Investmentbanking boomt Erstaunlich schnelle Genesung der US-Banken

Für die großen US-Banken läuft das Investmentbanking wieder bestens und beschert ihnen Milliardengewinne. JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo haben nicht enttäuscht. Doch sie kämpfen weiter mit Problemen.

Im dritten Quartal konnte JP Morgan seinen Gewinn auf 5,6 Milliarden Dollar steigern. Quelle: REUTERS

JP Morgan hat im dritten Quartal seinen Gewinn auf 5,6 Milliarden Dollar gesteigert, während die Erträge um fünf Prozent auf 25,2 Milliarden Dollar anschwollen. Im Vorjahresquartal war es noch ein Verlust von 380 Millionen Dollar. Damals hatte ein Bußgeld von gut sieben Milliarden Dollar wegen umstrittener Hypothekengeschäfte für rote Zahlen gesorgt. Rechtsstreitigkeiten belasteten das Ergebnis auch zwischen Juli und Ende September: Mit 1,1 Milliarden Dollar fielen die Ausgaben höher aus als in den Quartalen zuvor.

Diese Europäer bangen um ihre Finanzen
Platz 10: SchweizDie Schweizer sind bekannt für entspanntes Gemüt. Auch hinsichtlich ihrer Finanzen machen sie sich kaum Sorgen. Rund 14 Prozent der Schweizer schätzen ihre persönliche finanzielle Situation sehr gut ein. Angesichts zahlreicher Milliardäre, die in der Schweiz ihre Domizile haben, verwundert dieses Ergebnis nicht. Nur 38 Prozent hält ihr Einkommen beziehungsweise ihr Vermögen für nicht ausreichend. In keinem anderen europäischen Land ist dieser Wert so tief. Anders sieht es bei den Zukunftserwartungen aus. Immerhin 41 Prozent geht davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation verschlechtern wird, etwa genauso viele Schweizer gaben an, dass sie eine Verbesserung erwarten. Quelle: AP
Platz 9: FinnlandWährend rund 58 Prozent der Finnen mit ihrer Finanzausstattung zufrieden ist, halten auf der anderen Seite nur 41 Prozent ihre Finanzen für unzureichend. Allerdings herrscht im skandinavischen Land Optimismus. Immerhin 54 Prozent der Finnen geht davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation verbessern werde. Quelle: AP
Platz 8: ÖsterreichIn Deutschlands Nachbarstaat sind 52 Prozent der Bewohner mit ihren Finanzen unzufrieden. Davon schätzen immerhin zehn Prozent der Österreicher ihre finanzielle Ausstattung als extrem schlecht ein. Auf der anderen Seite sind 45 Prozent hinsichtlich des Geld zufrieden. Von diesen gaben acht Prozent an sogar sehr zufrieden mit Einkommen und Vermögen zu sein. Quelle: dpa
Platz 7: DeutschlandHierzulande ist man für üblich pessimistischer als der Schnitt. Das bestätigt auch die Analyse von Reader's Digest. Demnach gehen rund 49 Prozent der Deutschen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation in Zukunft verschlechtern wird. 57 Prozent schätzen zudem ihre derzeitige Finanzausstattung als schlecht ein. 41 Prozent hingegen ist mit ihren Finanzen zufrieden, davon sogar fünf Prozent sehr zufrieden. Quelle: dpa
Platz 6: PolenDer östliche Nachbar Deutschlands ist zwar mit der derzeitigen Finanzsituation nicht wirklich zufrieden ( 66 Prozent), doch es überwiegt der Optimismus in Polen. Laut der Umfrage gehen rund 59 Prozent der Polen davon aus, dass sich ihre Finanzen in Zukunft verbessern werden. Derzeit sind allerdings erst 34 Prozent zufrieden und nur drei Prozent überaus zufrieden mit Einkommen und Vermögen. Quelle: dpa
Platz 5: RumänienWie Polen gehört auch Rumänien zu den neueren EU-Ländern. Und auch in Rumänien blicken die Menschen optimistisch in ihre Zukunft. Rund 60 Prozent von ihnen geht davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation künftig verbessern wird. Doch derzeit hält mit 67 Prozent immer noch eine Mehrheit ihre Finanzen für nicht ausreichend. Quelle: dpa
Platz 4: FrankreichAngesichts der Schieflage des französischen Haushalts verwundert es kaum, dass auch die Einwohner Frankreichs wenig optimistisch für die Zukunft sind. Satte 67 Prozent prognostizieren eine Verschlechterung ihrer finanziellen Ausstattung. In keinem anderen befragten Land ist dieser Wert so schlecht. Bereits jetzt sind 81 Prozent unzufrieden mit ihren Finanzen. Nur 18 Prozent meckern nicht über ihr Einkommen und Vermögen. Quelle: dpa
Platz 3: RusslandIm größten Land der Welt rumort es. Nicht nur die Auseinandersetzungen mit der Ukraine, auch die internationale Sanktionen gegen das Land trüben die Stimmung vieler Russen. 86 Prozent halten ihre Finanzen für unzureichend. Nur 13 Prozent ist der Meinung über genügend finanzielle Ausstattung zu verfügen. Überaus zufrieden mit Einkommen und Vermögen ist der Umfrage nach keiner in Russland. In Anbetracht an die zahlreichen milliardenschweren Oligarchen im Land verwundert dieses Ergebnis etwas. Quelle: dpa
Platz 2: SlowenienMit 88 Prozent erreicht Slowenien den zweithöchsten Unzufriedenheitswert unter den befragten Ländern. Großen Optimismus scheinen die Slowenen ebenfalls nicht zu verspüren. Während 42 Prozent ein Verbesserung ihrer finanziellen Lage erwarten, gehen 52 Prozent der Befragten davon aus, dass es noch schlimmer wird. Nur acht Prozent prognostiziert keine Veränderung. Quelle: dpa
Platz 1: PortugalDie Euro-Krise hat deutliche Spuren hinterlassen. Vor allem der harte Sanierungskurs und die hohe Arbeitslosigkeit macht den Einwohner Portugals zu schaffen. Satte 91 Prozent kommt mit ihren derzeitigen finanziellen Möglichkeiten nicht aus. Nur acht Prozent der Befragten halten ihr Einkommen für ausreichend. Dass sich an der schwierigen Finanzlage künftig etwas ändert, glauben nur wenige Portugiesen. Rund 55 Prozent gehen davon aus, dass das Portmonee in Zukunft noch dünner sein wird. Quelle: dpa

Die größte Bank der USA glänzte mit einem florierenden Tagesgeschäft, vor allem im Investmentbanking. So stiegen die Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar.

Dabei spielte der Bank in die Karten, dass die Schwankungen an den Märkten im September wieder zugenommen haben - nachdem im Anleihehandel wegen der anhaltenden Niedrigzinsen lange Zeit Flaute herrschte. Das dürfte auch der Deutschen Bank Hoffnung machen. Ihre Zahlen werden am 29. Oktober erwartet. Insofern erweist sich JP Morgan einmal mehr als Stehaufmännchen, dass Milliardenverluste wie Milliardenstrafen gleichermaßen schnell verdaut und in die Gewinnzone zurückkehrt.

Die Gewinne aus dem Hypothekengeschäft von JP Morgan brachen allerdings um ein Drittel ein. Der amerikanische Immobilienmarkt kühlt sich ab, außerdem nutzten viele Hauseigentümer die Niedrigzinsphase für eine günstige Anschlussfinanzierung oder Umschuldung. Mit Darlehen an ärmere Immobilienkäufer hält sich das Institut nach eigenen Angaben zurück. Offenbar haben die hohen Bußgelder wegen krummer Hypothekengeschäfte doch für einen Lerneffekt gesorgt.

Citigroup will weiter schrumpfen

Die drittgrößte US-Bank Citi konnte ihr Ergebnis - bereinigt um Sonderfaktoren und ebenfalls getragen von einem starken Investmentbanking - um 13 Prozent auf fast 3,7 Milliarden Dollar steigern. Der Gewinn je Aktie stieg sogar um 15 Prozent und damit stärker als erwartet. Die Aktie legte um 3,5 Prozent zu.

Dennoch kämpft die Citigroup noch immer mit den Folgen der Finanzkrise. Nach ihrer Rettung durch den Staat entstand eine interne "Bad Bank", in der faule Kredite und Wertpapiere über die Zeit abgebaut werden sollen. Diese Sparte erreichte im abgelaufenen Quartal die Gewinnzone.

Doch die "Bad Bank" wird wohl noch größer. Im nächsten Jahr landen darin weitere Teile des Privatkundengeschäfts, wie Vorstandschef Michael Corbat ankündigte. Der Konzern soll schlanker werden.

Citigroup - die US-Bank mit dem größten Auslandsnetz - will sich weiter auf seine Wurzeln im Firmenkundengeschäft konzentrieren. Die Konsequenz: Das Institut zieht sich in elf weiteren Ländern aus dem Privatkundengeschäft zurück, zum Beispiel in Lateinamerika, aber auch aus Japan, Ägypten, Ungarn und Tschechien. Diese Unternehmensteile will Corbat bis Ende 2015 verkaufen.

Bank of America muss 17 Milliarden Dollar Strafe zahlen
Bank of AmericaWankende Großbanken brachten das Weltfinanzsystem 2008 an den Rand des Zusammenbruchs. Dubiose Hypotheken-Deals hatten den Weg dafür bereitet. Doch die Vergangenheit holt die Geldhäuser ein - der Bank of America (BoA) droht nun gar die höchste Strafe aller Zeiten. Dem „Wall Street Journal“ zufolge steht das Finanzinstitut kurz vor einem Vergleich mit dem US-Justizministerium über knapp 17 Milliarden US-Dollar (rund zwölf Milliarden Euro), davon neun Milliarden Dollar in bar. Das wäre der höchste jemals bezahlte Betrag in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und einem Unternehmen. Bereits im März musste BoA 9,5 Milliarden Dollar nach einer Klage der Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency zahlen. Die US-Behörden sind bei der Bestrafung von Großbanken nicht eben zimperlich - zumindest, wenn es um Geldstrafen geht. Welche Banken ebenfalls Rekordgeldbußen zahlen mussten, erfahren sie auf den folgenden Seiten. Quelle: REUTERS
Goldman SachsDie US-Großbank hat die Finanzkrise trotz viel Kritik an ihren Geschäftsmethoden vergleichsweise gut überstanden. Ende August 2014 handelte das Geldhaus mit den US-Aufsichtsbehörden und den Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac, die im Zuge der Immobilien- und Finanzkrise von der US-Regierung mit insgesamt 187 Milliarden Dollar gerettet werden mussten, einen Vergleich aus. 2005 und 2007 hatte Goldman Sachs den beiden Gesellschaften zusammengeschnürte minderwertige Immobilienkredite verkauft. Laut Einigung muss Goldman diese Papiere für 3,15 Milliarden Dollar zurückkaufen. Damit zahlt die Bank 1,2 Milliarden Dollar mehr, als die Kreditportfolios derzeit wert sind. Quelle: REUTERS
CitigroupDie Citigroup leistet für fragwürdige Hypothekengeschäfte eine sieben Milliarden Dollar schwere Abbitte. Nach Ansicht der US-Justiz hatte die Bank den Käufern verschwiegen, wie schlecht es um die in verbrieften Wertpapieren enthaltenen Hauskredite gestanden habe. Wie die US-Großbank mitteilte, zahlt sie 4,5 Milliarden Dollar an US-Behörden und gewährt zudem Finanzierungshilfen und -erleichterungen für Hausbauer im Wert von 2,5 Milliarden Dollar. Der Vergleich verhagelt der Citigroup das zweite Quartal. In dem Zeitraum verbucht die Bank eine Vorsteuerbelastung von 3,8 Milliarden Dollar. Mit dem Vergleich hätten sich alle anhängigen zivilrechtlichen Hypothekenermittlungen erledigt, erklärte Bankchef Michael Corbat. Der Vergleich erlaube der Bank, sich „auf die Zukunft zu fokussieren, nicht auf die Vergangenheit“. Quelle: dpa
CommerzbankWie die "New York Times" berichtet, droht der Commerzbank wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Sanktionen eine Geldstrafe von mindestens 500 Millionen Dollar (370 Millionen Euro). Die Commerzbank hatte bereits eingeräumt, dass sie wegen ihrer Geschäfte mit Ländern wie dem Iran im Visier der US-Behörden steht. Wann die Verhandlungen mit den US-Behörden abgeschlossen sein werden, ist noch unklar. Quelle: dpa
Die französische Großbank BNP Paribas steht wegen Sanktionsbruch und Geldwäschevorwürfen im Fokus der US- Justizbehörden. Laut einem Bericht des Wall Street Journal drohen der Bank Bußgelder bis zu einer Höhe von zehn Milliarden Dollar. Die Bank soll Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, Sudan, Kuba und andere Länder umgangen haben. Es wäre die zweithöchste Strafe, die je gegen eine Großbank verhängt wurde, die Höchststrafe wegen Geldwäsche lag bislang bei 1,9 Milliarden Dollar. Nachfolgend eine Reihe von Banken, die für verschiedene Vergehen schon Milliarden an Geldbußen zahlen mussten. Quelle: REUTERS
Gegen die britische Großbank Barclays verhängte die britische Finanzaufsicht die erste Geldstrafe wegen Manipulation des Goldpreises. Barclay zahlt 26 Millionen Pfund, überführte Barclays-Händler muss 96.000 Pfund Strafe zahlen und erhielt Berufsverbot. Wegen der Manipulation des Interbankenzinssatzes Libor musste Barclays bereits im Sommer 2012 stolze 290 Millionen Pfund zahlen, umgerechnet 350 Millionen Euro. Der damalige Barclays-Chef Bob Diamond nahm kurz danach seinen Hut. Quelle: REUTERS
Die größte Schweizer Bank UBS zahlt rund 1,4 Milliarden Franken (1,16 Milliarden Euro) und damit die zweithöchste Geldstrafe, zu der eine Schweizer Bank jemals verdonnert wurde. Die UBS hatte zudem im Jahr 2009 wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung von US-Bürgern der Zahlung von 780 Millionen Dollar zugestimmt, dabei aber keine Schuld zugegeben. In Deutschland soll die UBS wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung 200 Millionen Euro Strafe zahlen. Ende 2012 musste die UBS wegen des sogenannten Zockerskandals eine Strafe von 36,7 Millionen Euro zahlen und erhebliche Kontrollauflagen erfüllen. Die Bank wird damit für "System-und Kontrollfehler" bestraft. Zugleich wurden der UBS durch die Schweizer Finanzmarktbehörde FINMA scharfe Kontrollen im Investmentbanking auferlegt. Ohne diese Mängel wären die betrügerischen Transaktionen des Händlers Kweku Adoboli früher entdeckt worden. Quelle: REUTERS
Im Dezember 2013 verdonnerte die EU-Kommission fünf Banken zu Geldbußen wegen der Manipulation des Zinssatzes Libor, der bei Geschäften zwischen Banken eine große Rolle spielt. Auf die Deutsche Bank entfiel dabei eine Strafzahlung von 725 Millionen Euro. Nur wenige Wochen später einigte sich größte deutsche Privatbank mit den US-Aufsichtsbehörden auf eine weitere Strafzahlung von 1,4 Milliarden Euro geeinigt. Die Deutsche Bank soll wie 16 weitere Banken den Wert ihrer verbrieften Hypothekenkredite allzu rosig dargestellt haben. In der Folge hatten die beiden größten Treuhänder für Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac einen Verlust von 200 Milliarden Dollar erlitten und mussten mit Steuermilliarden gerettet werden.Bereits im März 2013 musste sich auch die Deutsche Bank für Hypothekengeschäfte zu Zeiten der Finanzkrise verantworten. Die zuständige Aufsichtsbehörde des US-Bundesstaats Massachusetts verhängte ein Bußgeld von 17,5 Millionen Dollar (13,5 Millionen Euro) gegen das Frankfurter Institut. Der Vorwurf: Die Bank habe ihre Kunden über Interessenkonflikte bei bestimmten Hypothekenpapieren im Unklaren gelassen. Wo sich Deutschlands größte Bank noch überall Ärger eingehandelt hat, erfahren Sie übrigens hier. Quelle: dpa
Im Skandal um manipulierte Referenz-Zinssätze muss die niederländische Rabobank 774 Millionen Euro als Buße bezahlen. Die Bank traf mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich. Im vergangenen Jahr war herausgekommen, dass Mitarbeiter mehrerer internationaler Großbanken den Satz für die wichtigen Referenzzinsen jahrelang mit falschen Angaben verschoben hatten, um höhere Gewinne einzustreichen. Der täglich in London festgestellte Liborsatz gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er wird aus den wenig kontrollierten Eingaben von einigen Kreditinstituten gebildet. Schon winzige Veränderungen können dabei enorme Wirkungen haben, denn der Libor wird als Grundlage für eine große Zahl an Finanzgeschäften herangezogen. Sie reichen von Krediten für Häuslebauer bis hin zu komplexen Derivategeschäften. Außerdem wird der Chef niederländischen Rabobank, Piet Moerland, Medienberichten zufolge wegen des Libor-Skandals zurücktreten. Quelle: REUTERS
Lange galt JP Morgan als Musterknabe unter den Großbanken, weil die Bank vergleichsweise schadlos durch die Finanzkrise steuerte. Aber längst holt die Vergangenheit das Schwergewicht von der Wall Street ein. Derzeit laufen Ermittlungen der europäischen Aufsichtsbehörden wegen möglicher Manipulation des Referenzzinses Euribor. Es drohen Strafzahlungen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. JP Morgan musste inzwischen in anderen Fällen schon milliardenschwere Geldbußen zahlen. Erst im Januar 2014 zahlte das Geldhaus zwei Milliarden Dollar, weil sie die Machenschaften des Milliardenbetrügers Bernard Madoff gedeckt haben soll. Einsamer Rekord ist aber eine Strafzahlung über 13 Milliarden Dollar, die JP Morgan wegen unlauterer Hypothekengeschäfte in den Jahren vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 getätigt hatte. Ende Juli 2013 hat JP Morgan eine weitere empfindliche Strafe zahlen müssen. Wegen der mutmaßlichen Manipulation des Strommarktes zahlte die Bank im Rahmen eines Vergleichs mit der Aufsichtsbehörde FERC 410 Millionen Dollar (309 Millionen Euro). Es hatten bis zu 470 Millionen Dollar gedroht. Außerdem musste JP Morgan im September 2013 rund 920 Millionen Dollar Strafe wegen fehlgeschlagener Derivategeschäfte an britische und amerikanische Aufsichtsbehörden zahlen, deutlich mehr als die erwarteten 700 Millionen Dollar. Quelle: REUTERS
Ebenfalls Ende 2012 zahlte die britische Großbank HSBC im Zusammenhang mit Geldwäschevorwürfen 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) Strafe. Mit dieser Zahlung räumte die Großbank in gewissen Punkten ein Fehlverhalten ein und kam so um eine Klage herum. Inzwischen gehört die HSBC zu den Banken, gegen die die höchsten Wettbewerbshüter Europas wegen möglicher Manipulation des europäischen Referenzzinssatzes Euribor ermitteln. Quelle: dpa

Wells Fargo wenig spektakulär

Zum führenden US-Hypothekenfinanzierer hat sich mittlerweile Wells Fargo gemausert. Das kalifornische Institut konnte sich der Abkühlung auf dem Markt ebenfalls nicht ganz entziehen - der Quartalsgewinn kletterte vergleichsweise moderat um knapp zwei Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

Immerhin weist die Bank nun schon seit mehreren Quartalen in Folge sehr stabile Gewinne aus. Wegen des Niedrigzinsumfeldes sind allerdings die Gewinnmargen im Hypothekengeschäft auf dem niedrigsten Niveau seit zwei Jahrzehnten. Insgesamt trafen die Ergebnisse der Bank die Erwartungen an der Börse. Die Aktie gab leicht nach


Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%