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Freytags-Frage

Wohin mit dem Gold der Bundesbank?

3391 Tonnen Gold befinden sich im Besitz der Bundesbank. Das weckt Begehrlichkeiten der Politik. Doch Vorsicht: Die Goldvorräte aufzulösen, darf keine Option sein.

Ist es sinnvoll, die erheblichen Goldreserven der Bundesbank nach Deutschland zu holen? Quelle: dpa

Die Bundesbank weist erhebliche Goldreserven aus, die immer mal wieder zum Gegenstand von Begehrlichkeiten seitens der Finanzpolitiker werden. Wer erinnert sich nicht an die "Operation Goldfinger" des ehemaligen Finanzministers Waigel, der die Bundesbank zwingen wollte, ihre Goldvorräte zu Marktpreisen zu bewerten und den so entstandenen Buchgewinn an das Finanzministerium zu überweisen?

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Obwohl im Moment keine unmittelbare Gefahr für die 3391 Tonnen Gold der Bundesbank von Seiten der Politik zu drohen scheint, ist die Diskussion ums Gold wieder aufgeflammt. Anlass war der aus der Politik geäußerte Zweifel hinsichtlich der Sicherheit der Goldreserven im Ausland und der daraufhin von der Bundesbank gefasste Plan, einen Teil der Goldvorräte, die nicht in Frankfurt lagern, nach Deutschland zu holen. Denn nur 31 Prozent der Goldvorräte liegen in Frankfurt, der Rest in Paris, London und New York. Es kann ja wohl kaum die Angst sein, dass das Gold von den Ländern einbehalten wird, die zu diesem Plan führt. Wahrscheinlicher ist es, dass es sich um eine Art Beruhigungspille für die Politik und die Öffentlichkeit handelt.

Die Bundesbank will Gold aus dem Ausland nach Deutschland bringen. Einige Fragen und Antworten

Ist es sinnvoll, die Goldreserven nach Deutschland zu holen? In New York und Paris sind keine Kosten mit der Lagerung verbunden, in London minimale Aufwendungen; dieser Grund entfällt. Angst ist wie gesagt auch kein guter Grund. Schließlich ist es egal, wo das Gold keine Erträge verdient.

Damit wären wir bei der eigentlichen Frage: Warum sollte die Bundesbank überhaupt Gold halten? Was kann man mit Gold verdienen außer einer Buchwertsteigerung, die wertlos ist, solange sie nicht realisiert wird? Machte es nicht mehr Sinn, die Goldvorräte zu verkaufen, wie es Gustav Adolf Horn angeregt hat? Das Geld, so sein Argument könnte in den Zeiten der Krise und der Schuldenbremse erheblich besser ausgegeben werden.

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