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Hedgefondsmanager Paulson verkauft Gold

Der Hedgefondsmanager hat einen Ruf als Krisenprophet. Doch mit seinen massiven Goldinvestments stürzte er ab. Jetzt zieht er die Reißleine.

John Paulson, Hedgefondsgründer aus New York, hat das Anlageglück offenbar verlassen: Erst zieht bei seinen Goldinvestments die Notbremse. 2007 hatte er noch mit Wetten auf das Platzen der US-Immobilienblase, Milliarden verdient Quelle: REUTERS

Der Milliardär und Hedgefondsmanager John Paulson hat seine Goldbestände um die Hälfte reduziert. Noch im letzten Monat hatte er Gold als Anlageform grundsätzlich befürwortet. Der Goldpreis ist seitdem allerdings in einen so genannten Bärenmarkt zurückgefallen.

Der Hedgefonds Paulson & Co. hat seinen Anteil am weltweit größten Goldfonds SPDR Gold Trust bis zum 30. Juni auf 10,2 Millionen Anteile gesenkt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Zum Ende des ersten Quartals lag der Wert noch mehr als doppelt so hoch, wie aus aktuell vorgelegten Mitteilungen an die Finanzbehörden hervor ging.

Damit hat der berühmte Hedgefondsmanager Paulson erstmals seit 2011 die Goldpositionen reduziert. Als Grund nannte er offenbar einen "verminderten Bedarf nach Absicherung”. Das teilte das Unternehmen auf gegenüber Bloomberg mit.

Auch aus Goldminenaktien zieht sich Paulson zurück. Er hat Kauf-Optionen für Aktien des Goldförderers Barrick Gold veräußert, wie die Mitteilung an die Behörden weiter offenbarte.

Andere Investoren halten ein Goldinvestment im derzeitigen Umfeld weiter für wichtig. Zwar haben die Einlagen in den börsengehandelten Produkten seit ihrem Hoch rund ein Viertel eingebüßt, zuletzt waren jedoch wieder 1,6 Tonnen Gold in diese Fonds investiert worden - der höchste Anstieg seit Anfang Mai dieses Jahres.

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Im zweiten Quartal war der Goldpreis um 23 Prozent eingebrochen, was mit dem Vertrauensverlust der Anleger in Gold als Wertsicherung einherging. Die Milliardäre George Soros und Daniel Loeb haben im vergangenen Quartal sämtliche Bestände des Goldfonds SPDR verkauft.

Die Verkäufe der Goldfondsanteile von institutionellen Anlegern hatten den Goldpreis in den vergangenen Monaten deutlich belastet. Mit einem Abflauen der Risiken im Rahmen der Staatsschuldenkrise schichteten diese Investoren ihr Kapital in renditeträchtigere Anlagen um.

ant/bloomberg

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