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Falschgeld Mehr falsche 20-Euro-Scheine im Umlauf

Das Vertrauen der Deutschen in ihre Zehn-, 20- oder 50-Euro-Scheine ist ungebrochen. Vor allem Einkäufe beim Bäcker, an der Tankstelle oder im Supermarkt zahlen Deutschlands Verbraucher noch immer in bar. Doch Vorsicht, vor allem 20-Euro-Scheine werden häufig gefälscht. Davor warnt das Bundeskriminalamt.

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Bargeld Quelle: Sebastian_Wolf
Goldbarren und -münzenDas Edelmetall ist die Notfallreserve außerhalb des Finanzsystems schlechthin. Wer mit dem Schlimmsten rechnet, hofft, dass er kleinere Goldmünzen gegen Lebensmittel oder Medikamente tauschen kann, wenn Banken ihn nicht mehr mit Bargeld versorgen. Verwahren Anleger ihr Gold allerdings im Bankschließfach, kann es nach einer Bankpleite dauern, bis sie Zugriff bekommen. In Krisenzeiten fällt der Goldpreis mitunter. Großanleger wie Hedgefonds müssen ihren Goldbestand verkaufen, um flüchtende Anleger auszuzahlen. Da in Panikphasen andere Anlagen wie Aktien oder Anleihen stark an Wert verlieren oder illiquide werden, ist Gold dann eine der wenigen Anlagen, die sie noch zu Geld machen können. Quelle: dpa
Spareinlagen: Sparkassen/VolksbankenIhren Kunden versprechen Sparkassen, Landesbanken sowie Genossenschaftsbanken, dass sie Pleiten der zu ihrer jeweiligen Gruppe gehörenden Institute im Vorfeld verhindern. Meist geschieht das über Fusionen von schwachen mit stärkeren Mitgliedern. Kommt es zu keiner Pleite, muss auch kein Geld gerettet werden. Dadurch sollen auch Zertifikate und Anleihen vor einem Totalverlust sicher sein. Das ist ein Unterschied zu anderen Einlagensicherungssystemen. Die Solidarität funktionierte bislang, könnte aber bei der Schieflage großer Institute überstrapaziert werden. Quelle: dpa
Fresenius Quelle: Pressebild
Deutsche Börse Quelle: dapd
Investmentfonds Quelle: Wolfgang - S - Fotolia
Sparschwein Quelle: Edel Rodriguez

Das bedruckte Papier ist nach wie vor ein großer Renner und das trotz der Bemühungen von Kreditkartenfirmen und Banken, die sich Bemühen die kleinen viereckigen Chipkarten populärer zu machen. Täuschend ähnlich sehen die echten und gefälschten Geldscheine auf den ersten Blick aus. An verschiedenen Merkmalen kann erkannt werden, ob es sich tatsächlich um eine Fälschung handelt. Denn bei der Überprüfung der Sicherheitsmerkmale zeigt sich zwar, dass die Fälscher sich auf eine Nachahmung konzentrieren, aber häufig nicht alle Merkmal berücksichtigen.

Mit diesen Tipps erkennen sie die gefälschten Scheine.

Fälschungen

Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes macht deutlich, dass alle bislang aufgetretenen Fälschungen auch als solche erkannt werden konnten. Wer befürchtet, falsche Geldscheine im Portmonee zu haben, sollte möglichst viele Sicherheitsmerkmale überprüfen. Bargeld sei ein "zutiefst emotionales Produkt“, sagte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Privatbankenverbandes BdB in einem Interview im Oktober.

118 Euro Bargeld haben die Deutschen im Schnitt im Portemonnaie. Beträge zwischen 20 und 50 Euro werden fast ausschließlich bar beglichen. Dabei werden derzeit vor allem 20-Euro-Scheine gefälscht. Insgesamt bleibt die Zahl der falschen Banknoten aber überschaubar. 19.000 falsche Euro-Banknoten hat die Bundesbank in den ersten sechs Monaten 2012 im Zahlungsverkehr registriert. Damit ist diese Zahl gegenüber dem zweiten Halbjahr 2011 um fünf Prozent gesunken. Pro Jahr entfallen fünf "Blüten" auf 10.000 Einwohner. Der durch Falschnoten verursachte Schaden liegt bei rund 1,1 Millionen Euro.

Ungefähr zwei Drittel der in Deutschland registrierten Euro-Fälschungen im Jahr 2011 entfielen zu etwa gleichen Teilen auf die 20-Euro und die 50-Euro-Banknoten. Im Jahr 2010 war die 50-Euro-Banknote die am häufigsten sichergestellte Fälschung. Qualitativ hochwertige Fälschungen stammten überwiegend aus Süd- und Osteuropa mit Schwerpunkt Italien. Ein ähnliches Bild zeigt auch die Statistik der Beschuldigten, die überwiegend aus Italien, Deutschland und der Türkei kommen. 1.408 Menschen konnten im Zusammenhang mit Falschgelddelikten ermittelt werden, wie es in einer Mitteilung des Bundeskriminalamtes heißt.

Mit rund acht Prozent liegt Deutschland im europäischen Vergleich an vierter Stelle des "Blüten"-Aufkommens. Allerdings sinkt auch in den EU-Mitgliedstaaten die Anzahl des Falschgeldes. Die Europäische Zentralbank registrierte 667.417 falsche Euro-Banknoten mit einer Gesamtsumme von rund 40 Millionen Euro.

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