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Familienplanung Ein Kind kostet 126.000 Euro

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Der größte Batzen kommt zum Schluss

Das Beispiel PEKiP zeigt, dass den individuellen Ausgaben - wie in anderen Lebensbereichen auch - nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Gleichzeitig bietet sich gerade in den ersten Jahren des Kindes Einsparpotenzial. Beispielsweise für den, der sich nicht scheut, statt mit dem neuesten Kinderwagenmodell auch ein gebrauchtes Exemplar durch die Straßen zu schieben.

Während ein Wagen der gerade in Großstädten gerne genommenen Marke bugaboo in der Andy-Warhol-Edition mit 1099 Euro schon fast so viel kostet wie ein Gebrauchtwagen, sind auch gut erhaltene gebrauchte bugaboo-Versionen für weniger als die Hälfte zu haben. Wer auf Marken-Wagen verzichtet, kommt sowieso wie immer günstiger davon.

Wer hofft, dass das Kind später zum Akademiker wird, sollte das Gesparte lieber nutzen, um für die Ausbildung des Kindes vorzusorgen. Laut Deutschem Studentenwerk gaben Studenten, die nicht bei den Eltern wohnten, im Sommersemester 2012 durchschnittlich rund 794 Euro im Monat an Lebenshaltungskosten aus. Selbst wenn Eltern davon nur einen Teil finanzieren, müssen sie allein für ein Bachelorstudium mit Ausgaben von rund 23.000 Euro rechnen. Kommt noch ein Master oben drauf, fallen schnell weitere 15.000 Euro oder mehr an. Zur Erinnerung: diese Kosten waren in den Zahlen vom Statistischen Bundesamt nicht enthalten.

Experten wie Honorarberaterin Stefanie Kühn aus Grafing bei München raten dazu, einfache, aber auch langfristig angelegte Sparprodukte zu wählen und dort schon ab dem Kleinkindalter regelmäßig kleine Beträge einzuzahlen. "Für Eltern, die das Risiko tragen können, wäre ein Fondssparplan das Produkt der Wahl", sagt Kühn. Denn über längere Zeiträume von rund 15 Jahren seien die Renditen am Aktienmarkt stets positiv gewesen.

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Durch das regelmäßige Sparen kommt auf die Dauer eine große Summe zusammen. Die ist nicht nur sinnvoll für ein mögliches Studium des Kindes, sondern beispielsweise auch, wenn der Nachwuchs in der Schulzeit zum Schüleraustausch für ein Jahr ins Ausland möchte.

Zwar ist es gut, sich bei der Babyplanung auch Gedanken über die Kosten zu machen. Die wenigsten Eltern werden allerdings eine derart detaillierte Liste aufstellen und das ist auch gut so. Schließlich sollte es bei der Entscheidung für oder gegen ein Kind nicht nur um die finanziellen Argumente gehen. Außerdem gibt es das wichtigste fürs Kind glücklicherweise ganz umsonst und (hoffentlich) unbegrenzt: die Liebe seiner Eltern.

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