WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Goldreserven sollen durchleuchtet werden Die wichtigsten Fragen zum Gold der Bundesbank

Seite 3/3

Verleiht die Bundesbank Teile der Goldreserven?

Diese Frage geistert seit einigen Jahren durch die deutsche Politik. Seit 2011 bezeichnet die Bundesbank den ehemaligen Posten „Gold“ als „Gold und Goldforderungen“. Eine konkrete Erklärung gab es damals nicht, weshalb der Verdacht, die Bundesbank habe einen Teil des deutschen Goldes verliehen, ins Gespräch kam.

Nach einer diesbezüglichen Anfrage des CSU-Politiker Peter Gauweiler gab es dann im November 2010 von Staatssekretär Hartmut Koschyk eine Antwort darauf: „Aktuell ist kein Gold verliehen.“

Derzeitige genaue Angaben gibt es nicht dazu. Tatsache aber ist, dass die Bundesbank generell schon ihr Gold verleiht. Der Anteil dieser Geschäfte bewegt sich allerdings im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Gibt es die Goldreserven teilweise vielleicht gar nicht mehr?

Verschwörungstheorien sprechen derweil sogar davon, dass es die Reserven teilweise gar nicht mehr gibt. Nährboden bekommen sie etwa durch die Tatsache, dass lediglich die Goldreserven in New York derzeit einsehbar sind. In London oder Paris bekommen selbst Bundestagsabgeordnete keinen Zugang dazu – angeblich weil Besuche organisatorisch nicht möglich seien.

Geldanlage



Die Gerüchte um diese Frage werden sich deshalb solange weiterranken, bis Einblick gewährt wird. So war es etwa bereits mit den Goldreserven in New York gegangen: Während einige Nachrichtenagenturen 2011 mutmaßten, die Tresore seien zur Hälfte geräumt oder gar völlig leer, erwies sich diese These einige Zeit danach als falsch, nachdem Bundestagsabgeordnete vor Ort einen Blick auf die Reserven geworfen hatten.

Warum setzt die Bundesbank weiter auf das Gold?

Die Ankerfunktion für das Währungssystem, wie es sie zu DM-Zeiten noch gab, haben die Goldreserven verloren.

Trotzdem lehnt die Bundesbank Goldverkäufe im großen Stil ab, um damit die Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen. Sie glaubt daran, dass die Reserven vor allem auch eine psychologische Wirkung haben. Die Zentralbank geht davon aus, dass sie damit ihre Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit bewahren besser kann.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%