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Ein Vermögen in Gold Gold-Investments für jeden Anlegertyp

Gold wird als Geldanlage wieder interessant. Quelle: dpa

In ein ausgewogenes und damit langfristig stabiles Anlageportfolio gehört auch Gold. Womit Anleger ihren Goldanteil im Depot bestücken können.

Gold wird als Anlage wieder interessant. Die Aktienmärkte stehen unter Druck und die Weltwirtschaft geht womöglich in die nächste Rezession. Um sich vor dem drohenden Kursverfall bei Aktien zu schützen, werden immer mehr Anleger mit einem Teil ihres Vermögens auf Gold umsteigen. Doch womit können sie ihren Goldanteil im Depot bestücken?

Notfallreserve aus Münzen und Barren

In eine Zigarettenschachtel passen genau 2168 Gramm Gold, aktueller Wert: rund 76.500 Euro. Gold ist somit ideal für alle, die ihr Geld in Sicherheit bringen wollen – unbehelligt von Staat, Steuerbehörden, Zoll. Physisches Gold, auf das Anleger direkt zugreifen können, bietet stets eine Liquiditätsreserve außerhalb des Finanzsystems. „Physisch bedeutet, dass ich immer zu meinem Safe gehen, meine Barren und Münzen rausnehmen und am Markt verkaufen kann, wenn ich das muss“, sagt der berühmte Schweizer Investor Felix Zulauf.

Das macht Gold zu einer begehrten Notfallreserve. Auf die zurückgreifen könnten Anleger beispielsweise, wenn der Zugriff auf Konten, Depots und Bargeld versperrt sein sollte – etwa bei einem Crash der Computersysteme, einem Zusammenbruch der eigenen Bank oder beim Übergang zu einer neuen Währung.

Anleger sollten hier weltweit bekannte und akzeptierte Goldprodukte wählen, deren Preise nahe am rechnerischen Goldwert notieren. Sinnvoll ist eine Aufteilung je zur Hälfte in gängige Ein-Unzen-Münzen − wie dem Krügerrand − und in Barren ab einem Gewicht von 100 Gramm. Barren bieten sich als Grundstock an, die kleiner gestückelten Münzen lassen sich im Bedarfsfall besser versilbern. Anleger sollten Gold möglichst anonym kaufen, also unterhalb der gesetzlichen Meldesumme von 10.000 Euro – und es dort aufbewahren, wo es am wenigsten wahrscheinlich ist, dass es ihnen irgendwann weggenommen wird.

Das kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, etwa für Safe, Bankschließfach oder eine Zusatzversicherung. Absicherung kostet eben Prämie. Wichtig: Physisches Gold sollte ausschließlich bei etablierten Edelmetallhändlern, Banken und Sparkassen gekauft werden.

Geldanlage zum Handeln

Als Ergänzung bietet sich auch der Kauf eines börsennotierten Goldfonds an, etwa Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0). Es ermöglicht Anlegern, Gold so einfach wie Aktien zu handeln. Das an der Börse notierte Wertpapier ist rechtlich zwar eine Inhaberschuldverschreibung, aber besichert mit physischem Gold, die in Tresoren der Deutschen Börse lagern. Das Papier gleicht Geld in seiner traditionellen Form, es ist vom Wert des Goldes gedeckt. Sobald Anleger Xetra-Gold-Papiere ordern, kauft die Börse neues Gold und bunkert es ein, eins zu eins. Anleger haben zwar keinen unmittelbaren Zugriff auf ihr Gold wie im heimischen Tresor. Wer will, kann sich sein Gold aber nach Hause liefern lassen. Wie bei physischem Gold lassen sich Kursgewinne nach einem Jahr steuerfrei vereinnahmen.

Spekulation mit Minenaktien

Springt der Goldpreis an, verdienen Goldminen mehr an den Goldverkäufen, und der Wert ihrer Reserven erhöht sich. Das verleiht ihren Aktien einen Hebel auf den Goldpreis. In einer Goldhausse legt der Wert von Goldminen normalerweise zwei- bis dreimal so stark zu wie der Goldpreis selbst.

Im engeren Sinn sind Minen aber kein Goldinvestment, sondern die mit Abstand spekulativste Variante, um auf einen Anstieg des Goldpreises zu wetten. In dem großen Minenfeld aus Produzenten und Explorern finden sich immer Gesellschaften, die Aktionären ansehnlichen Mehrwert bringen.

Auf dem Weg nach oben aber lauern besondere Risiken für einen Goldförderer, etwa durch einen Wassereinbruch in einer Mine. Anleger müssen unternehmensspezifische Risiken in ihrem Depot durch den Kauf mehrerer Goldaktien streuen, am einfachsten durch Goldminen-Indexfonds (ETF).

Kaufen und Liegenlassen funktioniert bei Goldaktien nicht. Hier müssen hohe Gewinne auch mitgenommen werden. Das lehren die vergangenen Jahre. 

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