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Goldmineninvestor Markus Bachmann "Beim Goldpreis liegt das Schlimmste hinter uns"

Die Goldhausse sei längst nicht vorbei, und die Minen bekämen ihre Kosten in den Griff, sagt Fondsmanager und Bergbauexperte Markus Bachmann. Der Druck auf den Goldpreis lasse nach, vieles spreche für einen Anstieg.

Markus Bachmann

WirtschaftsWoche: Herr Bachmann, die US-Notenbank Fed druckt weiter Geld, der Leitzins bleibt unten, die Regierung in Washington ist de facto bankrott, und der Dollar sah schon besser aus. Warum steht der Goldpreis nicht höher?

Bachmann: Grundsätzlich sind das positive Faktoren für Gold. Aber die Turbulenzen in diesem Jahr haben das Vertrauen in Gold beschädigt. Das muss zunächst noch verdaut werden.

Ist Gold zufällig so stark unter Druck gekommen?

Das weiß ich nicht. Fakt ist, dass der Goldpreis stark eingebrochen ist, auch wegen Gewinnmitnahmen nach über zehn Jahren Preisanstieg. Klar, es gab am Terminmarkt auch gezielte spekulative Attacken, die auf einen Preiseinbruch abzielten, vor allem an charttechnisch relevanten Unterstützungslinien. Es bringt mich und meine Arbeit aber keinen Schritt weiter, wenn ich über Verschwörungstheorien philosophiere.

Zur Person

Anleger im Westen sind ausgestiegen, während die Nachfrage in Asien stark anzog. Mengenmäßig war das fast ein Nullsummenspiel.

Aber erst der tiefere Goldpreis hat den Nachfrageschub in Asien ausgelöst. Diese Nachfrage wirkt wie eine Preisbremse. Zwischenzeitlich wurden am Goldhandelsplatz Shanghai gar 50 Dollar Aufpreis gegenüber dem Unzenpreis in London und New York bezahlt.

So steht es um die wichtigsten Edelmetalle

Warum haben westliche Investoren überhaupt Gold verkauft?

Sie hatten unter anderem Gold gekauft, weil sie wegen der Ende 2008 startenden Anleihekäufe der Fed einen starken Anstieg der Inflation erwartet hatten. Die Diskussion um die Rückführung der Kaufvolumina wurde im Umkehrschluss als Verkaufsgrund angesehen. Das ist natürlich Humbug.

Warum?

Die Beziehung zwischen den Anleihekäufen und Gold wird weit überschätzt.

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