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Gbureks Geld-Geklimper

Anlagestrategie vor der nächsten Finanzkrise

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Welche Anlagestrategie sinnvoll ist

Deutsche Konzerne können Börse
EvonikDer Chemiekonzern Evonik wollte erst im Mai , dann Ende Juni an die Börse gehen. Doch mit dem ersten Milliarden-Börsengang in Deutschland nach der Finanzkrise wird es wohl vorerst nichts. Die Evonik-Eigner, die RAG-Stiftung sowie der britische Finanzinvestor CVC, der über 25 Prozent an dem Essener Unternehmen hält, verschieben den Börsengang zunächst wegen des schwierigen Marktumfelds. Sollte die RAG-Stiftung und CVC insgesamt 30 Prozent der Anteile verkaufen, könnte Evonik leicht fünf Milliarden Euro schwer werden. Damit wäre das Unternehmen ein möglicher Kandidat für den Dax. Das es bei den Essenern schon vor dem Börsengang glänzend läuft, beweist ein Blick auf die Zahlen. Im vergangenen Jahr erzielte Evonik einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro, wovon über eine Milliarde Euro als Gewinn übrig blieb. Damit konnte das Chemieunternehmen seinen Gewinn um 38 Prozent steigern. Quelle: dpa
TalanxDer Versicherer aus Hannover hält das derzeitige Marktumfeld ebenfalls günstig für einen Börsengang. Analysten prognostizieren der Hannover Rück Tochter ein Handelsvolumen von einer Milliarden Euro, sollten sie kommendes Quartal an die Börse gehen. Der drittgrößte deutsche Versicherer plant seine Börsennotierung mittlerweile schon seit einem Jahrzehnt. Dass es den Hannoveranern nun ernst ist, zeigt auch die Weigerung des Vorstandchefs Ulrich Wallin eine Gewinnprognose für 2012 abzugeben. In Börsenprospekten sind solche Prognosen hinderlich, weil Investoren das Unternehmen darauf festnageln könnten. Für das letzte Jahr sind die Zahlen allerdings bekannt. 2011 machte Talanx einen Gewinn von 520 Millionen Euro. Quelle: dpa
Kolbenschmidt Pierburg (KSPG)Das Unternehmen gehört zur Automobilsparte des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall. Der Autozulieferer Kolbenschmidt Pierburg erwägt einen Börsengang bis Juni 2012. Die Unternehmensdaten können sich sehen lassen. Im letzten Jahr lag der Umsatz bei über zwei Milliarden Euro. Sollte der Mutterkonzern Rheinmetall 50 Prozent seiner Anteile verkaufen, könnten die Banken Aktien für rund eine halbe Milliarde Euro verkaufen. Quelle: dpa
SchiesserAufsichtsratchef Volker Grub hatte seine Pläne für einen Börsengang mehrmals verschoben. In der Sommerpause soll es nun so weit sein. Die BHF-Bank und Equinet sollen die Börsennotierung begleiten. Das Traditionsunternehmen, dass für seine Feinrippunterwäsche bekannt ist, war erst im vergangenen Jahr nach zwei Jahren Sanierung aus der Insolvenz gekommen. Mit dem Erlös aus dem Börsengang sollen die Gläubiger ausgezahlt werden. 2010 hat das Unterwäscheunternehmen einen Umsatz von 124,5 Millionen Euro erzielt. 5,1 Millionen Euro blieben als Nettogewinn übrig. Quelle: ap
H.C. StarckBeim Spezialchemiekonzern H.C. Starck ist man sich derweil unsicher geworden, ob ein Börsengang riskiert werden soll. Derzeit prüfen die Finanzinvestoren Advent und Carlyle, die die Börsennotierung von H.C. Starck begleiten sollten, parallel auch wieder einen Verkauf. Um Ostern herum soll die Richtung klar sein. Das Unternehmen, dass sich auf Metall-Pulver, Bauteile und technische Keramik spezialisiert, konnte im letzten Jahr 883 Millionen Euro umsetzen, 28 Prozent mehr als 2010. Quelle: dpa
OsramDie Siemens-Tochter plant seit längerem einen Börsengang. Im Herbst letzten Jahres sollte Osram an der Börse notiert werden, doch damals stellte sich Siemens noch dagegen. Mit der Börsen-Rally seit Jahresanfang haben sich die Börsenpläne aber wieder vertieft. Im Zuge der Neuemission an der Börse strengt der Leuchtmittelhersteller eine Effizienzsteigerung an. Und die sieht vor bis 2014 3000 Stellen zu streichen. Davon sollen allein in Deutschland 1050 Arbeitsplätze wegfallen. Weltweit hat Osram 41.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2011 erreichte der Münchner Konzern einen Umsatz von fünf Milliarden Euro. Quelle: dpa
FlintDer Druckfarbenhersteller Flint ist ein weiterer Börsenkandidat des Finanzinvestors CVC. Mit Flint käme ein etwas kleinerer Titel an die Börse. Das Unternehmen verdiente im vergangenen Jahr operativ (Ebitda) 310 Millionen Euro. Gegründet wurde Flint 1865. Über BASF wurde Flint später an CVC verkauft. Quelle: dpa

In so einer Konstellation sind Anleger zunächst gut beraten, ihr Geld zu streuen, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Also Cash vorhalten sowie in Aktien, in eine selbst genutzte Immobilie, in Gold und Silber investieren oder investiert bleiben. Doch damit nicht genug, entscheidend für den Anlageerfolg ist vor allem die flexible Gewichtung der liquiden Anlagen, folglich das Timing beim Kauf und Verkauf von Aktien und Edelmetallen mittels eines unterschiedlich hohen Cash-Anteils.

Wie die Erfahrung aus dem Jahr 2003 und zuletzt wieder 2008 gezeigt hat, sind die Chancen auf hohe Kursgewinne dann am größten, wenn man das Glück hat, bei tiefen Kursen besonders viel Cash einsetzen zu können. Das würde im Hinblick auf die nächste Finanzkrise bedeuten, erst einmal abzuwarten, weil Aktien und Edelmetalle derzeit ja nicht gerade tief notieren. Dem stehen indes zwei Überlegungen entgegen: Zum einen bieten beide Anlagekategorien auch einen gewissen Krisen- und Inflationsschutz, sodass sie immer Anleger finden werden, die sie deshalb kaufen und dadurch zur Kursstützung beitragen. Zum anderen dürfte eine allgemeine Liquiditätskrise wie im Herbst 2008 wegen der eingangs erwähnten globalen Hyperliquidität ausbleiben, sodass Panikverkäufe wie damals unwahrscheinlich sind.

Geldanlage



Welche Anlagestrategie bietet sich also an? Am besten eine, die den Cash-Einsatz zugunsten von Aktien und Edelmetallen wie folgt aufteilt: Ein Drittel bei kurzfristigen Kursrückschlägen anlegen, mit dem zweiten Drittel auf mögliche Kurseinbrüche aus Anlass der nächsten Krise warten und das letzte Drittel aus grundsätzlichen Überlegungen – wegen der Risikostreuung – auf dem Tagesgeldkonto belassen.

Auf der Suche nach den richtigen Aktien

Zum Schluss eine Anmerkung zu Aktien, die man noch nicht besitzt, aber für Käufe ins Visier nimmt: Das A und O ist, so viele Informationen wie möglich über sie einzuholen. Dazu gehört auf jeden Fall das tägliche Verfolgen ihrer Kurse, etwa auf den Internetseiten von Direktbanken und sonstigen Finanzdienstleistern, wie comdirect.de oder onvista.de, das Klicken auf die Internetseiten der betreffenden Unternehmen, das Lesen von Ad hoc-Mitteilungen, zum Beispiel bei dgap.de, sowie die flankierende Zeitschriften-, Zeitungs- und Internetlektüre, etwa bei wiwo.de und handelsblatt.com. Wie viele Aktien sollen verfolgt werden? Im Fall der Ausrichtung auf deutsche Aktien mindestens 50, international mindestens 100 – zeitraubend und arbeitsintensiv, aber für den Anlageerfolg unabdingbar.

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