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Gbureks Geld-Geklimper

Rezession bringt Anlagechancen

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Vieles spricht für Aktien

Ein Aktienhändler an der Börse in Frankfurt hat den Kopf auf seinen Schreibtisch gelegt Quelle: AP

Die Antwort auf die Frage nach der scheinbaren Ignoranz der Anleger ist recht einfach: Die Anleger erwarten eine Rezession von mehr oder minder starkem Ausmaß (deshalb die Pendelbewegungen der Aktienkurse nach unten), nicht dagegen eine Depression. Damit die von vornherein keine Chance hat, warnen Draghi und Lagarde vor dem Ungemach, das sie mit ihren Worten, aber auch Taten zu verhindern versuchen. Die Folge wird schließlich sein, dass Draghi die Geldschleusen noch weiter öffnet als bisher. Und damit seine wie auch Lagardes Worte nicht verhallen, legt Lorenzo Bini Smaghi, der den EZB-Rat jetzt verlässt, mit der Forderung nach einer noch lockereren Geldpolitik wortreich nach.

Viel spricht für Aktien

Zeiten der Rezession waren immer schon günstig für Aktienkäufe, in Deutschland etwa 1967, 1982, 1996, 2003 und 2009. Auch dieses Mal? Ja, vorausgesetzt, aus der Rezession entwickelt sich keine Depression. Entscheidend wird sein, ob es der EZB bei allem Streit um ihre lockere Geldpolitik gelingt, über die Abwendung der Bankenkrise hinaus so viel Geld zur Verfügung zu stellen, dass es den Aktienmarkt erreicht. Dafür spricht, dass die Kurse der Aktien im Vergleich zu ihren Buchwerten recht niedrig und Anlagealternativen dünn gesät sind. Unter denen werden 2012 gerade noch Gold und Silber positiv hervorragen, vor allem für den Fall, dass es zu steigenden Inflationsraten kommt – umso mehr, je deutlicher sich jetzt auch die Preise der beiden Edelmetalle nach unten auspendeln. Dagegen ist mit Anleihen nicht einmal mehr der sprichwörtliche Blumentopf gewinnen, während vermietete Immobilien (keine selbst genutzten) von höheren Steuern und von allerlei Restriktionen betroffen sein werden.

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Syngenta Quelle: dpa
Petrobas Quelle: Reuters
Newmont Mining Quelle: dapd
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Jaguar Mining Quelle: Reuters
Yamana Gold Quelle: AP
Marathon Oil Quelle: Presse


Das Verhältnis der Aktienkurse zu den Buchwerten wird wahrscheinlich den Ausschlag geben, wenn es um die Frage geht, wann ihr Abwärts- in einen Seitwärts- und anschließend in einen Aufwärtstrend über geht. Mit dieser Frage hat sich der alte US-Multimilliardär Warren Buffett ein halbes Leben lang beschäftigt, und mittlerweile gehen viele von seinen Jüngern auch in Deutschland auf Schnäppchenjagd, um die gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis unterbewerteten Aktien zu kaufen. Wer es ihnen gleich tun will, ohne komplizierte Rechnungen anstellen zu müssen, beobachtet am besten anhand von fünf bis zehn Aktien aus dem Deutschen Aktienindex Dax, welche von ihnen sich prozentual besser und welche schlechter entwickeln als der Dax. Die besseren kommen dann beim nächsten Tiefpunkt der Kurse in die engere Wahl. Das gilt analog für Aktien aus dem MDax, SDax, Dow Jones und anderen Indizes. Übrigens eignen sich neben Gold auch Aktien, günstig gekauft, bestens zur Altersvorsorge.

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