Hypothekengeschäft JPMorgan soll 4 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Die US-Bank JPMorgan soll nach einem Zeitungsbericht wegen dubioser Hypothekengeschäfte eine Strafe von 4 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro) zahlen.

Diese Banken verdienen am besten am Aktiengeschäft
Platz zehn: HSBC Holdings Wie auch im Jahr 2011 belegt die britische HSBC Group den zehnten Platz im Bloomberg-Ranking der größten Aktienverkäufer. 1,1 Milliarden Dollar Provision nahm die Gruppe, die in Deutschland durch die HSBC Trinkaus vertreten ist, aus Aktienverkäufen ein. Im Jahr 2011 waren es noch 1,01 Milliarden Dollar. Quelle: REUTERS
Platz zehn: RBC Capital Markets Ebenfalls 1,1 Milliarden Dollar Provision nahm die Royal Bank of Canada im Jahr 2012 ein - und teilt sich somit mit der HSBC den zehnten Platz. Für die Kanadier ist das eine Verbesserung. 2011 belegte die Bank nach Provisionsvolumen noch den zwölften Rang. Quelle: REUTERS
Platz neun: UBSDie Schweizer Großbank UBS verdiente im vergangenen Jahr fast zwei Milliarden Dollar mit Aktiengeschäften. Im Jahr davor waren es noch 1,6 Milliarden Dollar. Quelle: REUTERS
Platz acht: Barclays CapitalAuch die britische Barclays konnte 2012 mehr Provisionen aus Aktiengeschäften verbuchen als noch im Jahr zuvor, auch wenn sich dadurch an der Platzierung im Ranking nichts geändert hat. 2011 gab es für ein Provisionsvolumen in Höhe von 2,19 Milliarden Dollar genauso den achten wie Platz wie 2012 mit 2,28 Milliarden Dollar. Quelle: AP
Platz sieben: Credit SuisseFür die Credit Suisse ging es dagegen einen Platz hinunter: Obwohl die Bank im Jahr 2012 2,34 Milliarden Dollar Provisionen verbuchen konnte, statt der 2,26 Milliarden im Jahr 2011 reichte es im aktuellen Ranking der größten Aktienverkäufer nur für Rang sieben. Quelle: REUTERS
Platz sechs: Deutsche BankDas Jahr 2012 ist für die Deutsche Bank nicht gut gelaufen: Im vierten Quartal 2012 musste das Geldhaus einen Nettoverlust von 2,15 Milliarden Euro verbuchen. Auf das Jahr gerechnet erzielte die Bank einen Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro, im Jahr 2011 waren es noch 5,4 Milliarden Euro. Dafür lief das Aktiengeschäft der größten deutschen Bank gut: Weltweit nahm sie rund 2,6 Milliarden Dollar an Provisionen aus Aktienverkäufen ein. Im Jahr davor belegte die Deutsche Bank zwar noch den fünften Platz, dafür fielen die Provisionen mit 2,29 Milliarden Dollar geringer aus. Quelle: dpa
Platz fünf: Bank of America Merrill LynchFür die Bank of America ging es auch einen Platz nach unten: 2011 schaffte es die US-Bank noch auf Rang vier, in diesem Jahr hat es nur für Platz fünf gereicht. Dabei ist auch bei der Bank of America das Provisionsvolumen aus Aktiendeals gestiegen: Statt 2,79 Milliarden Dollar wie im Jahr 2011 nahm die Bank im letzten Jahr 3,16 Milliarden Dollar ein. Quelle: dpa

Darauf habe sich das Institut mit der für Immobilienfinanzierungen zuständigen US-Behörde FHFA in einem vorläufigen Übereinkommen geeinigt, berichtete das „Wall Street Journal“ in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf mehrere Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Damit läge die Summe deutlich unter der ursprünglichen Forderung der Behörde: Die FHFA hatte früheren Medienberichten zufolge mindestens 6 Milliarden Dollar Schadensersatz verlangt.
Die US-Bank soll den halbstaatlichen Immobilienfinanzieren Fannie Mae und Freddie Mac vor der Finanzkrise Hypothekenpapiere im Volumen von 33 Milliarden Dollar angedreht und dabei bewusst falsche Angaben über deren Qualität gemacht haben. Fannie Mae und Freddie Mac waren in der Finanzkrise in Schieflage geraten und mussten für 187,5 Milliarden Dollar vom Staat gerettet werden.

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JPMorgan hofft nun laut Zeitung, die Vereinbarung in einem größeren Paket mit dem Justizministerium schnüren zu können. Damit könnten zahlreiche Untersuchungen wegen zurückliegender Verkäufe von Pfandbriefen und potenzielle zivil- und strafrechtliche Anklagen umgangen oder zu den Akten gelegt werden, hieß es. Das Justizministerium und die Bank hätten über eine Entschädigung von insgesamt 11 Milliarden Dollar verhandelt - die nun mit der Behörde vereinbarte Zahlung von 4 Milliarden Dollar wäre darin enthalten.
JPMorgan gilt eigentlich als einer der großen Gewinner der Finanzkrise. Doch es gibt zahlreiche Rechtsstreitigkeiten. Die Bank hatte das Risiko aus laufenden Klagen gegen das Institut zuletzt auf 6,8 Milliarden US-Dollar beziffert. Seit 2011 hat JPMorgan fast 8 Milliarden Dollar für die Beilegung von Rechtsfällen gezahlt. Im vergangenen Jahr allerdings hatte die Bank mit 21,3 Milliarden Dollar so viel verdient wie noch nie in ihrer Geschichte.

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