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Drei Strategien, drei Depots Zwischenkorrektur oder Trendwende?

Kerstin Leitel will von einer guten Performance der VW-Vorzugsaktie profitieren. Jürgen Röder fragt sich indes, ob der Dax nur eine Verschnaufpause einlegt, oder ob Anleger mit deutlichen Kursverlusten rechnen müssen. 

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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Wann werden Anleger die Reißleine ziehen, die gezielt auf eine Jahresendrally gesetzt haben? Viele dürften auf das bekannte Kursmuster gewettet haben, das nahezu sichere Erträge in den letzten Handelswochen vor Silvester verspricht. 

Doch nach der jüngsten Verlustserie sind die Aktienmärkte nicht nur weit unter ihre Rekordhochs vom Anfang Dezember zurückgefallen – mittlerweile wurden selbst die Gewinne des Vormonats vollständig ausradiert.

 Jetzt zahlt sich die defensive Ausrichtung meines Depots aus: Dank einer hohen Cashquote und speziellen Anlagezertifikaten, die von fallenden Märkten profitieren, sehe ich einer beschleunigten Abwärtsbewegung gelassen entgegen. 

So haben meine Mitte November erworbenen Reverse-Bonuszertifikate auf den Dax (WKN: CB1PG5) gegen den Trend zugelegt und einen Teil der Verluste anderer Depot-Positionen kompensiert. Etwa drei Prozent zusätzlichen Ertrag kann ich mit diesen Papieren noch erzielen, falls der deutsche Leitindex bis Ende April 2014 die Marke von 9950 Punkten nicht überschreitet. Das entspricht einer Rendite von rund sieben Prozent per annum.

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    Einzeltitel statt Börsenindizes

    Über 22 Prozent ist die Aktie von Volkswagen seit meinem Kauf gestiegen. Doch nach Einschätzung von DZ-Bank-Analyst Michael Punzet hat die Aktie von VW in diesem Jahr eine Verschnaufpause eingelegt.

    Der Konzern habe mit einer vorsichtigen Prognose enttäuscht, die deutlich unter den Markterwartungen lag „und dementsprechend zählte die VW-Vorzugsaktie im europäischen Vergleich zu den Underperformern“, meint der Analyst. 2014 sollte die Aktie seiner Einschätzung nach aber auf die Überholspur wechseln. Er stuft den Titel weiterhin mit „Kaufen“ ein, stockt aber seine Schätzung für den fairen Wert auf 225 Euro von bislang 200 Euro auf.

    Zur Begründung seines Optimismus verweist der Analyst auf die weltweite Absatzentwicklung, insbesondere in den Schwellenländern und Amerika und eine „stärkere Nutzung von modularen Baukästen auf Konzernebene“ – wobei nicht Legospielereien unter dem Weihnachtsbaum gemeint sind.

    Risiken sieht der DZ-Bank-Experte allerdings auch: Etwa ungünstige Wechselkurse, steigende Rohstoffpreise oder auch eine Eintrübung der weltweiten Autokonjunktur. Doch unter dem Strich erwartet er „2014 wieder eine Outperformance der VW-Vorzugsaktie“. Da will ich dabei sein.


    Henkel-Aufsichtsrat trennt sich von eigenen Aktien

    Angesichts der aktuellen Kurse ist von einer Jahresendrally, die ich nach den ersten Minustagen an der Börse Anfang Dezember noch erwartet hatte, keine Rede mehr.  Es ist schwer zu glauben, dass der Dax bis zum Jahresende ein neues Jahreshoch oberhalb von 9424 Zählern markiert.

    Die Frage ist nun: Läuft derzeit eine Zwischenkorrektur innerhalb eines Aufwärtstrends oder müssen Anleger gar mit einer Trendwende mit deutlich tieferen Kursen rechnen?  Das ist natürlich schwer einzuschätzen. 

    Sollte die Marke von 9000 Zählern nachhaltig unterschritten werden, könnte der Dax nach Meinung von technischen Analysten auch die Marke von 8500 Punkten testen. Ich tendiere eher dazu, dass der Dax diese tiefe Marke in diesem Monat nicht mehr erreicht. Spätestens am Mittwochabend  dürfte die US-Notenbank mit einer freundlichen  die Aktienmärkte wieder in ruhigeres Fahrwasser  leiten.

    Wie lautet noch der Spruch: Ist die Angst an den Börsen am größten, ist die US-Notenbank am nächsten.

    Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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