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Internationale Börsen Asien greift in den Goldhandel ein

Bisher wird Gold vor allem in London und New York gehandelt. Jetzt greifen mehrere asiatische Börsen ins Geschehen ein.

Die Länder mit den größten Goldreserven
Platz 10: Indien Quelle: REUTERS
Platz 9: Die Niederlande Quelle: REUTERS
Platz 8: Japan Quelle: REUTERS
Platz 6: Schweiz Quelle: AP
Platz 7: Russland Quelle: dpa-tmn
Platz 5: China Quelle: dapd
Platz 4: Frankreich Quelle: dapd

Asien wird immer mehr zum Zentrum des Goldhandels. Schon lange steigt die Nachfrage in Ländern wie Indien oder China, vor allem Schmuck treibt dort die Preise. Gekauft wird das Edelmetall viel in Asien, gehandelt wurde es bisher aber hauptsächlich in London und New York. Das wollen die Asiaten jetzt ändern.

Gleich mehrere Goldhandelsplätze eröffneten zuletzt im asiatischen Raum. Die Länder erhoffen sich davon mehr Einfluss und Preisbildungsmacht. Bereits Mitte September öffnete der staatliche Shanghai Gold Exchange (SGE) in der dortigen Freihandelszone die erste globale Goldbörse in China. Auch ausländische Investoren können dort nun Goldkontrakte handeln.

Gehandelt wird in Yuan, die Kontrakte sind mit physischem Gold hinterlegt. Zunächst waren die gehandelten Volumen vergleichsweise niedrig, aber die Betreiber erwarten, dass in naher Zukunft mehr internationale Investoren in den Handel einsteigen werden. Privatinvestoren können sich dort noch nicht anmelden.

Langfristig will die internationale Goldbörse in Shanghai eine der wichtigsten Handelsplattformen in Asien werden. Schon jetzt sind unter den Registrierten führende Banken wie HSBC oder Standard Chartered, die zuvor nur über ihre chinesischen Töchter Zugang zum chinesischen Goldhandel haben. Insgesamt gilt die Goldbörse als Test Chinas, den Kapitalmarkt stärker international zu öffnen.

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Auch an der Börse von Singapur sollen künftig Goldkontrakte gehandelt werden, ebenfalls mit physischem Gold hinterlegt. Bisher ist London der Handelsplatz Nummer eins für physische Barren, in New York werden dagegen eher Goldfutures gehandelt, also Wetten auf den künftigen Preis. Das soll in Zukunft auch in Hongkong möglich sein, dem dritten aufstrebenden Goldhandelsplatz Asiens.

Experten erwarten, dass der asiatische Handel den Goldpreis durchaus mitbeeinflussen kann. Dafür braucht es allerdings noch deutlich mehr Investoren, die dort handeln. Zunächst werden die Asia-Börsen wohl nicht mehr als einen Nischenplatz einnehmen.

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