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Goldreserven Österreich will sein Gold zurück

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Keine Trennung von Gold und Goldforderung

Sieben ästhetische Gold- und Edelmetall-Investments
SchmuckDie wahrscheinlich älteste und auch am weitesten verbreitete Art, in Gold zu investieren, ist in Schmuckform. Wer seine alten Ringe und Ketten zu Gold machen möchte, hat bei zahlreichen Juwelieren und Goldhändlern die Möglichkeit, seine Wertsachen aufwiegen und schätzen zu lassen. Das Geld gibt es zumeist bar oder per Scheck. Foto: pro aurum Quelle: Presse
BarrenWer sich sein Gold nicht um den Hals legt oder es in Form von Zahngold im Mund mit sich führt, der kann bei Goldhändlern und Banken Edelmetallbarren aus Gold, Silber, Platin oder Palladium kaufen. Bis zu einem Wert von 15.000 Euro erfolgt der Kauf anonym, darüber hinaus sind Banken, Sparkassen und Edelmetallhändler dazu verpflichtet, die Käuferpersonalien zu registrieren. Foto: pro arum Quelle: Presse
TafelbarrenDie Edelmetall-Service GmbH (ESG) bietet seit rund vier Jahren Barren zum Abbrechen an. Wie bei einer Tafel Schokolade lassen sich von 50 oder 100 Gramm schweren Barren kleine Stücke mit einem Gewicht von einem Gramm einfach abbrechen. Die ESG hat sich ihre Edelmetall-Investment Erfindung 2010 patentieren lassen: Gold-, Silber-, Platin- und Palladiumtafeln werden in der Schweiz bei Valcambi, dem größten Goldbarrenhersteller der Welt, produziert und inzwischen weltweit vertrieben. Bereits kurz nach der Markteinführung waren CombiBars rund um den Globus ein Standardprodukt wie Goldbarren oder Goldmünzen. In Deutschland erfolgt der Vertrieb des ESG-Produktes neben dem Edelmetallhandel auch über Sparkassen. Foto: Edelmetall-Service GmbH & Co. KG Quelle: Presse
Verschiedene MünzformenDer Handel mit Goldmünzen besteht aus vier Bereichen: Den Bullion Goldmünzen, die nur für die Geldanlage geprägt werden und quasi das Pendant zum Goldbarren darstellen. Dazu gehören beispielsweise der Krügerrand oder der kanadische Maple Leaf. Gedenkgoldmünzensind oft limitierte Goldmünzen, die als Sonderprägung zu Jubiläen oder Sammelserien ausgegeben werden. Dann gibt es noch die alten Umlaufgoldmünzen, die tatsächlich einmal als Zahlungsmittel dienten wie die britischen Sovereigns oder die Schweizer Goldvreneli. Den vierten Bereich machen die numismatischen Sammlermünzen aus, die beispielsweise von Münzauktionshäusern vertrieben werden. Foto: pro aurum Quelle: Presse
SammlermünzenSo gibt beispielsweise die australische Münzprägeanstalt Perth Mint jedes Jahr die Lunar-Sammlermünzen in Gold, Silber und Platin heraus. Aber auch die Bundesregierung wartet regelmäßig mit neuen, wertvollen Münzen auf. Foto: pro aurum Quelle: Presse
Die australische Münzprägeanstalt Perth Mint folgt bei ihren Sammlermünzen dem chinesischen Kalender. 2014 ist das Jahr des Pferdes, weshalb die neue Serie sich ganz dem Thema Pferd widmet. Die hier dargestellte Münze hat einen Goldgehalt von 99,99 Prozent und ist limitiert. Erhältlich ist sie in drei Größen: Die Zehntelunze kostet 182,79 Euro, die Viertelunze 424,87 Euro und die Unze 1.647,50 Euro. In der nicht-colorierten Version ist die Münze auch im Dreier-Set erhältlich - kostet dann aber stolze 2.255 Euro. Zur Münze dazu gibt es ein Echtheitszertifikat. Erhältlich ist sie ab Oktober 2014 und bestellt werden kann sie hier. Bild: Perth Mint Quelle: Presse
MünztafelnAuch die Münze, ebenfalls ein beliebtes Sammler- und Anlageobjekt, stellt die ESG seit 2012 im CombiBar-Verfahren her. Statt der üblichen Münze kaufen Anleger also Münztafeln aus Feinsilber - mit offizieller Münzzulassung auf den Cook Islands. Foto: pro aurum Quelle: Presse

Eigentlich sollte Gold eine im Bedarfsfall rasch zu liquidierende Währungsreserve sein. Mit diesem Argument hatte die Bundesbank in der Vergangenheit schließlich auch immer wieder die Verwahrung in New York, London und Paris begründet. Die Goldbestände könnten ihre Funktion als Währungsreserven dort besser erfüllen, wenn sie im Bedarfsfall in gängige Reservewährung eingetauscht werden können.

Im Falle einer Währungskrise könnte etwa das Gold in New York und London rasch in Dollar oder Pfund Sterling getauscht werden. Gut, für Paris zieht dieses Argument nach Einführung des Euro nicht mehr.

„Wenn ich persönlich Gold irgendwo in einer Goldverwahrungsstätte eingelagert hätte, es anfordere und die Antwort wäre: Ja, einen Teil schicken wir sofort, den Rest in den nächsten sieben Jahren. Ich würde die Polizei rufen“, sagt Goldkenner Rule. „Nur wen kann Deutschland zur Hilfe rufen, die Nato etwa?“

So gesehen sind die Umstände, wie Deutschland seine Goldbestände zurückverlangt, sehr nebulös. Es drängt sich zwangsläufig die Frage auf, ob das fern der Heimat verwahrte Gold dort tatsächlich komplett in physischer Form vorhanden ist. Viele Notenbanken, die Bundesbank gehört nach eigenen Angaben nicht mehr dazu, ermöglichen ausgewählten Geschäftsbanken ein lukratives Geschäft mit ihrem Gold.

Sicheres Geschäft

Die Banken leihen gegen eine minimale Gebühr Gold bei einer Zentralbank, verkaufen es am Markt und legen den Erlös verzinst an. Später kaufen sie das Gold wieder ein, um es der Zentralbank zurückzugeben – so die Theorie.

Solange der Goldpreis fällt, ist das ein narrensicheres Geschäft. Verluste drohen, sobald der Goldpreis rasant steigt – oder wenn am Markt nicht genügend Gold aufzutreiben ist, um die Gold-Schuld bei der Notenbank wieder begleichen zu können. Man kann also nur hoffen, dass solche Geschäfte in New York, London und Paris nicht auch mit treuhänderisch verwahrtem Gold anderer Notenbanken praktiziert werden.

In Arbeit
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Der Internationale Währungsfonds hat den Notenbanken vor einigen Jahren geraten, in ihren Bilanzen Gold und Goldforderungen nicht zu trennen. Dabei unterscheiden sich Goldforderungen aus verliehenem Gold in ihrer Qualität ganz erheblich von Goldeigentum.

Gold bleibt, Goldforderungen aber können Not leidend werden. Die Notenbank von Portugal etwa verlor in den Achtzigerjahren 17 Tonnen Gold, als ihre Vertragspartnerin, die US-Investmentbank Drexel Burnham, in Konkurs ging.

Wenn irgendwann das weltweite Finanz- und Währungssystem in Konkurs geht, hilft einer Notenbank aber nur das Gold im eigenen Tresor beim Aufbau einer dann allfällig neuen Währung.

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