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Finanzminister Aso Miese Englischkenntnisse schützten Japan vor der Krise

Mit einer skurrilen Aussage hat Japans Finanzminister Taro Aso begründet, warum sein Land bei der Finanzkrise so gut davongekommen ist: Schuld seien ganz einfach mangelnde Englischkenntnisse.

Japans Finanzminister Taro Aso lacht bei einer Pressekonferenz. Er hat eine skurrile These für das glimpfliche Davonkommen Japans in der Finanzkrise auf Lager. Quelle: REUTERS

In der weltweiten Finanzkrise 2008 kamen Japans Institute erstaunlich gut davon. Der japanische Finanzminister Taro Aso hat nun eine kuriose These dazu aufgestellt: Laut einem Bericht der "Economic Times" sagte Aso auf einem Seminar in Tokio, dass die japanischen Banken von der Krise kaum betroffen sind, liege einfach daran, dass die Manager japanischer Banken kaum Englisch verstünden. Wörtlich sagte Aso: "Es gab da einen Amerikaner, der sagte Japans Banken seien gesund, doch das ist nicht wahr."

Japans Lage

Er erklärt sich das Ganze anders: Weil sie nicht in der Lage gewesen seien, die komplexen Finanzinstrumente zu verstehen, hätten die japanischen Banker schlicht und einfach die Finanzprodukte der amerikanischen Banken, die die Subprime-Krise lostraten, nicht gekauft. So seien sie der Kreditkrise, die viele Bilanzen der europäischen Banken bis heute belasten, entronnen.

Aso selbst ist bekannt dafür, dass er gut Englisch spricht - in Japan kommen Ausländer mit Englisch aber nicht gut durch. Das liegt einem Bericht der "F.A.Z." nach vor allem daran, dass in den Schulen zu wenig Wert darauf gelegt wird, die Sprache auch zu sprechen. Stattdessen werde zu viel Grammatik gepaukt.

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Die Bankszene reagierte aus Asos Erklärungsversuch allerdings mit hochgezogenen Augenbrauen. Der Minister ist bekannt dafür, gelegentlich wundersame Äußerungen von sich zu geben. So sagte er etwa im Januar, die ältere Bevölkerung solle "sich beeilen und sterben", anstatt der Regierung durch teure medizinische Versorgung am Lebensende auf der Tasche zu liegen.

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