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Die Elefantenrunde der Geld-Gurus Langsam reich statt schleichend arm

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Sicherheit und kleines Renditeplus am Anleihenmarkt

Große Ziele hat Colin Finlayson vom schottischen Fondshaus Kames beim Absolute Return Bond Fund nicht. Um die 2,5 Prozent Rendite nach Kosten soll der Fonds abwerfen, dafür aber auch die Nerven der Anleger schonen und ihnen Sicherheit bieten. Das ist für viele Anleger interessant, der Fonds ist in einem Jahr von 110 Millionen britischen Pfund auf 1,5 Milliarden angewachsen, weil Finalyson sehr erfolgreich war und die Zielmarke übertreffen konnte. Er geht dafür keine allzu hohen Risiken ein. Der Handel von miteinander verbundenen Anleihen der gleichen Branche soll Gewinne bringen, solche Pair-Trades genannten Strategien können riskant sein. Finlayson hält aber den Anteil dieser Strategie im Portfolio klein, sie bringen ihm aber häufig einen kleinen Mehrwert, wie etwa mehrere Pair-Trade aus dem vierten Quartal 2014 mit Brazil gegen Kolumbien, Australien gegen USA oder Deutschland gegen Frankreich bei den Staatsanleihen.

Viel Arbeit für kleine Prozente

0,15 Prozentpunkte gegenüber dem Index machte der Fonds in dem Quartal gut. Das Rennen um die Prozentpunkte ist mühsam. Auf Nachranganleihen von Banken verzichtet er in dem Fonds, bei Schwellenländern hat er jetzt wieder kleinere Staatsanleihenpositionen gekauft. Schon länger hält er spanische und italienische Anleihen im Portfolio. Das Griechenland-Problem im Euroland sei aus wirtschaftlicher Sicht unbedeutend, aber für die Finanzmärkte wichtig. „Meine Lehre aus den vergangenen drei Jahren mit Griechenland ist aber, dass das Thema die Märkte bewegt, aber nie sehr lange und sie sich dann wieder schnell erholen.“ Stärkere Auswirkungen habe schon die US-Zinspolitik. Finlayson rechnet damit, dass die US-Zinsen erst spät in diesem Jahr steigen würden. „Länder wie Kanada, Indien, Dänemark, Indien, die Schweiz und Singapur haben die Zinsen gesenkt.“ Höhere US-Zinsen würden den Dollar noch weiter stärken und die Wirtschaft beeinträchtigen.

Vermögensverwalter Zulauf für jedermann

Die zehn beliebtesten Fonds deutscher Privatanleger

Lange hat der bekannte Schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf („Barron’s Roundtable, WirtschaftsWoche) einen Hedgefonds nur für ausgewählte Investoren betreut. Jetzt hat er zusammen mit seinem Sohn Roman den Vicenda Multi Asset Opportunities Fund in Deutschland aufgelegt (DE000A1W9CH9). Ihn kann jeder Anleger kaufen. Das Zulauf-Duo bietet in dem Produkt eine so genannte Global Macro-Strategie an, die auf volkswirtschaftliche Trends wettet und sich derzeit auf das Thema Deflation und Währungen konzentriert.

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