Düsseldorfer Institut Auch WGZ Bank erhebt Strafzins

Das nächste Geldinstitut erhebt Strafzinsen für Großkunden: Die Düsseldorfer WGZ Bank berechnet einigen institutionellen Kunden negative Zinsen. Zuvor hatte die Commerzbank Guthabengebühren angekündigt.

Auch die WGZ Bank kündigt Strafzinsen an Quelle: AP

Einige Großkunden der WGZ Bank müssen künftig mit Strafzinsen rechnen, wenn sie hohe Summen auf dem Konto liegen lassen. "Die WGZ Bank berechnet ausschließlich institutionellen Kunden - und davon nur einem geringen Teil - negative Zinsen", erklärte ein Sprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der "Rheinischen Post". "Andere Kundengruppen werden derzeit nicht belastet", fügte er hinzu.

Zuvor hatte die Commerzbank als erste deutsche Großbank solche Gebühren nicht mehr ausgeschlossen. "Bei einzelnen großen Firmenkunden mit hohen Guthaben sowie bei Großkonzernen und institutionellen Anlegern behalten wir uns vor, für hohe, aus überschüssiger Liquidität bei uns geparkte Einlagen eine Guthabengebühr zu berechnen", hatte ein Sprecher der zweitgrößten deutschen Bank gesagt.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt von Geldhäusern seit September einen Strafzins von 0,2 Prozent, wenn diese bei der Notenbank über Nacht Geld anlegen.

"Pauschale Aussagen zu den Konditionen sind nicht möglich", sagte der WGZ-Sprecher weiter: "Wegen der Abhängigkeit von den Zinsentscheidungen der Notenbanken sind keine langfristigen Zusagen möglich."

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