Kaldemorgen (DWS Concept Kaldemorgen, internationaler Aktienfonds mit Risikoabsicherung). Die Experten haben das Lied von den niedrigen Zinsen und den Chancen am Aktienmarkt seit Jahren gesungen. Anleger, die ihnen frühzeitig gefolgt sind und ihre Aktienquoten erhöht haben, konnten ordentliche Gewinne erzielen. Aber die Experten wissen auch, dass jedes Jahr neue Herausforderungen zu meistern sein werden. Aktien hält Klaus Kaldemorgen für alternativlos, aber nicht risikolos. „Ein Anteil von 20 Prozent Aktien bringt allerdings niemanden um.“

China, Japan, Hochzinsanleihen als Beimischung 

Huber hält jetzt etwa die Aktienmärkte Chinas und Japans für interessant. „35 Prozent der Importe Chinas sind Rohstoffe und Öl, deshalb profitieren die Unternehmen dort von den günstigen Preisen.“

Anleihen ausfallgefährdeter Unternehmen aus dem Dollarraum sowie ausgewählte Schwellenländeranleihen sind für Klaus Kaldemorgen eine Beimischung wert. Er meidet den US-Aktienmarkt allerdings, da der stark von Energie und Öldienstleistern abhängig sei, die unter dem niedrigen Ölpreis und dem starken Dollar leiden würden, der ihre Exporte verteuert: „US-Unternehmen machen etwa 30 Prozent ihres Umsatzes im Ausland und diese Umsätze sind jetzt durch die Dollarstärke 15 Prozent weniger Wert als vor einem Jahr.“ Auf die US-Investitionsgüterindustrie kämen härtere Zeiten zu. Dass auch Aktien, die auf den ersten Blick heute teuer erscheinen, wie manche Dividendentitel und so genannte Qualitätsaktien, durchaus noch lohnen können, sagte Bert Flossbach. „Kurs-Gewinn-Verhältnisse von 40 und darüber, gab es bereits und sie sind wieder möglich“, so Flossbach.

Gegen den Strom mit dem Ölsektor und Luxusgütern

Bruns, der auch gerne mal gegen den Strom schwimmt, hält den Ölsektor allerdings für den interessantesten in diesem Jahr. Trotz des niedrigen Ölpreises setzt er auf BP. Durch das Tankstellennetz und eigene Raffinerien profitierten die Briten sogar vom Preisrückgang, glaubt er. Auch Luxusgüter schaut er sich an. Etwa der Kurs von Prada habe seit dem Börsengang 60 Prozent verloren und damit vielleicht etwas nach unten übertrieben.

Wohnen wie der "Wolf of Wall Street"
Das Penthouse aus dem aktuellen Film mit Leonardo DiCaprio alias Jordan Belfort steht nun in New York zum Verkauf. Für einen Preis von schlappen 6,495 Millionen US-Dollar ist die Residenz der Extraklasse zu haben. Sie ist insgesamt 232 Quadratmeter groß und besteht aus drei Schlafzimmern sowie vier Badezimmern. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse
Im 32. Stock gelegen bietet das Penthouse einen weiten Blick direkt auf den Hudson River. Zu dem Loft gehören 18 Quadratmeter Terrasse. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse
Zu der Luxus-Suite gehören ein 24-Stunden-Pförtner, ein Hausmeister, ein Garten, ein hauseigenes Fitness-Center sowie Garagen für den Fuhrpark des Bewohners. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse
Der Grundriss des Penthouse zur Hälfte. Über der Küche befinden sich noch zwei weitere Schlaf- und drei Badezimmer. Die verglasten Wände lassen rund um die Uhr Licht herein. Wenn die Nacht anbricht, wird sie von den Stadtlichtern erhellt. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse
Das größte Badezimmer der Suite mit Badewanne, verglaster Dusche und zwei Waschbecken. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse
Eines der Schlafzimmer. Die Wohnung befindet sich in dem Wolkenkratzer Milan Condominium, der bereits aus der Jugendserie „Gossip Girl“ bekannt ist. Einige Szenen davon spielten sich in der Lobby des Hochhauses ab. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse
Die Einbauküche. Zu ihr gehören die Kochinsel, Kühlschrank, eine Miele-Geschirrspülmaschine, Ofen und ein Weinlager. Quellen: nestseekers.com, www.bellevue.de Quelle: Presse

Gesundheitsthemen in Schwellenmärkten

Punkten wollen viele Fondshäuser mit aktivem Management, um von manchen Verzerrungen am Markt zu profitieren. Viele bieten eine besondere Branchenexpertise wie etwa die weltweit auf Gesundheits- und Biotechakien spezialisierte US-Gesellschaft Sectoral, deren Aushängeschild Fondsmanager Michael Sjöström ist (einer der größten Fonds, die er betreut: Pictet Biotech). Insbesondere in Schwellenländern sei das Wachstum im Gesundheitsbereich sehr hoch und spezialisierte Klinikbetreiber wie Al-Noor in den Emiraten oder Medikamentenhändler und Generikahersteller seien interessant. In den Industrieländern gehörten Gesundheitswerte bereits zu den Top-Performern der vergangenen Jahre, um in dem Markt noch günstige Titel zu finden, benötigt man ein gutes Research, mit 13 Personen ist das bei Sectoral ordentlich bestückt.

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