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Immobilienboom 300.000 Neubauten pro Jahr notwendig

Der Bedarf an Wohnraum in Deutschland ist enorm. Da immer mehr Menschen ins Eigenheim investieren, werden bis zum Jahr 2025 jährlich über 300.000 neue Wohnungseinheiten benötigt.

Deutschlands Immobilienmarkt brummt, vor allem in den gefragten Großstädten. Aber Mieten und Immobilienkaufpreise entwickeln sich nicht unbedingt im Gleichschritt. Mancherorts lohnt der Erwerb eines Eigenheims bereits nicht mehr. Quelle: dpa

Der Bedarf an Wohnraum in Deutschland ist enorm. Bis zum Jahr 2025 werden in Deutschland jährlich über 300.000 neue Wohnungseinheiten benötigt. Der tatsächliche Wohnungsneubau liegt jedoch bei nur knapp 180.000 Einheiten pro Jahr, wie Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes ergeben haben.

Diese Zahlen machen deutlich, dass der Neubau allein die bestehende Kluft nicht schließen kann. Viele Bemühungen von Investoren und privaten Hausbesitzern gehen dahin, bestehende Gebäudeflächen zu Wohnraum umzugestalten, entweder durch Umbau, Anbau oder Aufstockung.

Dieser Trend im Baubestand zeichnet sich seit Jahren ab. In den Jahren von 2010 bis 2016 haben sich die amtlichen Baugenehmigungen für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden mehr als verdoppelt, von rund 20.000 Genehmigungen in 2010 auf mehr als 41.000 Bestands-Baugenehmigungen im Jahr 2015.

Mythen und Irrtümer der Immobilienfinanzierung
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Fachleute weisen darauf hin, dass bauliche Veränderungen im Bestand eine baufachliche Expertise erfordern, um schmerzhafte Fehlinvestitionen zu vermeiden. "Gerade Feuchteschäden werden in der Baupraxis leider häufig unterschätzt", betont Architekt Jan Cousin, vom Architekturbüro Cousin aus Hamburg. Deshalb sollten entsprechende Untersuchungen und Messungen vor Planungsbeginn von Umbau und- Renovierungsarbeiten erfolgen.

Dazu gehört, die entsprechenden Kosten - und dazu gehört auch die Bestandsanalyse - in der Kostenschätzung zu ermitteln und zu berücksichtigen. "Eine nachträgliche Beseitigung von Feuchteschäden ist um ein vielfaches teurer und aufwändiger, als wenn sie direkt erkannt und in einer gesamten Baumaßnahme saniert werden", betont Cousin. Doch wie sieht dieses Verfahren dann in der Praxis aus?

Bauliche Veränderungen können mit Sanierungen kombiniert werden "Oft lassen sich die baulichen Veränderungen sehr gut mit der Behebung von Feuchteschäden in einer Baumaßnahme zusammenführen", berichtet Thomas Molitor von ISOTEC, einer Unternehmensgruppe, die auf die Beseitigung von Feuchteschäden spezialisiert ist. Dringt zum Beispiel Feuchtigkeit in das Mauerwerk ein und eine Außenabdichtung ist notwendig, dann "können die Abdichtungsarbeiten mit der anschließenden Neugestaltung von Terrasse oder Garten optimal kombiniert werden", sagt ISOTEC-Fachmann Molitor.

Dass Feuchteschäden keine Ausnahme sind, belegt eine Studie des Marktforschungs-Instituts "HEUTE und MORGEN" aus Köln. Danach hatten bereits 58 Prozent der Deutschen in den letzten fünf Jahren Schäden in Form von Feuchte oder Schimmelpilz im Wohnraum vorliegen. Zahlen die verdeutlichen, wie wichtig eine gründliche Bauplanung ist - auch bei Bestandbauten.

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