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Elsässers Auslese

Bankaktien – die Ampeln springen auf rot

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Technologische Neuerungen bedrohen Großbanken

Weiterhin: Wenn ich an die Geschwindigkeit denke, mit der bahnbrechende technologische Neuerungen auf den Markt kommen, wird mir ganz schwarz vor Augen. Vieles steckt da noch in den Kinderschuhen, aber die Zeichen sind an der Wand zu erkennen. Hierzu nur einige Beispiele für die Bedrohung der Großbanken:

Stimmen zum Chefwechsel bei der Deutschen Bank

  1. Börsengänge, also Eigenkapitalbeschaffung für Unternehmen, an den Banken vorbei via Internet und Cloud-Financing.

  2. Statt Zweigstellen und Filialbetrieben fungiert das Smartphone als die Bankstelle der Zukunft.

  3. Preis- und Zinstransparenz bis auf die Knochen durch Internetanbieter bei Hypothekendarlehen.

  4. Börsentransaktionen online direkt zwischen Börsen und Geldanlegern, zu Minigebühren.

  5. Kreditvermittlung direkt über digitale Abwicklungsplattformen.

Den Unterschied zwischen überholter Bankstruktur und modernem, sicheren Finanzgeschäft kann man gut erkennen, wenn man als Investor beispielsweise die Entwicklung derAktien von Deutscher Bank und der HSBC mit der der Mastercard-Organisation vergleicht:

  1. Zu Anfang 2011 stand die Aktie der Deutschen Bank bei 39 Euro, heute bei 24 Euro.

  2. Zu Anfang 2011 notiert HSBC in London bei 6,80 Pfund. Heute bei 5,20 Pfund.

  3. Mastercard stand zu Anfang 2011 bei 23 Dollar und ist seitdem konstant auf beachtliche 98 Dollar gestiegen!

Gott sei Dank gibt es in der Welt der Finanzen immer noch einige eher kleinere Bankinstitute, die sich spezialisiert haben, über echtes Mitarbeiter-Know-how verfügen und dem Kunden einen echten Mehrwert offerieren. Leider sind diese Institute meist privat gehalten.

Geldanlage



Für mich als Investor steht fest: Bei Großbanken vermisse ich den „Value“. Am weiten Horizont sehe ich eine existenziell bedrohte Branche. Ich bin mir nicht sicher, ob es „Großbanken“, wie wir sie kennen, in zehn Jahren überhaupt noch geben wird.

Dr. Markus Elsässer ist Gründer und berät den ME Fonds- Special Values (WKN: 663307) und den Rohstoff-Aktienfonds ME Fonds Pergamon (WKN: 593117). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind.

Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen eines genannten Titels in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräußerung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren.

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