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Gbureks Geld-Geklimper

Geld anlegen in der Euro-Länder-Krise

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Entscheidungen hinausgezögert

Dax-Tafel in der Frankfurter Börse Quelle: dpa

In solchen Überlegungen liegt die Antwort auf die Frage, warum der Deutsche Aktienindex Dax, seine Unterindizes, aber auch andere europäische Indizes, ja sogar der Dow Jones in den USA, der Nikkei in Japan und der chinesische Shanghai A Shares-Index nach ihrem heftigen Hin und Her während der vergangenen Monate wieder nach unten tendieren: Die Börsianer nehmen ganz einfach vorweg, dass der Euro-Raum zum Teil auseinanderbrechen könnte, dass die Politiker der Euro-Länder einschließlich der EU-Gremien und der Europäischen Zentralbank Entscheidungen viel zu lange vor sich her schieben und dass eine Weltwirtschaftskrise droht, falls der europäische Virus die amerikanischen und asiatischen Wirtschaftsräume ansteckt. 

Fonds haben schwer enttäuscht 

Die Ansteckungsgefahr ist vor allem deshalb so groß, weil die Länder außerhalb der Euro-Zone in Bezug auf ihre Schuldenquoten viel anfälliger sind. Legt man die von der Bremer Landesbank errechneten Daten zugrunde, dürfte die Neuverschuldung der Euro-Zone 2011 im Durchschnitt 4,3 Prozent des Bruttoninlandsprodukts (BIP) ausmachen, die der USA 9 Prozent, die von Großbritannien 10 Prozent und die von Japan sogar noch mehr, jedoch nicht genau ermittelbar. Beim Gesamtschuldenstand in Prozent des BIP kommt die Euro-Zone auf 85 Prozent, dann folgen Großbritannien mit 90 und die USA mit 100 Prozent, während Japan es auf über 230 Prozent bringt.

Seit erst die Bankenkrise und dann die Euro-Länder-Krise ausgebrochen ist, haben es die Vermögensverwalter und erst recht die Fondsmanager besonders schwer, für ihre Anleger befriedigende Ergebnisse zu erwirtschaften. Das ergibt sich aus dem jetzt vorgelegten Feri Euro Rating, wobei Absolute Return-Fonds, die an keinerlei Index- oder sonstige Vorgaben gebunden sind und deshalb eigentlich besonders gut punkten müssten, schwer enttäuscht haben. Danach erwirtschaftete in den vergangenen drei Jahren nur ein Viertel von ihnen einen realen Kapitalerhalt, und lediglich 14,5 Prozent erfüllten die Anforderungen an Rendite und Risiko.

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