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Gbureks Geld-Geklimper

Die Euro-Rettung und die Folgen für Anleger

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Drei Fragen zur Euro-Rettung

Nikolaus von Bomhard, Vorstandsvorsitzender der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft, Quelle: AP

Nikolaus von Bomhard, Chef der Münchener Rück, wurde neulich gefragt, ob der Euro noch zu retten sei. Seine Antwort: „Auf jeden Fall.“ Dann schob er nach: „Der Euro ist in Gefahr, aber er ist zu retten.“ Als er schließlich gefragt wurde, ob sein Haus Szenarien für den Fall berücksichtige, dass die Euro-Rettung nicht gelingt, antwortete er nicht minder konkret: „Natürlich, das müssen wir als vorsichtige Kaufleute.“ Danach fügte er noch einen bemerkenswerten Satz hinzu: „Das Spektrum der Szenarien hat sich erweitert.“
Wenn ein Topmanager wie Jürgen Heraeus behauptet, die Griechen könnten nicht einmal die Steuern ihrer Landsleute eintreiben, wenn ein anderer Topmanager wie Nikolaus von Bomhard in Bezug auf den Euro ein erweitertes Spektrum von Szenarien in Betracht zieht und wenn Politiker wie auch Zentralbanker den Euro offenbar um jeden Preis retten wollen, drängen sich mindestens die drei folgenden Fragen auf: Wenn uns schon das kleine Griechenland so viel Ärger bereitet, was geschieht dann, wenn dieser Ärger auf die anderen Euro-Länder abstrahlt? Kommt es nach dem möglichen Scheitern der Transferunion zu einem Kern-Euro mit viel weniger als 17 Mitgliedern? Welche Szenarien sollten Anleger besonders in Betracht ziehen?

Aktien, Gold und Silber

Die Antwort auf die erste Frage ist: Auch die anderen Euro-Länder wird man irgendwie mit viel Geld zu retten versuchen. Und auf die zweite Frage: Der Kern-Euro mit Deutschland als festem Fundament ist eine ernst zu nehmende Option. Die dritte Frage zielt auf alle Szenarien ab, die sich aus den vielfältigen Rettungsaktionen ergeben. Diese werden ja schon längst unter Begriffen wie EFSF oder ESM heiß diskutiert und münden darin, dass viel zu viel Geld im Umlauf ist, das bis auf Weiteres wenig produktiv angelegt wird. Das alte Lied: Die Banken trauen sich nicht mehr untereinander, also legen sie das Geld bei der EZB an.

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Von den Märkten gibt es indes schon Signale, dass es so nicht mehr lange weiter gehen wird. Zum Beispiel zeigt der unter starken Schwankungen nach oben gehende Trend der Kurse deutscher Aktien, dass sich inzwischen der eine oder andere Aktienfondsmanager aus der Reserve traut. Allerdings wird dieser Mut nicht in jedem Fall belohnt, weil es wegen der Furcht vor einer Rezession immer wieder zu Rückschlägen kommt. Also nichts für schwache Nerven, sondern eher etwas für kurz- bis mittelfristig orientierte Timing-Künstler. Ähnliches gilt für Gold und Silber. Doch während die Aktienkurse steigen, weil Kennzahlen wie das Kurs-Buchwert- oder das Kurs-Gewinn-Verhältnis attraktiv erscheinen, steht bei den Edelmetallen zurzeit im Vordergrund, dass sie wegen der quasi Nullzinspolitik der Zentralbanken – nicht allein der EZB – und der dadurch bedingten negativen Realzinsen wieder favorisiert werden. Fazit hier: nicht nur für Timing-Künstler, sondern auch für sogenannte Normalanleger, weil die quasi Nullzinspolitik bis 2014 anhalten dürfte.

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