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Gbureks Geld-Geklimper

Anlagestrategie in der Vertrauenskrise

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Negativ- und Positiv-Auslese

Die Börsen schwanken stark, Händler sind nervös Quelle: dapd

Erst die nächste internationale Währungsreform kann daran etwas ändern, dann mithilfe einer neuen Währung. Doch sie wird noch so lange auf sich warten lassen, bis Politiker und Zentralbanker mit ihrem Latein endgültig am Ende sind oder bis ein globaler Crash sie zum Handeln zwingt. Beide Alternativen können sogar zusammentreffen, weitere sind unwahrscheinlich.

Aus all dem folgt für Anleger: Die Unruhe an den Börsen wird bestehen bleiben, sodass eine erfolgreiche Anlagestrategie grundsätzlich erst einmal auf Risikostreuung, Flexibilität und Timing basieren sollte. Das heißt: Verschiedene Anlageklassen wählen, einen Teil des verfügbaren Geldes liquide auf einem Tagesgeldkonto vorhalten und vor jedem Kauf möglichst günstige Einstandspreise bzw. -kurse abwarten. So viel zum Grundsätzlichen.

Was daraus folgt, bedeutet: Finanzplanung unter Beachtung aller Eventualitäten, zeitraubende, aber unbedingt notwendige eigene Recherchen, richtige Entscheidungen, Fehlspekulationen und deren Korrektur inbegriffen. Das beginnt schon bei der Wahl der Anlageklassen. Die Negativauslese dazu könnte aktuell so aussehen: keine langlaufenden Anleihen, keine Derivate, keine Spezialitätenfonds, weder Renditeimmobilien noch Immobilienfonds. Und die Positivauslese: Tagesgeld, später Aktien, breit streuende Aktien- oder Mischfonds mit nachgewiesen überdurchschnittlichen Ergebnissen, Gold, Silber und ein selbst genutztes Haus oder eine selbst genutzte Eigentumswohnung.

Risikostreuung und Timing ergänzen sich

Das richtige Timing ist eine Kunst, die sehr viel Beobachtungsgabe erfordert. Zu ihr gehören für jede Anlageklasse unterschiedliche Regeln, zum Beispiel: bei niedrigem Zinsniveau (wie zurzeit) Tagesgeld gegenüber langlaufenden Anleihen bevorzugen, mit Aktienkäufen möglichst den nächsten Crash abwarten (etwa wenn er es auf die Titelseite der Bild-Zeitung geschafft hat) und die Käufe sowohl über verschiedene Aktien als auch über mehrere Tage oder Wochen verteilen, Gold und Silber in unruhigen Zeiten an den Finanzmärkten (wie seit 2001 und weiterhin) favorisieren und beim selbst genutzten Haus wie bei der Eigentumswohnung auf die Wiederverkäuflichkeit noch mehr achten als auf den Preis.

Zu guter Letzt: Risikostreuung über verschiedene Anlageklassen sollte niemanden davon abhalten, auf ein möglichst gutes Timing zu achten. Denn das eine ist der eher passive Teil einer erfolgreichen Anlagestrategie, das andere der aktive. Beide schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich. Im Übrigen sind jedwede Fonds, von Banken, Sparkassen und Finanzvertrieben gern zur Risikostreuung empfohlen, in der Regel nicht dafür geeignet, weil sie mehrheitlich eine einzige Anlageklasse repräsentieren.

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