Hackerangriffe vermutet Sicherheit von Bankautomaten "massiv gefährdet"

Die Bundesregierung warnt vor "massiven" Hackerattacken auf Geldautomaten. Grund dafür ist, dass im April die Herstellergarantie für das Betriebssystem der Geräte abläuft.

Das sind die Rendite-Könige unter Europas Banken
Platz 10: Erste Bank GruppeDie Nachrichtenagentur Bloomberg hat ein Ranking der europäischen Banken mit dem besten Risiko-Rendite-Profil erstellt. Dazu wurde die absolute Rendite durch die Volatilität beziehungsweise durch die Kursschwankungen geteilt (risikoadjustierte Rendite) – und das über den Zeitraum der vergangenen zehn Jahre.Die beste und einzige Bank in der Rangliste aus dem deutschen Sprachraum ist die österreichische Erste Bank. Die Bank ist das Leitinstitut der österreichischen Sparkassen und das älteste bestehende Kreditinstitut des Landes. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre hatte die Bank eine risikoadjustierte Rendite von 0,43 Prozent. Quelle: AP
Platz 9: Skandinaviska Enskilda Banken (SEB)Die schwedische Skandinaviska Enskilda Banken (im Bild die Filiale in Vilnius, Litauen) ist in Deutschland vor allem unter ihrer Abkürzung SEB und den entsprechenden Filialen bekannt. Ende Januar 2011 wurde das deutsche Privatkundengeschäft allerdings an die Banco Santander abgegeben. Die SEB Bank landet mit 0,78 Prozent auf Rang neun der Rangliste der risikoadjustierten Rendite. Quelle: rtr
Platz 8: Banco SantanderDie spanische Banco Santander kommt auf eine risikoadjustierte Rendite von mehr als einem Prozent. Genauer gesagt sind es 1,05 Prozent. Das reicht zum achten Platz im Ranking. In Deutschland ist die Bank mit ihrer Tochter Santander Consumer Bank auf Wachstumskurs. Quelle: rtr
Platz 7: HSBCDie globale Großbank mit Sitz in London landet auf Platz sieben der Rangliste. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre hat die HSBC eine risikoadjustierte Rendite von 1,35 Prozent erwirtschaftet. Doch an die Renditekönige der Branche in Europa kommt sie damit beileibe nicht dran. Quelle: rtr
Logo der Swedbank Quelle: rtr
Platz 5: DNB NORDNB ist der größte Finanzdienstleister Norwegens. Das Institut mit Sitz in Oslo ist mehrheitlich im Staatsbesitz und gehört zu den Top 5 der Rendite-Könige in Europa. Sage und schreibe 4,09 Prozent betrug die risikojustierte Rendite im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Nur vier Banken können da noch eins draufsetzen. Quelle: Presse
Logo der Nordea Bank Quelle: dpa
Platz 3: Standard CharteredIn der Rangliste der Rendite-Könige Europas überspringt Standard Chartered die Fünf-Prozent-Hürde. Mit 5,06 Prozent landet das Institut aus London auf dem Bronzerang. Seinen Hauptumsatz erwirtschaftet die Bank in Asien. Standard Chartered bietet auch in Deutschland Privatkunden Finanzierungen an. Quelle: rtr
Platz 2: Svenska HandelsbankenDas Institut ist das vierte aus Schweden in den Top 10. Mit einer risikoadjustierten Rendite von 5,07 Prozent belegt Svenska Handelsbanken (Bild: Zentrale in Stockholm) den Silberrang. Die Bank verfügt über ein flächendeckendes Filialnetz in Nordeuropa. Seit dem Jahr 2007 hat das Institut auch Geschäftsstellen in Deutschland. Quelle: Presse
Platz 1: Pohjola BankDer Rendite-König unter Europas Banken kommt überraschend nicht aus Schweden, sondern aus Finnland. Mit einer risikoadjustierten Rendite von 6,75 Prozent belegt die Pohjola Bank unangefochten Rang eins. Die Pohjola Bank (vormals OKO Bank) mit Sitz in Helsinki (Bild) ist eine Genossenschaftsbank, zu der mehr als 200 unabhängige lokale Institute gehören. Quelle: Presse

Die Bundesregierung fordert die Betreiber zur schnellen Handlung auf. Denn ab 8. April 2014 sind die Automaten "massiv gefährdet", die mit einer speziellen Form des Betriebssystems Windows XP laufen. Der Bericht der "Bild-Zeitung" (Donnerstagsausgabe) zitiert aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Demnach befürchtet die Bundesregierung erhebliche Angriffe auf Geldautomaten in Deutschland. Die Herstellergarantie läuft ab und Microsoft bietet keine Software-Updates für „Windows XP Professional for Embedded Systems“ an, mit dem viele Geldautomaten laufen. Nun vermutet das Innenministerium, dass Hacker mit ihren Angriffen bewusst bis Anfang April warten, "um anschließend diese Systeme erfolgreich und dauerhaft angreifen zu können". Die Betreiber von Geldautomaten mit diesem Betriebssystem müssten deshalb „sekundäre Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um Angriffe weiterhin abwehren zu können“, heißt es in der Antwort weiter. Eine Bundestagsabgeordnete der Linkspartei sagte der „Bild“-Zeitung: „Selbstverpflichtungen der Geldautomatenbetreiber reichen nicht aus. Die Bundesregierung muss die Verbraucher aufklären. Eine diesbezügliche Informationskampagne durch die Bundesregierung oder das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab es nicht.“ Außerdem sei nicht bekannt, wie schnell die Bankautomaten auf ein neues Betriebssystem umgestellt werden können.

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Einer Studie der Unternehmensberatung PwC zufolge haben es Hacker besonders auf Banken abgesehen: 39 Prozent der befragten Finanzinstitute sagten, sie seien im vergangenen Jahr Opfer von Cyber-Kriminalität geworden. In anderen Wirtschaftszweigen seien es nur 17 Prozent der Firmen gewesen. Um sich gegen die Angriffe zu schützen, werden Geldhäuser in Europa und den USA immer öfter von den Aufsichtsbehörden auf technologische Schwachstellen getestet.

(Mit Material von Reuters.)

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