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Emerging Markets Analysten vertrauen China

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Abwarten und investieren

Die größten deutschen Arbeitgeber in China
Knorr-Bremse Quelle: Screenshot
Heraeus Quelle: Foto: Heraeus
Henkel Quelle: Pressebild
Evonik Quelle: Pressebild
Bertelsmann Quelle: dapd
Schenker Quelle: dapd
Freudenberg Quelle: Pressebild

"Die Zentralbank hat zum ersten Mal seit 2008 den Zins gesenkt", sagte Chinas Wirtschaftsminister Chen Deming. Nun müsse man abwarten. "Ich glaube, dass sich die Situation zum Guten entwickelt", sagte Deming beim G20-Gipfel in Los Cabos. Auch Bernhard Esser, Emerging Markets Analyst bei HSBC Trinkaus, vertraut auf die Regierung in China. Die Führung steuere ja bereits gegen, beispielsweise mit Steuerentlastungen für Kleinunternehmer. "Das braucht natürlich ein bisschen Zeit, um zu greifen", sagt er. Ähnlich sieht es Angermann vom Wirtschaftsforschungs- und Prognoseinstitut Feri Eurorating: ""Die Förderung der Konjunktur sollte mittelfristig wieder zu höheren Wachstumsraten führen", sagte er gegenüber WirtschaftsWoche Online.

Denn China hat enormes Potenzial und bei den BRIC-Staaten die Nasen vorne: So hat China nur rund 100 Millionen Einwohner mehr als Indien, bringt es aber auf das vierfache BIP. Und der chinesische Markt wächst stetig - nur nicht mehr so stark, wie noch vor einem Jahr. "Wer langfristig vom Wachstum profitieren will, sollte einsteigen", empfiehlt Angermann. Der Zeitpunkt zum Kauf hänge dann von der persönlichen Risikoneigung ab. In den nächsten Wochen könne es nämlich durchaus nochmal nach unten gehen. Auch Esser von der HSBC ist optimistisch: "Ich würde sagen: Investieren. Die Frage ist nur, ob man nicht lieber noch einen Monat abwartet."

Anleger haben die Wahl zwischen Fonds oder Hongkong

Geldanlage



Mobius setzt derzeit ganz konkret auf Aktien, die von den Reformprogrammen der Regierung profitieren. Sprich: Aktien von kleinen und mittelständischen sowie Exportunternehmen. Für den europäischen Anleger ist das allerdings nicht möglich, weil es in China eine Diskriminierung ausländischer Investoren gibt. Der Privatinvestor muss sein Geld entweder in Fonds stecken, die in China investiert sind oder er geht auf den Parallelmarkt Hongkong, wo diese Diskriminierung nicht herrscht. An der Börse Hongkong sind dafür aber nicht alle chinesischen Werte notiert.

"Man muss natürlich auch das Undenkbare denken: Wenn es sich in Europa massiv verschärft, dann wird es auch in China keine Insel der Glückseligen geben", gibt Analyst Esser zu bedenken. Er selbst glaubt jedoch nicht an einen Crash der Euro-Zone, der China und Hongkong mit sich zieht. "Ich bin optimistisch", sagt er.

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