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Geldanlage Wie es an den Märkten weitergeht

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Lebensversicherungen

Kunden von Lebensversicherungen sollten ihre monatlichen Raten reduzieren und das Geld breiter streuen. Quelle: dapd

Vorbei ist es mit den herrlichen Renditen. Über viele Jahrzehnte schrieben die Assekuranzen allen Verträgen die gleiche Überschussbeteiligung gut. Heute muss die Branche wegen der niedrigen Zinsen differenzieren. Am besten schneiden Kunden ab, die Verträge zwischen 1994 und 2000 abgeschlossen haben. Sie erhalten weiter den damals versprochenen Garantiezins von vier Prozent. Inzwischen ist die garantierte Rendite auf 2,25 Prozent gesunken, vom 1. Januar an beträgt sie für Neuverträge nur noch 1,75 Prozent. Marktführer Allianz reduziert den Zins für 2012 von 4,1 auf 4,0 Prozent, die R+V von 4,1 auf 3,85 Prozent, Axa und DBK von 4,0 auf 3,8 Prozent, bei Wüstenrot & Württembergische gibt es unverändert nur 3,5 Prozent. Targo, für 2011 mit 4,8 Prozent Spitze, reduziert auf 4,6 und Europa von 4,5 auf 4,35 Prozent, Ergo von 4,0 auf 3,8 Prozent und Victoria von 3,7 auf 3,5 Prozent.

These: Lebensversicherungskunden werden nicht nur 2012, sondern auch in den Jahren danach kleinere Brötchen backen. Die Gutschriften liegen aber weiter deutlich über den am Markt erzielbaren Zinsen.

Strategie: Solange die Lage an den Finanzmärkten prekär und die Euro-Frage nicht gelöst ist, sollten Anleger keine Neuverträge abschließen. Wer seine gesamte Ersparnis monatlich in eine Lebensversicherung steckt, sollte die Rate reduzieren und sein Geld breiter streuen.

Risiko: Das Ende des Euro und Bankpleiten würden das System vor eine Zerreißprobe stellen. Kunden müssten dann erhebliche Abschläge auf ihr angespartes Kapital hinnehmen.

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