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Gbureks Geld-Geklimper

Wie man Anlagerisiken vermeidet

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Auf das Timing kommt es an

Hinter der Risikostreuung steckt indes noch viel mehr. Nehmen wir das Beispiel von der selbst genutzten Immobilie: Für deren Eigentümer bedeutet sie in der Regel ein Klumpenrisiko – es sei denn, der Wert des sonstigen Vermögens ist mindestens ebenso hoch. Oder das Beispiel eines Aktiendepots: Hier geht es um die Streuung von Aktien aus verschiedenen Branchen, Ländern und Währungsräumen, um Dividenden- und/oder Wachstumsaktien, nicht zu vergessen das richtige Timing, dessen Beherrschung ein ganz wesentlicher Faktor zur Begrenzung des Risikos ist.

 Finanzwissen allein reicht nicht

So sieht die Geldanlage der Deutschen aus

 Womit wir beim Know-how in puncto Finanzen wären. Das richtige Timing ist ja nicht allein im Hinblick auf Erfolge mit Aktien wichtig, sondern beispielsweise auch für die Altersvorsorge: Wenn es gilt, das angesparte Vermögen mit zunehmendem Alter in immer ruhigere Bahnen zu lenken, statt mit ihm zu spekulieren. Dann heißt es: Dividenden- statt Wachstumsaktien, Telekom statt Xing, Münchener Rück statt Rocket Internet. Know-how bedeutet mehr als nur Sachwissen, das man sich zwar so früh wie möglich in der Praxis aneignen sollte, das aber nur einen von mehreren wichtigen Teilbeiträgen zur Begrenzung des Anlagerisikos leistet.

Es gibt ja noch andere wichtige Teile, bestehend aus Aktivitäten: Finanzen planen, Steuern minimieren, soviel wie möglich in die Breite und in die Tiefe recherchieren, mit allem rechnen, Gefühle wie Gier und Angst bei der Geldanlage soweit wie möglich ausschalten, gravierende Entscheidungen vor dem Ausführen überschlafen, Prognosen und Tipps anderer bestenfalls als Anregung zu eigenen Gedanken wahrnehmen und private Kredite höchstens zur Finanzierung vermieteter Immobilien aufnehmen.

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Akribie Fondsmanager, Analysten, Professoren und ihre Studenten mit Formeln zur angeblichen Messung der Anlagerisiken jonglieren. Dann ist schnell von Alpha und Beta, von impliziter Volatilität und Asset Allocation, Rating und Sharpe Ratio die Rede. Irgendwo dazwischen schwebt das Risiko als Kennzahl, mit der kein Anleger, auch kein institutioneller, wirklich etwas anfangen kann.

Offenbar leben die Theoretiker gedanklich in einer eigenen Zahlenwelt, die mit der Realität, falls überhaupt, nur am Rande zu tun hat. Für private Anleger Grund genug, sich voll darauf zu konzentrieren, ihr ganz persönliches Risiko zu definieren und das Jonglieren mit Zahlen zur vermeintlichen Berechnung von Risiken anderen zu überlassen.

In Arbeit
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Auf den eingangs erwähnten Finanzwächter und dessen Schutzpatron, den Justizminister, kommt eine nur schwer, wahrscheinlich sogar überhaupt nicht lösbare Aufgabe zu: Er soll einerseits die in den angebotenen komplexen Finanzprodukten lauernden Risiken ermitteln. Doch andererseits muss er beachten, dass der Schutz der Anleger vor Risiken in erster Linie aus ihren individuellen Aktivitäten besteht, für deren Erfolg persönliche Qualitäten ausschlaggebend sind, wie Disziplin bei der Finanzplanung oder Beherrschung von Gefühlen wie Gier und Angst.

Podcast: Money Master

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