Immobilienblase Frankreichs Häusermarkt geht baden

In Spanien gehen die Häuserpreise in den freien Fall über, aber in Frankreich liegen sie noch weit oben. Die Immobilienblase im Nachbarland droht zu platzen.

Paris Quelle: REUTERS

Wenn der Pool im Garten von der Mittelschicht eines Landes zum Lebensziel erhoben wird, ist man dort offenbar der Wohlstandsillusion verfallen. Vielen Franzosen reichte das eigene Haus zuletzt nicht mehr zum Glücklichsein, es musste unbedingt noch ein eigener Pool sein – aber keiner zum Aufblasen.

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Aufgepumpt wurde auch in Frankreich nach der Einführung des Euro eine Immobilienblase. Dafür gesorgt haben die tiefen Zinsen, die mit dem Euro ins Land kamen. Zwischen 1999 und 2008 kletterten die Hauspreise in Frankreich, fast wie jene in Spanien, um 150 Prozent. Doch anders als in Spanien ist die Blase in Frankreich noch prall gefüllt. Während die Preise in Spanien seit 2008 um etwa 30 Prozent gesunken sind und jetzt in den freien Fall übergehen, zogen die Preise in Frankreich nach einem kurzen Absacker wieder an und erreichten 2011 gar neue Rekordhöhen.

Ob dieses Niveau zu halten ist, ist mehr als fraglich. Die Schieflage der Hypothekenbank CIF könnte ein Vorbote sein für ein baldiges Platzen der Immobilienblase in Frankreich. CIF kann ihre Kredite von 33 Milliarden Euro nicht mehr refinanzieren und sei ohne externe Hilfe nicht überlebensfähig, urteilt die Ratingagentur Moody’s. Weil Paris keinen freiwilligen Retter findet und eine Verstaatlichung von CIF zu viel Wirbel machen würde, soll es jetzt die staatlich kontrollierte Postbank machen – freiwillig, versteht sich.

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