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Edelmetalle im Vergleich Platin glänzt, Gold bleibt stumpf

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Gold und Silber unter Druck

Demgegenüber wirken die klassischen Edelmetalle für Anleger eher matt. Bei Gold und Silber sind in den vergangenen Monaten trotz diverser Krisenherde und anhaltender Geldschwemme der Notenbanken die Preise bestenfalls stabil geblieben. Gründe für einen neuen Preisanstieg sind derzeit kaum erkennbar. Im Gegenteil: Die Wetten der Profi-Anleger auf fallende Preise für die beiden Edelmetalle befinden sich auf einem mehrjährigen Hoch und nehmen weiter zu.

Da der Silberpreis nahezu immer an der Entwicklung des Goldpreise hängt, stehen auch die Chancen auf einen steigenden Silberpreis nicht gut.

Wie Anleger in Silber investieren können

„Derzeit spricht alles gegen Gold, alle Zeichen stehen auf Verkauf“, sagt Weinberg mit Blick auf Deflationssorgen, einen stärkeren US-Dollar, steigende Aktienmärkte und höhere Zinsen sowie ein schlechtes charttechnisches Bild. „Dass der Goldpreis vor diesem Hintergrund stabil bleibt, sehen wir eher als gutes Zeichen. Wir gehören zu den wenigen, die langfristig steigende Preise für Gold und Silber prognostizieren.“ Jedoch rät er vor einem vorschnellen Goldkauf eher ab. „Bei Gold können sich die Anleger beim Einstieg noch Zeit lassen und abwarten“, lautet seine Empfehlung.

Gerade Gold ist zwar aufgrund der besseren Verfügbarkeit in Form von Barren und Münzen als Versicherung gegen Vermögensverluste nach wie vor erste Wahl. Kursgewinne sind jedoch keineswegs sicher. „Gold scheint sich nach den Preisrückschlägen im Mai zu stabilisieren“, sagt zum Beispiel Howard Wen, US-Analyst bei HSBC Securities. „Wir erwarten zwar, dass der jüngste Preisrückgang die Nachfrage nach Gold in einigen Schwellenländern erhöht. Aber wir glauben nicht, dass dies zu einem stabileren Goldpreis führt – zumindest noch nicht.“ Immerhin hält sich der Goldpreis über seinem Vier-Monats-Tief.

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Anders als bei Gold und Silber, bei denen Barren und Münzen für Privatanleger erste Wahl sind, sollten Anleger bei Palladium und Platin börsengehandelte Fonds bevorzugen. Anbieter solcher ETF-oder ETC-Papier sind beispielsweise die Schweizer Banken Julius Bär oder UBS. Die Fonds hinterlegen ihre Investments teilweise mit physisch vorhandenen Edelmetallen und wetten nicht lediglich auf die Preise an den Terminmärkten.
Der Verzicht auf physisches Platin und Palladium hat zwar den Nachteil, dass Anleger sich erst das Edelmetall physisch auszahlen lassen müssen. Dafür haben sie nicht zu unterschätzende Vorteile: Sie sind über die Börse jederzeit handelbar – und garantiert sicher vor den Edelmetalldieben, die derzeit durch Europa ziehen.

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