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Gold für Anleger Mit Minenaktien die Gewinnchancen verdoppeln

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Guter Zeitpunkt zum Aktienkauf

Untermauert wird diese Einschätzung durch die sogenannte HUI/Gold-Ratio (Siehe Grafik). Diese Kennzahl lässt sich ermitteln, indem der Indexstand des Nyse Arca Gold Bugs (HUI) durch den Goldpreis in Dollar geteilt wird. Tiefe Werte der HUI/Gold-Ratio signalisieren, dass Goldminen relativ preiswert sind im Verhältnis zum Edelmetall selbst – und umgekehrt. Fiel die HUI/Gold-Ratio in den vergangenen Jahren an oder unter die Schwelle von 0,2, stellte sich dies rückwirkend oft als guter Kaufzeitpunkt für Goldminenaktien heraus. Denn anschließend schnitt der HUI nicht nur relativ besser ab als der Goldpreis, sondern stieg auch absolut kräftig an. Aktuell liegt die HUI/Gold-Ratio bei 0,1 und gibt so gesehen das stärkste Kaufsignal für Goldminenaktien seit dem Beginn der Goldhausse zur Jahrtausendwende.

Goldminenaktien

Wegen der katastrophalen Kursentwicklung seit 2011 machen viele Investoren um Goldaktien aber noch einen weiten Bogen. Gerade wegen dieser Skepsis, gepaart mit der tiefen Bewertung, bieten Goldminen derzeit ein interessantes Verhältnis von Chance zu Risiko. So sieht das auch Marc Faber. Der berühmte Investor hält es gar für denkbar, dass sich der Minensektor vom aktuellen Niveau aus rasch verdoppeln kann.

Goldproduzenten investieren wenig in Entdeckung neuer Vorkommen

Geldanlage



Um ihre Kassen zu schonen, haben Goldproduzenten in den vergangenen Jahren allerdings zu wenig in die Entdeckung neuer Vorkommen investiert. Dadurch schrumpfen auf Dauer die Reserven. Das ist grundsätzlich negativ für ein Rohstoffunternehmen. Die Reserven der großen Goldproduzenten („Seniors“) sind seit 2014 um etwa 15 Prozent gesunken. Um diesen Schwund zu stoppen, dürften die „Seniors“ ihre Reserven nun mittels Übernahmen und Fusionen (M&A) wieder auffüllen. Das geht schneller, als in Eigenregie neue Vorkommen erst aufzuspüren und dann zu entwickeln. Zudem könnten Zukäufe aufgrund der tiefen Branchenbewertung derzeit gar billiger sein. Darauf setzt auch Ronald-Peter Stöferle, Fondsmanager bei der Investmentboutique Incrementum in Liechtenstein. Profitieren werden davon vor allem kleinere Produzenten („Juniors“), die rentabel fördern, und solide finanzierte Goldsucher („Explorer“). Wichtig sei auch, dass deren Projekte in stabilen politischen Regionen liegen.

In dem großen Minenfeld aus Produzenten und Explorern finden sich immer Gesellschaften, die Aktionären ansehnlichen Mehrwert bringen. Auf dem Weg nach oben aber lauern besondere Risiken für einen Goldförderer, etwa durch einen Wassereinbruch in einer Mine. Anleger müssen unternehmensspezifische Risiken in ihrem Depot durch den Kauf mehrerer Goldaktien streuen, am einfachsten durch Goldminen-Indexfonds (ETF). Kaufen und Liegenlassen funktioniert bei Goldaktien nicht. Hier müssen hohe Gewinne auch mitgenommen werden. Das lehren die vergangenen Jahre.

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