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Exklusives Ranking Gold im Sparplan kaufen: Das sind die besten Anbieter

Gold: Sicherer Hafen und Währung der letzten Instanz. Die WiWo kürt die besten Gold-Sparpläne. Quelle: imago images

Die Inflation treibt den Goldpreis. Anleger, die regelmäßig via Sparplan in das gelbe Edelmetall investieren, wird das freuen. Auch langfristig kann sich ihre Rendite sehen lassen. Die besten Gold-Sparpläne im Vergleich.

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Gold ist derzeit gefragt. Kein Wunder, gilt es doch nicht nur als Krisenwährung sondern wird ihm doch auch ein gewisser Inflationsschutz nachgesagt. Und die Teuerungsraten sind aktuell so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Jüngst haben die USA mit einer Verbraucher-Preisinflation von 6,2 Prozent schockiert. Aber auch in Deutschland und Europa steigt die Inflationsrate. Die Folge: Erstmals seit Juni kletterte der Goldpreis zeitweise über die Marke von 1860 Dollar je Feinunze; in Euro erzielte er sogar ein 15-Monats-Hoch. Zwar fiel der Goldpreis in den vergangenen Tagen aufgrund steigender Renditen bei US-Staatsanleihen und einem steigenden Dollar – beides ist schlecht für den Goldpreis –, aber langfristig behält Gold aufgrund von Konjunktur- und Inflationsrisiken seine Funktion als Wertaufbewahrungsmittel und Versicherung gegen Börsencrashs.

Aus diesem Grund sind neben Einmalanlagen in Münzen, Barren oder etwa Xetra-Gold auch Sparpläne auf das gelbe Edelmetall gefragt. „Die Nachfrage nach Sparplänen steigt seit Jahren beständig an“, sagt Rolf Jerke von Gran Valora. Das beobachtet auch Ronny Wagner, Geschäftsführer von Noble Metal Factory. Goldkäufer seien risikoaverse Menschen und auf Vermögenssicherung bedacht. „Diese Menschen kaufen Gold, weil sie sich Sorgen über die Zukunft machen und dem Finanzsystem ein gesundes Misstrauen entgegenbringen – Stichwort Inflation“, sagt Wagner. „Sie möchten ihr Vermögen gegen Finanz- und Wirtschaftskrisen und sogenannte ‚Schwarze Schwäne‘ absichern.“ Gold sei die ultimative Versicherung gegen diese Ereignisse. Es habe sich über Jahrtausende als sicherer Hafen und Währung der letzten Instanz bewährt.

Jerke sieht noch andere Gründe: Auch die aktuelle Zinssituation veranlasst Sparer zur Suche nach Alternativen. Hinzu kommt fehlendes Vertrauen in die Zukunft des Euros und aufgrund der Befürchtung einer Blasenbildung an den Aktienmärkten würden Fondssparpläne umgeschichtet.

Dass der Goldpreis mehr oder weniger stark schwankt, ist bei einem Sparplan kein Nachteil, im Gegenteil: Anleger, die langfristig jeden Monat den gleichen Betrag in Gold investieren, kaufen unter dem Strich zum Durchschnittspreis, Kenner sprechen vom Cost-Average-Effekt. Es besteht somit nicht das Risiko, dass ausgerechnet im Preishoch viel Geld in Gold investiert wird, der Preis danach kräftig abstürzt und es dann viele Jahre dauert, bis das Goldinvestment wieder im Plus liegt. Schon eine alte Börsenweisheit besagt, dass nicht der Preis beim Kauf über den Erfolg einer Geldanlage entscheidet, sondern der Verkaufspreis. Sparplan-Investoren müssen sich daher erst beim Verkauf um ein vorteilhaftes Timing bemühen und bis dahin auch nicht ständig den Goldpreis im Blick behalten.

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    Die FMH Finanzberatung hat exklusiv für die WirtschaftsWoche die besten Gold-Sparpläne gekürt. Fünf Anbieter wurden mit der Note „Sehr gut“ ausgezeichnet. Drei bekamen ein „Gut“. Insgesamt wurden 13 Anbieter analysiert. Am besten schnitt Ophirum ab. Gespart werden kann schon ab einem Euro, die Kosten für die Lagerung liegen bei 0,5 Prozent oder mindestens 15,60 Euro. Ein Aufschlag zum Kauf- oder Verkaufspreis fällt nicht an. Auf Platz zwei und drei folgt Noble Metal Factory mit dem Lagergold und dem Goldaufbauplan. Die Mindestsparrate beträgt 50 Euro. Die Kosten liegen bei 0,3 beziehungsweise 0,48 Prozent. Beim Lagergold fällt bei Kauf und Verkauf ein Aufschlag von jeweils einem Prozent an. Beim Gold-Aufbauplan sind es lediglich beim Kauf drei Prozent. Auf den Plätzen vier und fünf folgen DADAT Bank und Gran Valora.



    Obwohl die Mindestsparrate mit 25 Euro bei Gran Valora recht niedrig angesetzt ist, liegt die durchschnittliche Sparrate derzeit bei etwas über 150 Euro. „Allerdings ist die Quote der Sparverträge, die ausschließlich in Gold investieren äußerst gering“, sagt Jerke. „In der Regel wird der Sparbetrag auf circa fünf verschiedene Rohstoffe verteilt.“ Die Kosten für die Lagerung betragen 0,8 Prozent. Bei Noble Metal Factory liegt die durchschnittliche Sparrate bei 125 Euro und damit etwas niedriger. Die meistgekauften Produkte sind die ausgezeichneten „Lagergold“ (100 Gramm Barren) und „Goldaufbauplan“ (Unzenbarren).

    Die Rendite kann sich übrigens durchaus sehen lassen. Wagner hat nachgerechnet und kommt zu folgendem Ergebnis: Ein Sparplan in Lagergold – Rendite pro Jahr nach Kosten, also Spread und Lagerkosten – brachte auf Sicht von drei Jahren 6,82 Prozent. Lief der Sparplan zehn Jahre lang, waren es 4,89 Prozent pro Jahr. Der Golfaufbauplan erzielte binnen 36 Monaten eine Rendite von 3,86 Prozent pro Jahr, auf Sicht von zehn Jahren waren es aber 4,03 Prozent. „Die Zahlen zeigen, dass es kurzfristig sicherlich relevant ist, welche Stückelung man beim Einkauf wählt“, sagt der Geschäftsführer von Noble Metal Factory. „Langfristig ist es unerheblich.“

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    Er weist darauf hin, dass die erzielten Renditen steuerfrei sind. „Meiner Meinung nach sollten Anleger bei einer Investition in Gold nicht in Monaten oder Jahren denken, sondern eher in Jahrzehnten“, ergänzt er. Wer den Sparplan 20 Jahre lang laufen ließ, strich durchschnittlich 7,52 Prozent pro Jahr bei Lagergold und 7,13 Prozent beim Goldaufbauplan ein.

    Mehr zum Thema: Adrian Ash, Research-Chef von BullionVault, der weltgrößten Onlineplattform für den Handel mit Gold, Silber und Platin, über den Einfluss steigender Inflation auf den Goldpreis: „Aus Inflationsangst ist Inflationsrealität geworden“

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