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Euro-Krise "Eine auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt"

Der Hamburger Vermögensverwalter Martin Mack beschreibt Europa als eine von Schreibtischtätern geführte und von Lobbyisten infiltrierte „Bananen- und Glühbirnen-Diktatur“. Die Regierungen der Club-Med-Länder werden alles Erdenkliche daran setzen, ihr „Dolce Vita“ vor allem auf Kosten der deutschen Bevölkerung zu verlängern.

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Dolce Vita Quelle: dpa

Wer erinnert sich noch an die „Ich-kaufe-griechische-Staatsanleihen!“-Aktion einer renommierten deutschen Wirtschaftszeitung vor nur zwei Jahren, die just zu einem Zeitpunkt startete, als Griechenland im Mai 2010 hätte sofort pleite gehen müssen – es aber dank 110 Milliarden frisch gedruckter Rettungsmilliarden nicht durfte? Fixiert auf die politische Schnapsidee, eine Einigung Europas über das größte Währungsexperiment in der Geschichte der Menschheit erreichen zu können, appellierten seinerzeit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in nahezu kindlicher Naivität, im „Vertrauen“ in die „reuigen Sünder“ und als Zeichen notwendiger europäischer Solidarität private Ersparnisse nach Athen zu tragen, die dann als erste im März dieses Jahres dem „Hair-cut“ zum Opfer fielen. 

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Treffender als mit den Worten Albert Einsteins kann man die seit der Lehman-Pleite unter den Politikern und Notenbankern herrschende Hybris kaum beschreiben. Denn all die in den letzten Jahren „aufgemachten“ und in Summe mittlerweile Billionen schweren Rettungstöpfe sind nur Ausdruck eines vom Wahnsinn „gesteuerten“ Versuchs, das Problem der faulen Kredite durch politische Hütchenspiele verschwinden lassen zu wollen. Doch faule Kredite verschwinden erst, wenn sie abgeschrieben werden, und solange dies nicht geschieht, solange wird diese Krise auch noch andauern! Selbst die alle Dimensionen des Vorstellbaren sprengenden 1,018 Billionen Euro, die sich Europas Pleite-Banken mit zum Beispiel bis zum Jahr 9999 (!) laufenden „Sicherheiten“ via Maus-Klick von der EZB abholen konnten, erwiesen sich nur wenige Monate später nicht als die anfänglich große Hoffnung verbreitende „Dicke Bertha“, sondern nur als ein äußerst teurer Rohrkrepierer!

S&P droht Italien, Irland wird hochgestuft
Für Frankreich zeigt sich S&P etwas zuversichtlicher, obwohl sich am Rating („AA“) und dem stabilen Ausblick nichts änderte. Die Regierung habe Maßnahmen zur Reduzierung der Arbeitskosten und Unternehmensbesteuerung ergriffen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu verbessern, schreibt S&P. Zudem deuteten staatliche Ausgabenkürzungen darauf hin, dass die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft ihr Haushaltsdefizit schrittweise reduzieren werde. Die Staatsverschuldung bleibe aber hoch und werde bis 2017 noch wachsen. Rating (S&P): AAAusblick: stabil Quelle: dpa
Zypern wurde von der Wirtschaftskrise enorm mitgenommen, gerade der aufgeblähte Bankensektor des Inselstaats machte ihm in der Dynamik der Krise schwer zu schaffen. Die Bewertung des Krisenlands wurde von S&P nun um eine Stufe auf „B“ erhöht, Fitch hob den Ausblick für das Rating („B-“) auf positiv an. Bei beiden Agenturen liegt die Kreditnote klar im sogenannten Ramschbereich, der spekulative Anlagen kennzeichnen soll. Die positiven Ausblicke lassen aber Aufstufungen erwarten - vorausgesetzt, das Land erfüllt weiterhin die Auflagen der internationalen Geldgeber, die Zypern seit dem vergangenem Jahr finanziell stützen. Rating (S&P): BAusblick: positiv Quelle: AP/dpa
Standard & Poor's (S&P) hat das lang- und kurzfristige Fremdwährungsrating für die Ukraine gesenkt. Die Bewertung sei von „B-/B“ mit einem negativen Ausblick herabgestuft worden, teilten die US-Bonitätswächter mit. Hintergrund sei die derzeitige politische Instabilität in dem Land. Seit Wochen demonstrieren Regierungsgegner gegen die Regierung. Präsident Viktor Janukowitsch steht unter anderem wegen eines harten Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in der Kritik. Auslöser war die kurzfristige Ablehnung eines über Jahre hinweg vorbereiteten Abkommens zwischen der Ukraine und der Europäischen Union. Janukowitsch will das Land stattdessen enger an Russland binden. Rating (S&P): „CCC+/C“Ausblick: negativ Quelle: AP
Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat Irland gute Bonitätsnoten in Aussicht gestellt. Der Ausblick für das Rating bleibt positiv. S&P begründete die positive Haltung mit verbesserten Wachstumsaussichten des Landes. Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2016 erwartet die Agentur ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Bisher war sie nur von 2,0 Prozent ausgegangen. S&P lobt die Reform- und Sparpolitik des Landes. Die Agentur erwartet eine weiterhin starke Auslandsnachfage und eine anhaltende Erholung der Binnenwirtschaft. Die hohen Investitionen aus dem Ausland stützten die Binnenwirtschaft. Gefahren sieht S&P vor allem noch im Bankensektor. Rating (S&P): A+Ausblick: positiv Quelle: dpa
Portugal droht erst einmal keine weitere Abstufung durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Die Bonitätsnote des Landes stehe nicht mehr unter verschärfter Beobachtung, teilte S&P mit. Portugal dürfte trotz einiger politischer Probleme 2013 das Ziel einer Neuverschuldung von 5,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erreicht haben, schreiben die Experten. In diesem Jahr will Portugal dann die neuen Schulden auf vier Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung senken. Dies halten die S&P-Experten für möglich. Derzeit bewertet Standard & Poor's Portugal mit der Note „BB“. Das ist die zweite Stufe des sogenannten Ramsch-Niveaus, das spekulative Anlagen kennzeichnen soll. Der grundsätzliche Ausblick bleibe negativ. Rating (S&P): BBAusblick: negativ Quelle: dpa
Alenka Bratušek, seit Anfang 2013 Ministerpräsidentin von Slowenien, muss sich nach wie vor mit einer Bankenkrise und den hohen Schulden ihres Landes befassen. Ein Hilfsprogramm ist nach Einschätzung der EU-Kommission aber nicht von Nöten, solange das Bankensystem reformiert und das Reformtempo hoch gehalten wird. Im Rating von Standard & Poor's schneidet der osteuropäische Staat von den kriselnden noch mit am besten ab. Die Agentur bleibt bei ihrer Einschätzung, dass Sloweniens Kreditwürdigkeit auch künftig stabil bleiben wird. Rating (S&P): A+Ausblick: stabil Quelle: AP
Als Malta 2008 den Euro einführte, war das Land eines der kreditwürdigsten unter den neuen Mitgliedsstaaten. Auch heute gibt es für die Insel noch immer relativ gute Noten. Ratings: BBB+ Ausblick: stabil Quelle: REUTERS

Die Aktienmärkte, die im Vertrauen auf die positiven Folgen der „Dicken Bertha“ noch mit großen Freudensprüngen ins neue Jahr gestartet waren, büßten ihre zwischenzeitlich gesehenen Zuwächse fast vollständig wieder ein. Erst die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 29. Juni 2012, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in einen Jackpot für Banken zu verwandeln, verhalfen den Aktienmärkten am letzten Juni-Handelstag zu üppigen Tagesgewinnen, so dass viele Indizes das erste Halbjahr doch noch in der Gewinnzone beenden konnten. Dagegen setzten sowohl Gold als auch Silber die im September 2011 begonnene Korrektur weiter fort. 

Nur Scheinrettungen, die Krise eskaliert weiter

"Das ist ein erneuter Dammbruch"
Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler lehnt die direkte Kreditvergaben der Euro-Rettungsfonds an notleidende Banken, wie sie der EU-Gipfel gerade beschlossen hat, ab. „Das ist ein erneuter Dammbruch", sagte der Euro-Skeptiker Schäffler am Freitag. „Jetzt boxen wir auch (nach einigen deutschen Instituten) andere europäische Banken mit Steuerzahlergeld heraus", bemängelte er. „Die bisherigen Regeln lassen das eigentlich nicht zu", ergänzte er. „Es geht also alles immer stärker in diese Transferunion hinein.“Auch die Schaffung einer europäischen Bankenaufsicht trifft auf Skepsis bei Schäffler. „Ich sehe das insofern kritisch, als das nicht schnell realisierbar ist", sagte er. Ein solches Vorhaben brauche Zeit, aber die Krise gebe es aktuell. „Jetzt eine neue Bankenaufsicht zu schaffen in so einer schwierigen Phase, das halte ich für sehr schwierig und das schafft vielleicht weitere Verunsicherung". Dass die EZB bei dieser europäischen Bankenaufsicht eine bestimmende Rolle spielen solle, sehe er allerdings nicht so kritisch. Quelle: dpa
Schäffler bemängelte, insbesondere mit Blick auf die am Freitag anstehenden Entscheidungen des Bundestages und des Bundesrates zum neuen dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM und zum europäischen Fiskalpakt: „Es ist wie bei manchen vorigen Entscheidungen: die Tinte ist noch nicht ganz trocken, da werden schon die nächsten Schritte angekündigt." Mit den jüngsten Entscheidungen in Brüssel werde erneut klar, alles gehe in Richtung Vergemeinschaftung der Schulden in Europa. „Das ist so", unterstrich der FDP-Bundestagsabgeordnete. Die letzte Konsequenz seien dann die bislang von der Bundesregierung abgelehnten Euro-Bonds. Quelle: dapd
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hat sich mit den Vereinbarungen des Brüsseler EU-Gipfels zufrieden gezeigt. Die Ergebnisse wiesen nach vorn, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Im Sinne Europas müssten Italien und Spanien mit ihren Finanzproblemen wieder auf Kurs gebracht werden. „Wir sind diejenigen in Europa, die am meisten davon profitieren, dass Europa funktioniert", betonte Albig. Dazu sei Wachstum notwendig. Deshalb befürworte er dass entsprechende Paket in Höhe von 120 Milliarden Euro, dass auf den Weg gebracht worden sei, sagte der Kieler Regierungschef. Quelle: dpa
Der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Wolfgang Bosbach, hat die Ergebnisse der Brüsseler Gipfelnacht kritisiert. Einige Beschlüsse widersprächen den bisherigen Positionenen Deutschlands, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. „Bisher haben wir deshalb nie rote Linien überschritten, weil immer dann, wenn die rote Linie erreicht war, sie weiter verschoben wurde", beklagte der CDU-Politiker.Wenn beispielsweise der Vorrang des dauerhaften Rettungsschirm ESM vor den Verbindlichkeiten gegenüber privater Gläubiger wegfalle, sei das eine gute Nachricht für die privaten Gläubiger, aber nicht für die Steuerzahler, sagte Bosbach. Positiv bewertete er dagegen die Verabschiedung des Wachstumspakts. Quelle: dapd
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat die Beschlüsse des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs verteidigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe Versuche, eine gemeinsame Haftung für Staatsschulden einzuführen, „erfolgreich" und "unterstützt von anderen Ländern" abgewehrt, sagte er am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. Merkel habe sich in Brüssel „mit einem klaren Nein zu fragwürdiger Vergemeinschaftung durchgesetzt".Bei den Beschlüssen zu einer leichteren Unterstützung für Banken bleibe es dabei, „dass die Haftung der Kontrolle folgt und eben Bankenhilfen erst möglich sind, wenn es auch eine europäische Bankenaufsicht gibt", sagte Gröhe. Merkel sei insgesamt „standfest" geblieben und „für deutsche Interessen" eingetreten. „Deutschland muss Stabilitätsanker bleiben, darf nicht überfordert werden", sagte Gröhe. Quelle: dpa
Auf Deutschland kommen nach Überzeugung des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch trotz des Neins zu Euro-Bonds wachsende Risiken zu. Deutschland sei längst in einem Mechanismus gefangen, der letztlich dazu führe, „dass die Risiken zu uns wandern", sagte der Kritiker des Berliner und Brüsseler Euro-Kurses am Freitag im Südwestrundfunk. Das halte er für grundfalsch, betonte Willsch. Letztlich würden die Finanzmarktakteure nicht mehr glauben, dass Deutschland alle Risiken tragen könne. „Und dann werden unsere Zinsen auch steigen", befürchtet der CDU-Politiker. Quelle: PR
Die SPD findet die Ergebnisse des EU-Gipfels zur Bewältigung der Euro-Krise akzeptabel. Zwar habe Bundeskanzlerin Angela Merkel in wesentlichen Punkten, in denen sie vorher rote Linie markiert habe, nachgeben müssen, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Freitag dem Nachrichtensender n-tv. Sie fügte aber hinzu: „Aus meiner Sicht ist das inhaltlich aber durchaus begründet, und insoweit kann ich mit dem Ergebnis leben."Zufrieden zeigte sich Nahles, dass das Wachstumspaket, das auch die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen solle, jetzt auf dem Weg sei. Auch eine gemeinsame Bankenaufsicht in Europa sei richtig. Dass es direkte Bankenhilfen geben solle, werde im konservativen Lager noch erhebliche Widerstände hervorrufen, mutmaßte Nahles. Da das aber mit der Bankenaufsicht verbunden sei, halte sie das für vertretbar. Quelle: dpa

2008 wäre eine geordnete Lösung der Banken- und Schuldenkrise noch möglich gewesen. Wegen der aber bereits ins Feuer geworfenen Billionenbeträge, die unsere „Vorwärts-immer-rückwärts-nimmer“-Politiker niemals freiwillig als verloren deklarieren werden, ist heute hingegen eine solche kaum noch vorstellbar. Insofern dürfte die Krise entgegen aller zwischenzeitlich vermeldeter (Schein-)Rettungen weiter eskalieren.

Zwar erkennen die Euro-Protagonisten nun richtigerweise, dass zur Aufrechterhaltung der Währungsunion eine politische Union zwingende Voraussetzung wäre, doch ist selbst mit der damit zwangsläufig verbundenen faktischen Abschaffung der souveränen demokratischen Nationalstaaten Europas nicht die alles entscheidende Frage geklärt, wie ein unverändert von nationalstaatlichen Interessen dominiertes Europa dauerhaft funktionieren soll!

Zustimmung wie in der Volkskammer

Bundestagabstimmung Quelle: Reuters

Ungeachtet dessen soll aber der von den europäischen Staatschefs nur wenige Stunden vor der volkskammer­gleichen Zustimmung des Deutschen Bundestages/Bundesrats ad absurdum geführte dauerhafte Europäische (De)Stabilitätsmechanismus (ESM) mit einer Banklizenz (!) und schuldenfinanzierten (!) Bareinlagen noch in diesem Monat starten und so schon einmal die Haftungsunion faktisch per Staatsstreich erzwingen! Ausdrücklich jenseits jeglicher demokratischer und rechtlicher Kontrolle sollen dann allmächtige Bürokraten nach Belieben Schulden aufnehmen, Kredite (an Banken natürlich ohne Auflagen) verteilen oder unbegrenzte Mittel aus den nationalen Haushalten abfordern, nur um die Euro-Illusion noch etwas länger aufrecht zu erhalten.

Die Instrumente zur Euro-Rettung

Doch wie auch immer der Weg zur Vergemeinschaftung der Schulden auch heißen soll, ob ESM, Bankenunion, Eurobonds („Stabilitätsanleihen“), Schuldentilgungsfonds oder EZB, die ökonomischen, sozialen und politischen Nebenwirkungen werden von der Politik kaum zu kontrollieren sein. Entsprechend werden diese dann – natürlich völlig überraschend – schon in naher Zukunft wieder zu den wesentlichen Bestimmungsfaktoren an den Märkten werden. Schließlich soll die nunmehr beschlossene Schuldenvergemeinschaftung zum Erhalt eines unhaltbaren Status quo nicht nur auf die Ende 2011 ausgewiesenen 8,22 Billionen Euro an Staatsschulden des Euroraumes – darunter 3,34 Billionen Euro der PIIGS – begrenzt bleiben, sondern quasi als Sahnehäubchen obendrauf auch noch die „Schwarzen Löcher“ der 34,814 Billionen Euro (!) bilanzierenden Banken Europas mit einbeziehen – alternativlos! „Bedingungslos und unwiderruflich“ steht gemäß ESM-Vertrag (Art. 9) dann die Bevölkerung der Euro-Retter-Staaten auch noch für die ausstehenden Brutto-Schulden der einsturzgefährdeten Bankias der Peripherie ein; für 10,1 Billionen Euro!

Finanzielle und politische Probleme

Entwicklung der Staatanleihen in der Schuldenkrise
Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe seit Januar 2010 Quelle: Bloomberg
Bundesanleihen USA Quelle: Bloomberg
Staatsanleihen Griechenland Quelle: Bloomberg
Bundesanleihen Portugal Quelle: Bloomberg
Bundesanleihen Irland Quelle: Bloomberg
Bundesanleihen Italien Quelle: Bloomberg
Bundesanleihen Spanien Quelle: Bloomberg

Man muss nun kein Prophet sein, um zu erkennen, dass durch die von den Pleite-Staaten geforderte (!) und als ein echter Gipfel des EU-Gipfels vom 29. Juni auch noch beschlossene komplette Schuldenvergemeinschaftung auf Deutschland unkalkulierbare Lasten und Risiken zurasen, die dann zwangsläufig auch hierzulande die vom Bundesbank-Chef Jens Weidmann angesprochenen „finanziellen“ wie auch „politischen Probleme“ mit sich bringen werden.

Angesichts der zahllosen Aushebelungen aller bisherigen papiernen Willensbekundungen ist bereits nur die theoretische Möglichkeit, dass sich die zum Ausgleich der ökonomischen Leistungsfähigkeit notwendigen dauerhaften Transferzahlungen in einer Haftungsunion per Fiskalpakt oder Schuldenbremse auf ein erträgliches Maß eingrenzen ließen, illusionär. Denn am Ende gilt das politische Naturgesetz: „Niemand hat die Absicht zu sparen!“ Dementsprechend werden gerade die sozialistischen Regierungen in den Club-Med-Ländern als auch in Frankreich alles Erdenkliche daran setzen, sich ohne Abgabe nennenswerter Hoheitsrechte ihr „Dolce Vita“ so lang wie möglich durch die bei der EZB dank Target-2 und ELA oder dem ESM eröffneten unbegrenzten Kreditfazilitäten insbesondere auf Kosten der deutschen Bevölkerung zu verlängern. Die Rufe aus Frankreich, wo der Rechnungshof gerade erst ein zu stopfendes 40-Milliarden-Euro-Loch entdeckte, oder aus den Peripherie-Staaten nach Beendigung des „Jahres des Sparens 2011“ mit „nur“ 343,44 Milliarden Euro an neuen Schulden lassen deutlich erkennen, wohin die Reise letztendlich führen wird - in die gemeinschaftliche Pleite! 

Glossar

Bundestag ist ein Ja-Sager- und Abnickverein

Spätestens aber dann, wenn die (kehrt-)wendeerprobte Bundeskanzlerin ihre nächste Neujahrsansprache mit dem Satz „Deutschland ging es gut“ beginnen muss, und die bis zum 67. Lebensjahr zur Arbeit verdonnerten Deutschen nur noch wenig solidarische Lust verspüren, den französischen Genossen die Rente mit 60 zu bezahlen oder ein griechisches Beamtenheer (Mitte 2010 war jeder 15. Grieche Beamter, in Deutschland „nur“ jeder 51.) zu alimentieren, könnte auch im Ja-Sager- und Abnickverein Bundestag die (Abwahl-)Erkenntnis reifen, dass es alles andere als alternativlos war, ein in 60 Jahren hart erarbeitetes Volksvermögen in eine sich schon von Beginn an als alles verschlingendes Schwarzes Loch erweisende Transferunion zu werfen.

Auf dem Weg ins finanzielle Armageddon

Das sind die Kläger gegen den Fiskalpakt
Die Pressekonferenz der Linksfraktion zu ihrer Klage gegen den Fiskalpakt Quelle: dapd
Die frühere Justizministerin Herta Däubler-Gmelin im Gespräch über die Verfassungsbeschwerde mit dem Verein "Mehr Demokratie" Quelle: dpa
CSU-Politiker Peter Gauweiler Quelle: dpa
Karl Albrecht Schachtschneider klagte bereits gegen den Euro. Jetzt klagt er gegen den Fiskalpakt. Quelle: dpa
In Karlsruhe liegen zwei Verfassungsbeschwerden gegen den Fiskalpakt von zwei nicht namentlich genannten Bürgern vor. Quelle: dpa

Die Hoffnung, dass an diesem Punkt nicht nur das sozialistische Einheits-Euro-Projekt – wie einst schon der Versuch, Esperanto als eine Einheits-Sprache einzuführen – scheitert, sondern auch die jetzige von Schreibtischtätern geführte und von Lobbyisten infiltrierte „Bananen- und Glühbirnen-Diktatur“ Europas zerbrechen wird, ist also durchaus berechtigt.

Sollte aber schon zuvor der Putschversuch der Eurokraten via ESM durch das deutsche Verfassungsgericht tatsächlich doch noch in buchstäblich letzter Sekunde gestoppt werden, sind sofort wieder erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten zu erwarten, die dann selbst eine EZB als die ultimative Kreditgeberin vor kaum noch lösbare Probleme stellen dürfte. Selbst die ökonomisch vernünftigste Lösung, nämlich ein Austritt Deutschlands aus der Währungsunion, erscheint dann nicht mehr undenkbar.

Problem ist das Kreditgeldsystem

Bei allen offensichtlichen Problemen in der Euro-Zone geht aber die derzeitige Fokussierung der Märkte allein auf den Euro – mit der resultierenden Flucht in den US-Dollar, Schweizer Franken oder Yen – am Kern des Problems vorbei, denn letztendlich ist es natürlich das bestehende Kreditgeldsystem selbst. Banken und Staaten haben in den letzten 40 Jahren Hand in Hand ein verschuldungsfinanziertes, auf ewiges Zinseszins-Wachstum angewiesenes Schneeballsystems aufgebaut, so dass die Frage nicht lauten kann, ob diese mit dem US-Dollar als Weltreservewährung auf Scheingeld aufgebaute Scheinwelt zusammenbrechen wird, sondern nur noch wann.

Wie Europa oder Japan sind auch die USA direkt unterwegs auf dem Weg ins finanzielle Armageddon. Allein im ersten Halbjahr 2012 häufte das Land mit 556 Milliarden Dollar so viel an neuen Staatsschulden an, wie es die 17 Euro-Mitglieder 2011 nicht einmal gemeinsam schafften. Mit 5,08 Billionen Dollar an neuen Schulden seit 2008 sind die USA nun die unangefochtene Nummer eins im Schulden-Olymp! Angesichts der mittlerweile auf gigantische 15,86 Billionen Dollar angestiegenen offiziellen Staatsverschuldung, die noch um die rund 200 Billionen Dollar (Schätzung des Congressional Budget Office) an nicht ausfinanzierten Zahlungsversprechen des Staates „ergänzt“ werden (!), einer sich noch immer auf 11,44 Billionen Dollar summierenden Konsumentenverschuldung, einer darin enthaltenen Rekordverschuldung der US-Studenten (904 Milliarden Dollar) und einer seit Jahren erodierenden Produktionsbasis gründet sich das derzeitige „Vertrauen“ in den Dollar fast nur noch auf die aktuelle Schwäche des Euros.

Vertrauen erodiert

Wie sich Anleger vor Inflation schützen
Aktien gelten als gute Wahl in Zeiten höherer Inflation. Das gilt zumindest für ein Szenario mit Inflationsraten um fünf Prozent. Bei noch höherer Inflation leiden die Unternehmen stark unter dem Preisverfall, den sie auch nicht mehr an ihre Kunden weitergeben können. Die Folge: Gewinne sinken und mit ihnen die Aktienkurse. In einer Phase der Deflation profitieren Gesellschaften mit geringer Verschuldung und einem hohen Anteil an kurzlaufenden Krediten. Beispiele sind Nestlé, Roche oder McDonalds. Bei Inflation zählt das Gegenteil, hohe und langfristige Schulden sind dann von Vorteil. Unter Telekom-, Finanz- und Immobilienwerten sowie in den Branchen Technologie und Gesundheit finden sich eine Vielzahl von Vertretern. Die Schulden schrumpfen dann sozusagen automatisch, das Unternehmen profitiert. Eine hohe Dividendenrendite, ein solides und planbares Geschäft mit einem verlässlichen Management stehen ebenfalls an erster Stelle.
Gold Egal ob Inflation oder Deflation - in Krisenzeiten erfährt das Edelmetall hohe Nachfrage. Der Grund: Weil Anleger bei Inflation einen Wertverfall von Papiergeld befürchten, flüchten sie in die krisenresistente Hartwährung. Gold kann nicht beliebig vermehrt und damit sein Wert gesenkt werden. Das ist der Unterschied zu Papierwährungen und darauf basierenden Zahlungsversprechen, wie beispielsweise Anleihen. Auch in einem deflationären Umfeld dürfte Gold seine Kaufkraft zumindest erhalten. Mit einer Vervierfachung des Preises war Gold in der vergangenen Dekade eine der besten Anlagealternativen. Auf Euro-Basis erreicht der Preis nahezu täglich ein neues Rekordhoch. Optimisten rechnen auch in den kommenden Jahren mit Steigerungen. Sie verweisen auf einen unzweifelhaften Status als "sicherer Hafen" Aus Marktsicht wird die Hausse getrieben durch ein stagnierendes bis sinkendes Angebot bei wachsender Nachfrage. Ein entscheidender Punkt ist hier der Wechsel der Notenbanken von der Verkäufer- auf die Käuferseite. Vor allem die zunehmenden Käufe von Investoren treiben die Nachfrage. Wer Münzen oder Barren kauft, zahlt allerdings immer einen Aufschlag. Je kleiner die Münze, desto höher ist das Aufgeld. Hinzu kommen Kosten für die Lagerung.
Immobilien Sollte es tatsächlich zu einem Preisverfall des Euros kommen, dann sind Immobilien – ob zum Eigennutz oder vermietet – stets ein Thema. Zumal die Zinsen für die langfristige Finanzierung nahe einem Allzeittief liegen. Und die Sicherheit einer eigenen Immobilie lässt gerade in solchen Phasen diejenigen gelassen in die Zukunft blicken, die in einer solchen wohnen. Auch für Anleger erscheinen die Zeiten nach einer langen Durststrecke wieder besser. Die Immobilieninvestitionen steigen spürbar an. Der Immobiliensektor wird damit seinem Ruf gerecht, wie üblich, zeitverzögert im Vergleich zu anderen Sektoren vom Aufschwung zu profitieren. Hintergrund ist auch, dass die Kreditvergabe der Banken für solche Projekte mittlerweile wieder gut funktioniert. Auch der Rückgang der Mieten ist inzwischen weitgehend gestoppt. Allerdings sollten Anleger nicht blindlings in eine Immobilie investieren, nur weil sie Angst vor Inflation haben. Eine Immobilien in schlechter Lage oder miesen Zustand ist zu keiner Zeit eine geeignete Anlage. Schwierig stellt sich die Situation dar, wenn es zu einer Deflation kommt. Der Immobilienbesitzer ist dann hochverschuldet, um ihn herum herrscht jedoch nur wenig Wachstum. Das lässt die Preise für Häuser, Büros und Gewerbeimmobilien sinken. Das tut doppelt weh, weil die einmal abgeschlossenen Kredite weiter bedient werden müssen.
Staatsanleihen Papiere mit längeren Laufzeiten sind in einer Inflation nicht die richtige Wahl. Denn wenn das allgemeine Zinsniveau steigt, fahren Anleger, die Langläufer im Depot haben, meist hohe Kursverluste bei ihren Bonds ein. Kurzläufer sind die bessere Entscheidung, weil der Anleger sein Geld schneller wieder neu anlegen kann. Eine Alternative sind in solchen Phasen sogenannte inflationsgesicherte Anleihen mit variablem Zins, die sogar der Bund seit dem Jahr 2006 wieder anbietet. Sie lohnen sich allerdings nur dann, wenn es tatsächlich zu einer höheren Inflation kommt als allgemein erwartet wird. Inflationsindexierte Anleihen - in der Fachsprache auch kurz Linker genannt - bieten niedrigere Zinsscheine als herkömmliche Bonds. Dafür werden die Zinskupons und Rückzahlungsbeträge regelmäßig an die Inflationsrate angepasst. Mit den Anti-Inflationsbonds sichern sich Anleger somit eine reale Rendite. Weil diese speziellen Anleihen aber so gefragt sind, sind die realen Renditen äußerst niedrig. Anleger sollten mit dem Kauf von Staatsanleihen generell abwarten. Wenn sich zum Beispiel abzeichnet, dass die Notenbanken die Leitzinsen erhöhen, werden die Renditen von Staatsanleihen - egal ob inflationsindexiert oder nicht - anziehen, gleichzeitig sinken die Kurse. Anleger, die mit Blick auf die Rückzahlung ihres Kapitals kein Risiko eingehen wollen, setzen auf deutsche Bundesanleihen. Der Haken: Die Renditen sind wegen des Runs auf die Papiere nochmals kräftig abgesackt und in allen Laufzeiten so niedrig wie nie. Wenn die Kurse der Bundesanleihen wieder fallen und ihre Renditen steigen, müssen Anleger die Kursverluste im Zweifelsfall bis zur Fälligkeit der Papiere aussitzen.
Unternehmensanleihen Unternehmensanleihen sind schwer in Mode. Das Problem: Anleger, die sie jetzt noch kaufen, verdienen wenig. Die Kurse sind stark gestiegen, weil Anleger nach Alternativen zu Staatsanleihen suchen. Allerdings sind die Renditen der Firmenbonds nicht so stark gefallen wie die von Bundesanleihen. Viele Experten raten daher zu Firmenbonds, vor allem Papiere von Unternehmen mit solider Gewinnentwicklung und geringer Verschuldung.
Zertifikate Inflationszertifikate wurden vor einigen Jahren offensiv angeboten. Damals lag die Inflationsrate in Deutschland kurzzeitig über drei Prozent. Oft wurden diese Papiere mit Konstruktionen wie der zweifachen Inflationsrate als Verzinsung angeboten. Kam es wie zuletzt dann nur zu einer geringen Inflation, war die Rendite mager. Bei einer Deflation würde sie ganz ausfallen. Im Moment ist es still geworden um diese Papiere. Gemeinsam ist den meisten Papieren, dass sie für die erste Zinsausschüttung einen Fixkupon garantieren, der oberhalb des aktuellen Zinsniveaus liegt. Je nach Zertifikat und Inflationsentwicklung lassen sich mit den Papieren Jahresrenditen erzielen, die nicht nur die Inflation ausgleichen, sondern die Chance auf nennenswerte Überrenditen bieten. Als Basiswert dient bei einigen Zertifikaten der Verbraucherpreisindex HVPI für Deutschland, bei anderen der Index HICP ex Tobacco. Es gibt allerdings auch Zertifikate mit dem Euribor als Basiswert. Der vom europäischen Statistikamt Eurostat berechnete HICP ex Tobacco (also ohne Tabakprodukte) misst den Preisanstieg für einen definierten Waren- und Dienstleistungskorb in der Euro-Zone. Vorteil von Zertifikaten mit diesem Index gegenüber Zertifikaten mit dem Verbraucherpreisindex für Deutschland als Basiswert: Der deutsche Index lag in der Vergangenheit stets unterhalb der durchschnittlichen europäischen Preissteigerungsrate. Entsprechend geringer ist die Ausschüttungserwartung für die betreffenden Zertifikate. Das Risiko: Bleibt der Preisanstieg in der Euro-Zone in den kommenden fünf Jahren moderat, bieten die Papiere gegenüber klassischen Anleihen keine Vorteile. Im Gegenteil: Die hohen Vertriebsaufschläge von bis zu zwei Prozent fressen von vornherein einen Großteil der meist nur für das erste Jahr versprochenen Mindestverzinsung auf. Für kurz- bis mittelfristig orientierte Investoren sind Inflationszertifikate deshalb nicht geeignet.
Tagesgeld Wer sein Geld auf dem Tagesgeldkonto parkt, muss sich bescheiden. Angesichts geringer Leitzinsen sind auch die Zinsen für Tagesgeld im Keller. Den meisten Anlegern, die Kapital dort für eine Weile unterbringen, dürfte es allerdings auch vor allem darum gehen, das Geld sicher - also ohne Kursschwankungen - anzulegen. Zu einer sicheren Anlage gehört aber auch ein vertrauenswürdiger Anbieter mit ausreichendem Einlagenschutz. Spitzenangebote gibt es oft nur mit Beschränkungen, beispielsweise nur für Neukunden oder einen begrenzten Zeiträumen. Im Falle einer schnelleren Geldentwertung dürften die Zinsen zwar steigen; aber wohl nicht so schnell, wie das Geld an Wert verliert. Bei hoher Inflation ist das Tagesgeldkonto also keine gute Wahl.

Wie stark das Vertrauen in den Dollar bereits erodiert, zeigt der Trend hin zu bilateralen Handels- und Währungsabkommen wie denen zwischen Japan, China, Brasilien und Russland. Dadurch, dass diese Staaten (und vielleicht auch bald noch ein paar mehr) ihre Transaktionen untereinander künftig ohne Ben Bernankes Notenpressen-Massenprodukt abwickeln, deutet sich eine Abkehr von dem seit 1945 etablierten US-zentrischen Finanzsystem an, was die USA letztlich vor kaum lösbare Probleme stellen dürfte. Ähnlich wie im Juni 1989, als sich nahezu niemand den unmittelbar bevorstehenden Fall der Berliner Mauer vorstellen konnte, hält heute, trotz unübersehbarer Fiat-money-Geldsystem-Probleme, ebenfalls nahezu niemand eine Renaissance (gold-)gedeckter Währungen für vorstellbar. Was aber liegt für Länder wie China, die Öl-Länder oder auch die anderen rohstoffexportierenden Staaten eigentlich näher, als sich die Idee vom „guten Geld“ relativ rasch zu Eigen zu machen, wollen sie nicht wie im jetzigen US-Tributsystem ihre wertvollen Güter dauerhaft gegen offensichtlich wertlose Dollar-Buchungseinträge verschenken? 

In Arbeit
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Überzogene Erwartungen an die Konjunktur

Ich erwarte, dass sich das konjunkturelle Umfeld in den nächsten Monaten weiter deutlich eintrüben wird, nicht zuletzt auch deshalb, weil der ewige Hoffnungsträger China mit signifikanten Wachstumseinbußen zu kämpfen hat und in den USA tatsächlich eine Reduzierung der Rekord­Stimuli („financial cliff“) aus Zeiten der Bush-Regierung bevorstehen könnte. Ungeachtet aller anderen realen Probleme wie Rekordarbeitslosigkeit oder Staatsschuldenkrise gehen die Investoren an den Aktienmärkten hingegen unverändert davon aus, dass die auf historischen Rekordmargen beruhenden Gewinne auch in der Zukunft gar noch zu steigern wären beziehungsweise die Liquiditätsargumente der Notenbanken – „quantitative easing“, „Operation Twist“ oder LTRO – ewig wirken können. Wenn diese überzogenen Erwartungen jedoch an der Realität scheitern sollten, ist das Korrekturpotenzial der Aktienmärkte sicher nicht auf nur temporär einstellige prozentuale Verluste beschränkt. 

Noch immer keine Goldblase

Trotz der seit gut zwölf Jahren im Trend steigenden Edelmetallpreise sind Gold und Silber angesichts des vorgezeichneten Wegs der unbegrenzten Staatsschulden-Monetarisierung noch immer weit von einer Blasenbildung entfernt. Allein der Blick auf die seit 2007 auf rund 14,3 Billionen Euro verdreifachten Notenbank-Bilanzen genügt, um hieraus unabhängig von der Schulden- und Bankenkrise noch reichlich Potenzial für steigende Notierungen zu erkennen. Für die vor uns liegende zweite Jahreshälfte erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Gold- und Silberpreisnotierungen, so dass sich auch für die von uns favorisierten Edelmetallminenaktien entsprechende Kursfantasien ergeben.

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