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Edelmetallmarkt Silber - Abwärts mit Potenzial

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Einige Marktbeobachter vermuten Preismanipulation

Gold- und Silberbarren in unterschiedlicher Größe liegen bei einem Goldhändler. Die Gold- und Silberpreise sind weiter im Sinkflug. Quelle: dpa

Und die ist weltweit betrachtet alles andere als in einer Boomphase. Die noch verhaltenen Wachstumssignale aus USA, Japan und Europa stimmen zwar positiv, reichen jedoch nicht, um den Motor der Weltwirtschaft aufheulen zu lassen.

Zudem vermuten etliche Marktbeobachter zunehmend Preismanipulationen am Silbermarkt. Dafür gibt es Indizien, ein Beweis steht indessen noch aus. Die Aufsichtsbehörden in Deutschland und Großbritannien prüfen allerdings das Preisfixing für Gold und Silber, nachdem es schon beim Interbankenzins Libor nicht immer mit rechten Dingen zuging und etliche beteiligte Banken deswegen bereits hohe Strafzahlungen akzeptiert haben.

Geldanlage




Charttechnisch betrachtet gibt es derzeit noch keine Signale für einen bald wieder anziehenden Silberpreis. Kurzfristig, so berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, könnte der Silberpreis um über zehn Prozent auf 22 Dollar je Unze klettern. Zu diesem Schluss käme eine technische Analyse der Korea Exchange Bank Futures Co. Aktuell notiert Silber bei 20 Dollar, in Europa bei 14,68 Euro. Für das kurzfristige Kursziel müsste der Silber-Future jedoch zunächst unter anderem die Zehn-Tage-Linie nach oben durchstoßen. Eine Trendwende sei das jedoch noch nicht.

Langfristig bleibt Silber für Anleger dennoch interessant. Wenn sich die institutionellen Anleger aus Silber weitgehend zurückgezogen haben, die Konjunkturerholung weiter voranschreitet und der Aktienmarkt seine Boomphase beendet, dürfte Silber wieder verstärkt in den Fokus rücken. Spätestens wenn die Notenbanken damit beginnen, ihre expansive Geldpolitik zurückzufahren und womöglich auch die Zinsen wieder zu erhöhen, sollte sich der Silberpreis wieder erholen. Sollte dann auch die Inflation spürbar ansteigen, spricht nichts mehr gegen Silber. Experten wie Thorsten Schulte, besser bekannt als der „Silberjunge“ setzen deshalb seit Monaten auf langlaufende Kaufoptionen, die ihnen das derzeit niedrige Silberpreisniveau gleich für die nächsten drei oder vier Jahre sichern. Denn eins wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Silber bleibt ein knappes Edelmetall. Bis sich das wieder in Dollar und Euro ausdrückt, brauchen Anleger vor allem Geduld.

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