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Goldman manipuliert Aluminiumpreis Aufseher, knöpft Euch die Rohstoffmärkte vor!

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Ermittlungen gegen mehrere Banken

Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die für Rohstoffmärkte zuständige US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gegen mehrere Banken wegen möglichen Manipulationen an den Rohstoffmärkten ermittelt. Bei den Ermittlungen, die sich unter anderem gegen JP Morgan, Goldman Sachs und die Citigroup richteten, ging es vor allem um Derivate-Transaktionen auf Energie- und Metallmärkten.

Auch hinter dem massiven Einbrechen des Goldpreises vor einigen Wochen witterten zahlreiche Marktbeobachter die Investmentbanken. Während einige derartige Thesen als Verschwörungstheorie abtun, verweisen andere zu Recht auf die Interessen der Banken. Schließlich können die sich beispielsweise bei niedrigen Goldpreisen günstiger mit dem inflationssicheren Rohstoff rekapitalisieren.

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Die Taktik der Banken, in Lagerhallen zu investieren und mit Hilfe eines gemeinsamen Konsortiums und einem großen Netzwerk die Preise zu manipulieren, ist schon länger bekannt. Dennoch werden, wie im Fall Kupfer, derartige Gruppierungen immer wieder sogar seitens der Aufsicht genehmigt, Gegenwehr Fehlanzeige. Das liegt vor allem an der hervorragenden Lobbyarbeit seitens der Banken.

Die Finanzaufsicht hat der Lagerhallen-Taktik der Banken, von Ökonom Nouriel Roubini auch Finanz-Supermärkte genannt, schon viel zu lange zugeguckt. Es ist dringend Zeit, einzugreifen, denn es wäre zu gutgläubig, zu behaupten es ginge bei derartigen Manipulationen nur um Aluminium oder Kupfer. Schließlich stehen auch Nahrungsmittel wie Kakao oder Weizen auf der Agenda von Goldman und Co.

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