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Gold-Geschichte Das letzte Geld wenn's brennt

In Währungskrisen behauptete sich Gold stets als ultimatives Zahlungsmittel. Warum Notenbanken auch heute noch Goldreserven halten, obwohl seit 46 Jahren keine Währung mehr an Gold gebunden ist – eine Zeitreise.

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Tresorraum der Deutschen Bundesbank: Hier lagert ein Großteil der deutschen Goldreserven. Quelle: Presse

Gold und Silber sind aus der Geschichte des Geldes nicht wegzudenken. Über viele Jahrhunderte war Silber das gängigste Zahlungsmittel für alltägliche Transaktionen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein galt in vielen Ländern ein reiner Silberstandard oder ein Bimetall-Standard mit Gold und Silber. Beim Silberstandard waren die umlaufenden Banknoten zu 100 Prozent durch Silber gedeckt. Papiergeld konnte jederzeit in einem festen Umtauschverhältnis in Silber getauscht werden. In Ländern mit Bimetall-Standard galt zudem ein festes Tauschverhältnis zwischen Silber und Gold.

Von Mitte des 19. Jahrhunderts an sorgten Goldfunde in Kalifornien und in Australien für eine starke Ausweitung der Goldförderung, der Goldpreis fiel. Wegen der steigenden Goldmengen ersetzten viele Länder von 1870 an den Silber- oder den Bimetall-Standard durch einen reinen Goldstandard. Silber verlor seine Währungsfunktion, seine Wertaufbewahrungsfunktion hat es aber bis heute behalten.

Diese Fehler sollten Anleger beim Goldkauf unbedingt vermeiden
Goldbarren vor einer Tresortür. Quelle: REUTERS
Goldbarren Quelle: REUTERS
Goldbarren und Goldmünzen Quelle: dapd
Kleinere Goldbarren Quelle: dpa
Kleinere Goldbarren Quelle: dpa
Goldbarren Quelle: REUTERS
Goldbarren Quelle: dapd

Hyperinflation und Große Depression

1871 führte das Deutsche Reich den Goldstandard ein mit einer Goldparität von einer Mark zu 0,3591 Gramm Feingold oder 86,58 Mark pro Feinunze (31,1035 Gramm). Die Goldeinlösepflicht endet am 4. August 1914. Die wachsenden Staatsdefizite wurden von nun an über die Notenpresse finanziert. Bis Januar 1920 hatte sich der Wert der Mark gegenüber dem goldgedeckten Dollar (20,67 Dollar pro Feinunze) gezehntelt, was einem Goldpreis von 860 Mark je Feinunze entsprach. Die Endphase dieser Entwicklung war geprägt von galoppierender Inflation. Im November 1923 entspricht eine Feinunze Gold (20,67 Dollar) 86 Billionen Mark, als Zahl ausgeschrieben: 86.000.000.000.000. Die Rentenmark löst die Mark ab im Verhältnis 1 zu 1000.

Als die deutschen Goldreserven wieder reichen, wird am 30. August 1924 die konvertible Reichsmark eingeführt. Sie wird mit der gleichen Parität an Gold gebunden wie die alte Mark. Die neuen Banknoten müssen mindestens zu 40 Prozent in Gold oder Devisen gedeckt sein. Neben Gold konnten auch Dollar und Pfund Sterling als Reserven benutzt werden.

Mit dem New Yorker Börsencrash vom 24. Oktober 1929 (Schwarzer Donnerstag) beginnt die Weltwirtschaftskrise. Deflation, Bankzusammenbrüche und Massenarbeitslosigkeit folgten. Die damals vorgeschriebene Golddeckung des Dollar (20,67 Dollar pro Feinunze) habe die amerikanische Notenbank daran gehindert, mit einer massiven Ausweitung der Geldmenge gegenzusteuern, meinen Kritiker des Goldstandards. Dessen Verfechter wiederum sagen, die vorherige Abkehr vieler Länder vom klassischen Goldstandard hin zu einem Gold-Devisen-Standard habe über eine erweiterte Kreditschöpfungsmöglichkeit die spekulativen Exzesse an den Immobilien- und Aktienmärkten der 1920er-Jahre erst ermöglicht. In Deutschland bricht am 13. Juli 1931 („Schwarzer Freitag“) die Darmstädter und Nationalbank zusammen. Deutschland führt die Devisenbewirtschaftung ein.

In der Großen Depression suspendierten nahezu alle Wirtschaftsnationen den Gold-Devisen-Standard, was einer Währungsabwertung gegenüber Gold gleichkam. Davon profitierte aber nur, wer tatsächlich Gold besaß und es nicht zuvor per Gesetz abgeben musste.

Goldbesitzverbot in den USA

Am 5. April 1933 erließ der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt eine Durchführungsverordnung, die das private Horten von Gold unter Strafe stellte. Ausgenommen waren Goldmünzen und Goldzertifikate, deren Wert pro Person 100 Dollar nicht überstieg sowie Goldmünzen, die einen anerkannten Sonderwert für Sammler seltener und ungewöhnlicher Münzen besaßen. Verstöße konnten mit bis zu 10.000 Dollar Strafe belegt werden oder mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. US-Bürger hatten ihr Gold bis zum 1. Mai 1933 zum Festpreis von 20,67 Dollar pro Unze bei der Notenbank abzugeben, anschließend wurde die Parität auf 35 Dollar pro Unze fixiert. Im Deutschen Reich konnte Gold 1934 gegen einen Festpreis von 147 Reichsmark (4,19 Reichsmark pro Dollar mal 35 Dollar pro Unze) eingelöst werden.

Die Freigrenze von 100 Dollar, was etwa fünf Unzen Feingold entsprach, war ein geschickter Schachzug der US-Regierung, weil dadurch die Mehrheit der Bevölkerung nicht betroffen war vom Goldbesitzverbot. Entsprechend regte sich dort auch kaum Widerstand gegen die Konfiszierung. Wer unter der Freigrenze lag, konnte an der späteren Aufwertung von Gold gar verdienen. Ein probates Mittel, um Enteignungen gesellschaftsfähig zu machen. Das haben Regierungen bis heute nicht verlernt.

Wer befürchtet, dass es irgendwann wieder zu Restriktionen für Goldbesitzer kommen könnte, sollte sein Gold daher physisch besitzen und möglichst dort aufbewahren, wo es am wenigsten wahrscheinlich ist, dass es einem weggenommen wird.

Von Bretton Woods zur Währungsschlange

„Die Disziplin im Finanzsystem ging den Bach runter, seit Richard Nixon 1971 den Gold-Dollar-Standard gebrochen hat“, sagt Christopher Wood, Chefstratege der asiatischen Investmentgruppe CLSA. 27 Jahre zuvor, im Juli 1944, legten mehr als 40 Staaten im US-Luftkurort Bretton Woods die Grundlage für ein neues Weltwährungssystem. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank wurden gegründet. In einem System fester Wechselkurse wurden alle beteiligten Währungen an den Dollar gekoppelt. Der Wert des Dollar wurde in Gold festgelegt (35 Dollar pro Unze). Die USA verpflichteten sich, zu diesem Preis jederzeit Gold zu kaufen und zu verkaufen. Die Einlöseverpflichtung galt nicht gegenüber US-Bürgern. Ihnen wird der Besitz von Barren und Münzen nach wie vor verboten.

Weil der Dollar de facto wie Gold betrachtet wurde, steigt er auf zur wichtigsten internationalen Handels- und Reservewährung.

In Deutschland kommt es am 20. Juni 1948 zur Währungsreform. Auf Reichsmark lautende Bar- und Sparguthaben werden im Verhältnis 100 zu 6,50 Deutsche Mark umgetauscht. Nach ihrem Beitritt zum Bretton-Woods-Abkommen wird die Bundesrepublik am 14. August 1952 Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Der Wechselkurs der Mark wird festgelegt auf 4,20 Mark je Dollar, je Feinunze Gold also 147 Deutsche Mark.

Die Nachfrage nach Dollaranlagen, etwa nach US-Staatsanleihen, hielt das Zinsniveau in den USA tief und erleichterte der US-Regierung die Schuldenaufnahme. So konnte die US-Notenbank die Dollar-Geldmenge über ihren Goldbestand hinaus erhöhen. Neue Ausgaben, etwa für den Krieg im Vietnam, wurden mit immer größeren Mengen an geliehenen Dollar finanziert.

Am 23. August 1968 schaffen die USA die Golddeckung des inneramerikanischen Geldumlaufs ab. Wenige Wochen später, am 17. März, spaltet sich der Goldmarkt in einen offiziellen und einen privaten. Drei Jahre später können die USA ihre Verpflichtung, Dollarreserven gegen Gold einzulösen, nicht mehr erfüllen. Am 15. August 1971 gab der damalige Präsident Richard Nixon das Ende der Einlöseverpflichtung bekannt. Die USA hafteten von nun an nicht mehr für den Dollar im außeramerikanischen Geldumlauf. Gold verlor damit die letzte Bindung an eine Währung. Am 17./18. Dezember des gleichen Jahres wird der Dollar gegenüber Gold offiziell abgewertet auf 38 Dollar pro Feinunze.

Goldpreis übersteigt die 100-Dollar-Marke

Am 24. April 1972 wird die so genannte „Währungsschlange im Tunnel“ geboren. Die Währungen der Europäischen Gemeinschaft (EG) werden gegenüber einem weiterhin fixierten Dollarkurs innerhalb einer engen Schwankungsbreite gehalten. Eine Woche später übersteigt der Goldpreis die Marke von 50 Dollar pro Feinunze. Am 23. Juni 1972 bricht das britische Pfund Sterling aus der „Schlange“ aus und wird freigegeben. Am 2. März 1973 stellt die Deutsche Bundesbank die Stützungskäufe für den Dollar ein und gibt den Wechselkurs der D-Mark frei. Auch die übrigen westlichen Staaten geben den Wechselkurs frei. Am 14. Mai übersteigt der Goldpreis erstmals die 100-Dollar-Marke. Sechs Monate später wird der Goldpreis offiziell freigegeben. Das Goldverbot in den USA wird am 31. Dezember 1974 durch US-Präsident Gerald Ford aufgehoben. Nach über 40 Jahren dürfen US-Bürger wieder Gold besitzen.

Die Goldreserven der G20-Länder

Die 1970er Jahre waren geprägt durch ein geldpolitisches Chaos. Zwei Ölkrisen, steigende Staatsverschuldungen, hohe Inflationsraten, schwache Wirtschaftsentwicklungen in den Industrieländern hatten eine Flucht in Sachwerte ausgelöst. Beim Gold mündete diese Entwicklung in einer Spekulationsblase, die am 21. Januar 1980 bei einem Goldpreis von 850 Dollar pro Unze platzte. Mit massiven Leitzinserhöhungen der US-Notenbank unter ihrem damaligen Vorsitzenden Paul Volcker endete die Phase hoher Inflationsraten. Das Vertrauen der Anleger in die Zentralbanken kehrte zurück. Der Goldpreis schwenkte ein in einen 20-jährigen Abwärtstrend.

Notenbanken verscherbeln Gold

Vor allem europäische Notenbanker sahen immer weniger Bedarf, Goldreserven zu halten. Weil der Goldpreis in den Achtziger- und Neunzigerjahre gefallen war, verkauften sie Gold aus ihren Beständen. Gerechtfertigt wurden die Verkäufe damit, dass das Gold den Notenbanken und damit den Staaten keine laufenden Erträge und keine Wertsteigerung bringe. Am 20. Juli 1999 fällt der Goldpreis im Tief auf 252,80 Dollar. Die Notenbanken Großbritanniens, der Schweiz und der Niederlande gehörten zu den größten Verkäufern. Heute müssen sie sich peinliche Fragen gefallen lassen, warum sie zwischen 1999 und 2004 zusammen 1740 Tonnen zu Tiefstpreisen verscherbelt haben. Die Verkäufe markierten das Ende der Goldbaisse.

Gold aus Sternenstaub und Diamanten aus Seife
Gold gehört zu den begehrtesten, weil edlen und raren Elementen. Die Gründe dafür liegen im Kosmos, denn dort entsteht das Edelmetall. Allerdings nicht wie etwa Kohlenstoff oder Eisen in normalen Sternen durch Kernfusion, sondern nur durch extrem energiereichere Vorgänge, etwa die Kollision zweier Neutronensterne. Quelle: dpa
Bei diesen Fusionen verschmilzt neutronenreiches Material der Auswurfmasse, anschließend zerfallen die daraus hervorgegangenen Elemente wieder zu stabilen Kernen wie eben Gold. Bei einem solchen Ereignis, das Astronomen vor einigen Jahren beobachteten, entstand eine Menge Gold, die schätzungsweise zehnmal der Masse unseres Mondes entspricht. Quelle: dpa
Die Weltproduktion an Diamanten reicht längst nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken: 80 bis 90 Prozent aller Diamanten werden daher mittlerweile künstlich erzeugt. Sie kommen meist in der Industrie zum Einsatz, Schmuck macht den kleinsten Teil aus. Die 20 Tonnen Naturmaterial stammen vor allem aus zwei Quellen: Zum einen aus den klassischen Minen, bei denen sogenannte Kimberlit-Schlote nahezu senkrecht in die Erde ausgebeutet werden – der Stein trägt die begehrten Diamanten. Quelle: dpa
Die andere Quelle sind sogenannte Diamantseifen, die trotz ihres Namens nichts mit waschaktiven Substanzen zu tun haben. Vielmehr handelt es sich hier um eine besondere Form der Mineralanreicherung. Verwittert der Kimberlit, bleiben die Diamanten als extrem robuste Materialien übrig. An einigen Küsten wie in Namibia passiert dies auch in Strandnähe. Wenn ankommende Wellen Material auf den Strand verfrachten, nimmt das zurückströmende Wasser die leichteren Körner wieder mit, während die harten Brocken, eben die Diamanten, im Sand oder Kies zurückbleiben und sich dort zu Diamantseife anreichern. „Seife“ stammt übrigens aus dem geologischen Sprachgebrauch und bezeichnet jede Art sekundärer Mineralanreicherung in Sedimenten. Quelle: Lempertz, Köln
Ein altes Flussbett bei Ratnapura, südöstlich von Sri Lankas Hauptstadt Colombo, ist das Eldorado für Edelsteinsucher. Seit 2000 Jahren schätzen Glückssucher die Region wegen ihrer relativ leicht zugänglichen Vorkommen an Saphiren, Rubinen und Granaten. Ursprünglich stammen sie aus dem angrenzenden Hochland, wo ihr Ausgangsgestein erodiert und von Niederschlägen in die Flussläufe gespült wurde. Dort lagerten sich die edlen Steine ab und wurden von jüngeren Sedimenten überdeckt. (Foto: dpa)
2016 wurde hier einer der bislang größten Saphire der Welt ausgegraben und der Öffentlichkeit vorgestellt: Er wiegt 1404 Karat und ist schätzungsweise 90 Millionen Euro wert. Bei dem hier abgebildeten Stein handelt es sich um ein anderes Exemplar, das bei einer Versteigerung im Jahr 2008 „nur“ knapp drei Millionen Euro erbrachte. (Foto: dpa)
Bislang besteht die wirtschaftliche Bedeutung des bolivianischen Salar de Uyuni in seinem touristischen Wert. Der riesige Salzsee im Altiplano der Anden lockt jedes Jahr zehntausende Touristen an, die die bizarre Salzpfanne bewundern. Doch der Salar besitzt noch einen weiteren Schatz, und der weckt industrielle Begehrlichkeiten: Er umfasst das weltweit vielleicht größte Vorkommen an Lithium – einem Metall, das etwa für Akkumulatoren von Elektroautos oder Smartphones gebraucht wird. Quelle: dpa

Von nun an ging‘s  bergauf.

Der Beginn der aktuellen Goldhausse fiel 2001 zusammen mit aggressiven Leitzinssenkungen der US-Notenbank. Um die US-Wirtschaft nach der geplatzten Dotcom-Blase vor dem Fall in die Rezession zu retten, machte Volckers Amtsnachfolger Alan Greenspan die Geldschleusen weit auf, indem er den US-Leitzins bis Mitte 2003 auf ein Prozent absenkte. Obwohl die US-Wirtschaft längst wieder angesprungen war, belässt Greenspan den Leitzins bis 2004 auf Rezessionsniveau und legt so das Fundament für die größte Kreditblase der modernen Wirtschaftsgeschichte.

Finanzkrise und Milliarden schwere Rettungspakete

Im Sommer 2007 bricht die US-Hypothekenkrise aus. Der seit 2006 amtierende US-Notenbankchef Ben Bernanke setzt den Leitzins in nur sieben Monaten – zwischen September 2007 und April 2008 – von 5,25 auf 2,0 Prozent herab.

Die Finanzmarktakteure wähnen sich in falscher Sicherheit. Eigentlich hätten sie mit dem überfälligen Schuldenabbau beginnen müssen. Weltweit befindet sich 2007 mit Simbabwe nur ein Land in der Rezession. Eine Scheinblüte, die es so noch nie gab.

Mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 endet die hemmungslose Spekulation. Viele Banken sind de facto pleite. Die Weltwirtschaft geht in den freien Fall über, Staaten wanken. Zentralbanken und Regierungen überbieten sich mit Milliarden schweren Rettungspaketen für Banken und Wirtschaft.

Die Schuldenkrise wird mit noch mehr Schulden bekämpft – ein Irrsinn. Die US-Notenbank setzt den Leitzins auf null und geht über zum direkten Aufkauf von Vermögenswerten in großem Stil, um die Renditen zu deckeln und die Vermögenspreise wieder nach oben zu bringen. Die anderen großen Notenbanken folgen dem Beispiel der US-Notenbank. Damit haben die Zentralbanken zwar den Ausbruch von weiteren Krisen, etwa dem Zusammenbruch der Euro-Zone, verhindert. Verhindert wurden aber auch längst überfällige Restrukturierungen und Anpassungen in der Real- und Finanzwirtschaft. „Stattdessen sitzen die Notenbanken nun auf einem Pulverfass und fragen sich, wie sie da wieder runter kommen sollen“, sagt der berühmte Schweizer Vermögensmanager Felix Zulauf.

Comeback als Weltgeld?

„Gold ist das ultimative Zahlungsmittel auf der Welt, Gold wird überall akzeptiert.“ Das sagte kein ökonomischer Extremist, sondern Ex-Notenbankchef Alan Greenspan. Vielleicht braucht man das Gold der Notenbanken irgendwann wieder, so wie es der 1995 verstorbene Ökonom und WirtschaftsWoche-Herausgeber Wolfram Engels prognostizierte: „Irgendwann wird wohl erkannt, dass man zu konvertiblem Geld zurückkehren muss, zu einem Geld also, das, wie die Goldwährung, ein festes Schuldversprechen verkörpert.“

Weltweit horten Notenbanken und Organisationen wie der Internationale Währungsfonds (IWF) noch mehr als 33.000 Tonnen Gold mit einem aktuellen Marktwert von gut 1300 Milliarden Dollar. Dass Gold Teil eines aus verschiedenen Währungen zusammengesetzten Weltgeldes sein müsste, haben chinesische und auch russische Offizielle in den vergangenen Jahren mehrfach betont. Die Notenbanken beider Länder haben ihre Goldreserven in den vergangenen spürbar aufgestockt (siehe Tabelle auf Seite 2) - sicher ist sicher.

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