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Dividendenfonds Lukrative Langeweile gegen wacklige Märkte

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Die Dividendenfonds mit den besten Erträgen

Von allen hierzulande käuflichen Dividendenfonds, die in Euro notieren, aber weltweit auf Dividendenjagd gehen, hat im laufenden Jahr ein Fonds von Investorenlegende Jens Ehrhardt die gesamte Konkurrenz abgehängt. Sein DJE Dividende & Substanz XP schaffte in diesem Jahr ein Plus von 11,7 Prozent (Stand:5.12.2017). Dabei ist er mit laufenden Kosten von 0,8 Prozent sogar noch einer der günstigeren aktiv gemanagten Fonds. Morningstar gibt ihm mit vier Sternen die zweithöchste Note.

Auf Platz zwei folgt unmittelbar der Mainfirst Global Dividend Stars C mit einem Plus von ebenfalls mehr als elf Prozent. Hier sind die Kosten mit 2,89 Prozent aber schon deutlich höher. Drittbester Anbieter ist Bantleon mit dem Dividend IA. Der Fonds kam im schwierigen Markt auf immerhin gut neun Prozent.

Der noch vergleichsweise junge und kleine Bantleon-Fonds verfolgt dabei ein interessantes Konzept. Er setzt auch auf Dividendentitel der zweiten und dritten Reihe mit teils deutlich höheren Dividendenrenditen, gleichzeitig wird das Portfolio konsequent gegen Währungsverluste absichert. „Die Herausforderung besteht nicht nur darin, tausende Aktien nach ihrer Dividendenrendite zu sortieren, sondern Stabilität und Nachhaltigkeit der Dividenden zu beurteilen“, sagt Piotr Kitowski, der im Bantleon-Team die Fonds Bantleon Dividend und Dividend AR managt. „Die Fondsmanager sieben dafür den globalen Aktienindex MSCI World zunächst nach Dividendenrenditen, anschließend werden eigene Qualitätskriterien und die statistische Wahrscheinlichkeit weiterhin regelmäßiger Dividendenzahlungen ermittelt. Jede Aktie bekommt so einen Score. Je höher der ist, umso wahrscheinlicher ein Investment.“

Keine Spitzenrendite erwarten

Eine Fondsrendite von neun und mehr Prozent ist allerdings schon ein Ausnahmewert. „Eine Rendite oberhalb von vier Prozent ist für Dividendenfonds in diesem Marktumfeld vor allem mit Unternehmen zu erzielen, die eine hohe Ausschüttungsquote haben“, erklärt Dividendenexperte Röhl. Er dämpft die Euphorie: „Bei diesen Aktien dürfen Anleger aber nicht erwarten, dass sie mit dem Aktienmarkt Schritt halten, da hohe Ausschüttungsquoten in der Regel nur jene Unternehmen vorweisen, die kein großes Wachstum bieten.“ Anders ausgedrückt: Eine hohe Dividendenrendite geht oftmals mit einer schwachen Kursentwicklung einher.

Das Sparverhalten der Deutschen im Ländervergleich

Anders als bei ETFs ist im aktiven Fondsmanagement also Feinjustierung gefragt - und jeder überdurchschnittlich erfolgreiche Dividendenfonds hat da sein eigenes Rezept. So verzichtet Kitowski wegen anhaltender Risiken komplett auf Finanztitel, und aus moralischen Gründen auf Hersteller von Massenvernichtungswaffen. „Noch wichtiger ist jedoch, dass wir uns nicht am Börsenwert eines Unternehmens orientieren, sondern an der Volatilität der Aktie, also der Schwankungsbandbreite des Aktienkurses. Die nutzen wir für eine inverse Gewichtung im Portfolio: Aktien mit der halben durchschnittlichen Volatilität werden dadurch doppelt so hoch gewichtet.“

Umgekehrt ist bei Bantleon wegen der starken Kursschwankungen die IT-Branche anders als in vielen Indizes unterrepräsentiert. Auf diese Weise erhält der Fonds größere Stabilität, während ein ETF stur seinen Index nachbildet, unabhängig von dessen Volatilität. Anleger können mit solch einer Strategie Marktphasen gut abfedern, die von starken Kursauf- und -abschwüngen geprägt sind.

Das Risiko, dass unerwartet Dividenden ausfallen, müssen Anleger mit einkalkulieren. „Es gibt keine guten Branchen für Dividendenanleger“, sagt Röhl von Dividendenadel. „Selbst in einer traditionellen Dividendenzahler-Branche wie den Versorgern haben wir in den vergangenen Jahren Dividendenausfälle erlebt. Ähnliches kennen wir aus der Bankenbranche. Auch klassische Dividendentitel aus dem Gesundheitsbereich oder Zigarettenhersteller sind nicht vor staatlicher Regulierung sicher. Es empfiehlt sich also immer eine breite Branchendiversifikation.“

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