Elsässers Auslese

Die ultimative Freiheit für Ihr Vermögen

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Frei im Anlageuniversum

Beim Kauf der Aktie muss sich der Aktionär in nichts festlegen. Er muss nichts unterschreiben. Keiner wird ihn fragen, was er denn vorhat. Niemand wird ihn zur Rede stellen. Es ist ihm völlig freigestellt, zu tun und zu lassen, was er möchte. Vielleicht disponiert er nach drei Monaten um und verkauft die Aktie und kauft einen anderen Titel. Aber vielleicht bleibt er glatte 30 Jahre lang engagiert und vererbt sein Aktienpaket.

Aber auch der Weg zu mehr Information ist strukturiert: wenn er es denn möchte, kann er jedes Jahr zur Zusammenkunft der Aktionäre seiner Firma. Niemand kann ihn daran hindern – selbst, wenn er nur eine Aktie besitzt. Und genauso kann ihn niemand in der Welt daran hindern, auf der Hauptversammlung Fragen an den Vorstand zu stellen. Und diese müssen beantwortet werden. Darüber wird sogar ein Protokoll geführt.

Ohne, dass er etwas dafür zahlen muss, kann er einen Jahres-Geschäftsbericht erhalten. Dieser wird nach regulatorischen Maßgaben und Richtlinien erstellt und bringt ihm einen recht zuverlässigen Katalog an Daten und Informationen. Seine Aktiengesellschaften sind dazu verpflichtet.

Die günstigsten Direktbanken für Aktien-Sparpläne

In der Auswahl seines Anlageuniversums ist der Kapitalanleger mit Aktien frei. Auch wenn er in seinem ganzen Leben noch nie in den Vereinigten Staaten von Amerika war und dort niemanden kennt, so kann er nach Herzenslust dort Millionen in gute Firmen investieren – über die Börse.

Gefallen ihm die politischen Verhältnisse zu Hause nicht mehr, so braucht er nicht gleich auszuwandern. Er strukturiert sein Aktiendepot entsprechend und kauft Aktien in den Wirtschafts- und Kulturräumen, zu denen er mehr vertrauen hat.

Über die Länderauswahl seiner präferierten Aktienengagements schlägt er mehrere Fliegen mit einer Klappe. Er kann sein Kapital über verschiedene Währungen streuen.

Wenn ihm das Ganze mit dem Aktiendepot eines Tages zu viel wird und ihm über den Kopf wächst, kann er einen „Quasi-Bevollmächtigten“ ernennen. Das ist dann ein unabhängiger Berater oder Vermögensverwalter oder ein Vertrauensmann innerhalb seiner Bank.

Dieser Freiheitsgrad eines selbstbestimmten Umgangs mit Kapital ist nur schwer anderswo zu finden. Besitzer von Vermietungsimmobilien oder Anteilseigner von GmbHs und Kommanditgesellschaften beispielsweise können davon ein Lied singen. Hier ist man den vielfältigen Aspekten der menschlichen Psyche ausgesetzt, ich sollte vielleicht besser sagen: ausgeliefert.

Gerade dieser „lebensphilosophische Aspekt“ der „pflegeleichten“ Aktiendepots macht die Kapitalanlage in Aktien langfristig so attraktiv.

So klappt die Geldanlage für Sparer ab 50
Keine langen LaufzeitenGeht es ums Sparen im Alter, müssen sich Anleger zunächst die Frage stellen, wie sie ihr Geld besser nicht anlegen sollten. Denn vor allem Sparprodukte, die sehr langfristig angelegt sind, sind für Ältere nicht geeignet. Zu hoch ist das Risiko, dass das Ende der Laufzeit nicht mehr erlebt wird. Die Riester-Rente hat beispielsweise eine Mindestlaufzeit von zwölf Jahren. Auch Schiffsfonds, die viele Rentner zeichneten, hatten oft eine lange Laufzeit. Anleger hätten teilweise über 100 Jahre alt werden müssen, um kündigen zu dürfen. Für Ältere sind flexiblere Anlagezeiträume wichtig, um im Notfall auf zusätzliche Liquidität zugreifen zu können. Quelle: dpa
SparstrumpfBei vielen Hausentrümpelungen findet er sich noch an: der gute alte Sparstrumpf. Zwar liegt die Idee eines Notgroschens unter dem Kopfkissen nah. Allerdings gibt es mittlerweile kaum noch Argumente für viel zu Hause gelagertes Bargeld. Denn die jüngste Geschichte und ihre Bankenrettungen durch den Staat haben bewiesen, dass eine Bank in Deutschland nicht so einfach Pleite geht. Plötzliche Bargeld-Knappheiten sind daher unwahrscheinlich. Langfristig verliert das Bargeld im Strumpf aufgrund der Inflation seinen Wert. Die entgangenen Zinsen fallen trotz der aktuellen Niedrigzinsphase zusätzlich ins Gewicht. Quelle: dpa
Geschlossene FondsGerade Senioren wurden in den letzten Jahren immer wieder von ihren Bankberatern in undurchsichtige, riskante geschlossene Fonds gelockt. Auch die Zertifikate der 2008 in die Insolvenz gerutschten US-Bank Lehman Brothers vertickten die Berater gerne an ältere Anleger, die ihrem langjährigen Ansprechpartner vertrauten. Gleiches gilt für Schiffsfonds, auch hier waren viele Senioren investiert. Von derart riskanten Papieren sollten Sie in jedem Fall die Finger lassen. Sie sind nicht nur zu intransparent, auch die Laufzeiten sind in der Regel für Senioren viel zu lange. Nur wer seine Geldanlage versteht, kann weiterhin ruhig schlafen. Quelle: dpa
Kredite abzahlenOberste Priorität für reifere Geldanleger sollte das Tilgen der Altkredite haben, wie beispielsweise Hypotheken auf Wohneigentum. Denn nur wer schuldenfrei ist, kann sich über den Aufbau des weiteren Vermögens kümmern. Quelle: AP
Rentenversicherung/SofortrenteWer als älterer Mensch viel angespart hat, kann auch eine Rentenversicherung abschließen, die sogenannte Sofortrente. Der Versicherte zahlt eine größere Menge Geld ein, aus diesem Topf wird dann ab sofort eine regelmäßige Rente gezahlt. Immerhin garantiert die Rentenversicherung eine lebenslange Zahlung, während etwa ein Banksparplan irgendwann ausläuft. Allerdings ist diese Form der Rentenvorsorge eine Wette auf ein langes Leben. Stirbt der Versicherte kurz nachdem er eingezahlt hat, ist das Geld futsch - die Reste eines Banksparplans könnten an die Nachkommen vererbt werden. Quelle: dpa
AktienAuch Aktien sind für Ältere eine gute Geldanlage, viele Senioren halten Papiere. Das wird spätestens auf den jährlichen Hauptversammlungen der Konzerne klar, die Senioren gerne als Ausflug mit Erbsensuppe und Bockwurst nutzen. Der Zeithorizont sollte beachtet werden, da möglicherweise nicht endlos Zeit bleibt, um ein Kurstief auszusitzen. Vergleichsweise sicher fahren ältere Anleger mit der Dividendenstrategie, bei der gezielt Titel mit einer hohen Dividendenrendite ausgewählt werden, wie Aktien des Schweizer Lebensmittelherstellers Nestlé oder des Rückversicherers Munich Re. Auf diese Weise bringen die jährlichen Ausschüttungen regelmäßige Renditen ins Depot. Und die Bockwurst gibt es als Bonus oben drauf. Quelle: dpa
Tages- und FestgeldTages- oder Festgeldkonten sind ein Klassiker unter den Geldanlagen von Senioren. Das Ersparte ist vergleichsweise sicher angelegt und - im Fall von Tagesgeld - auch täglich verfügbar. Allerdings drohen angesichts der niedrigen Zinsen und etwas Inflation real bei vielen Konten sogar Verluste. Denn die meisten Banken und Sparkassen geizen gerade bei den Zinsen. Wer eine erträgliche Rendite einfahren will, muss sich mit Hilfe der verfügbaren Tagesgeldrechner über die aktuell besten Angebote informieren und möglicherweise den Kontoanbieter wechseln. Oft sind es Direktbanken, die beim Tagesgeld die besten Zinsen bieten. Wer sein Geld bei einer ausländischen Bank parkt, sollte sich informieren, wie die Einlagensicherung geregelt ist. Diese greift im Fall einer Pleite der Bank in der Regel für Einlagen bis 100.000 Euro. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms

Man muss nicht aus der Finanzbranche kommen, um Aktien zu besitzen. Ganz im Gegenteil. Mein Großvater beispielsweise, Professor Elsässer, war selbständiger Architekt. Mit den Bauherren und auf den Baustellen hatte er non-stopp berufliche Auseinandersetzungen und konstanten Ärger zu verdauen. Wenn es um seine Ersparnisse ging, so investierte er nur in Aktien, und zwar langfristig. Er erfreute sich an den steigenden Dividenden und gelegentlichen Kurszuwächsen. Vor allem genoss er aber die Ruhe. Und das war mit der entscheidende Punkt. „Trotz“ eines wachsenden Vermögens hatte er ein schönes Lebens.

Sie wissen ja: „Geld macht nicht glücklich“ - die alte Weisheit kommt ja nicht von ungefähr. Mit Aktien haben Sie zumindest eine ganz gute Chance.

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