WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen
Gbureks Geld-Geklimper

Wirtschaftskrieg - nur keine Panik!

Seite 2/2

Deutsche Aktien abschlagen

Börsen nehmen bekanntlich viel von der kommenden Wirtschaftsentwicklung vorweg. Lassen wir also auch dazu markante Zahlen sprechen; Quelle ist die empfehlenswerte Internetseite wellenreiter-invest.de. Die Angaben basieren auf den jeweiligen Landeswährungen, was die Dramatik verstärkt, für Euro-Anleger jedoch die Bereinigung um Währungsgewinne und -verluste erfordert – falls sie sich überhaupt auf rutschiges exotisches Börsenparkett wagen wollen.

Demzufolge ist die russische Börse, Nr. 46 und damit die letzte unter ebenso vielen Börsen auf dem Wellenreiter-Monitor, im bisherigen Jahresverlauf um 14,1 Prozent abgestürzt, die japanische (Nr. 44) um 6,6 Prozent und die chinesische (Nr. 41, gemessen am Shanghai Composite Index) um 2,9 Prozent. Zur deutschen Börse legt Wellenreiter den um Dividenden bereinigten Kurs-Dax als Maßstab zugrunde, weil erst er einen objektiven Vergleich mit anderen Kursindizes ermöglicht – und siehe da, von deutschen Aktien fällt einiges an Glamour ab, denn sie sind mit minus 2,1 Prozent als Nr. 39 abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze gelandet. Ganz anders amerikanische Aktien, die gemäß S&P 500 (ebenfalls ein Kursindex) mit plus 6,8 Prozent Platz Nr. 21 erreicht haben.

Wie Anleger die Geldanlage Gold beurteilen

Dollar, Gold und Silber – eine gute Mischung

All diese Zahlen sind Indikatoren für die kommende Entwicklung. So viel lässt sich schon heute feststellen: Die US-Konjunktur hat, nicht zuletzt wegen der zusätzlichen Impulse aus dem billigen – wenn auch umstrittenen – Schiefergas, an Fahrt gewonnen. In ihrem Gefolge sind die Kurse amerikanischer Staatsanleihen gestiegen; dadurch haben sie Anleger aus aller Welt angelockt. Dagegen sind die Renditen deutscher Bundesanleihen, nicht zuletzt wegen des schleppenden Konjunkturverlaufs in der Eurozone, auf dem Boden geblieben. Insofern ist der Dollar-Anstieg im Vergleich zum Euro eine nur allzu logische Konsequenz. Und noch eine Beobachtung: Der Goldpreis in Dollar bewegt sich derzeit im Großen und Ganzen zwar nur seitwärts, aber in Euro steigt er peu à peu. Das mag alle deutschen und anderen europäischen Goldanleger zumindest etwas trösten.

Wegen der Ereignisse in der Ukraine mitsamt den – am Ende speziell auch für deutsche Unternehmen - nachteiligen Sanktionen, in Anbetracht des eskalierenden Nahostkriegs und der Umlenkung der Kapitalströme in Richtung USA dürfte der Dollar im Vergleich zum Euro wie auch zu den meisten anderen Währungen profitieren. Das spricht bis auf Weiteres zwar für den Dollar, aber nicht für zehnjährige US-Anleihen, deren Kurse durch einen möglichen weiteren Zinsanstieg ja fallen und damit den Dollar-Gewinn kompensieren würden. Dagegen verspricht Tages- oder Festgeld in Dollar für Euro-Anleger Gewinn.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Die meisten US-Aktien sind bereits zu hoch bewertet und damit für Kurskorrekturen anfällig. Außerdem ist ein Anstieg der Anleiherenditen Gift für die Aktienkurse, dies umso mehr, je stärker die Inflation um sich greift. Der steigende Dollar macht für Euro-Anleger auch Gold und in dessen Gefolge Silber attraktiv, vorausgesetzt, die Dollar-Preise der beiden Edelmetalle stagnieren oder steigen. Die Voraussetzungen dafür werden mit zunehmender Inflation günstiger.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%