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Kapitalanlage Was Börsengurus jetzt kaufen

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Warten auf den Kreditmarkt-Kollaps

New Yorker Börse Quelle: dapd

Was sind die Folgen?

Gabelli: Sie beschreiben nur die Falle, in der wir sitzen. Aber was sind die Folgen?

Zulauf: Zahlungsausfall.

Gabelli: Flächendeckend?

Zulauf: Ja. Oder man hebt die Steuern an, was das Vertrauen noch stärker zerstören würde.

Faber: Das Beste wäre, wenn alle Regierungen ihre Ausgaben halbierten. Dann würde der private Sektor wieder wachsen.

Gross: Das Beste wäre gewesen, man hätte dem Unsinn einen Riegel vorgeschoben noch vor der Entstehung der Technologieblase und spekulativer Hedgefonds sowie der Entwicklung des Subprime-Marktes. Aber niemand hat einen Finger gerührt.

Faber: Wir sind alle gezwungen zu spekulieren, weil Kapital nichts abwirft. Der Grund dafür sind die künstlich niedrigen Zinsen, die exzessive Liquidität. Solange es zu keinem Zusammenbruch der Kreditmärkte kommt, werden die hohen Schwankungen anhalten, vielleicht noch fünf oder gar zehn Jahre. Das treibt die Kleinanleger aus den Märkten. Sie vertrauen der Börse nicht mehr - ganz zu Recht. Sie finden das System korrupt und von Leuten dominiert, die über Insider-Informationen verfügen. Interventionen der Regierungen machen genaue Prognosen praktisch unmöglich. Je schlechter die Nachrichten werden, desto mehr werden die Zentralbanken in den USA, in Europa und auch in China die Gelddruckmaschinen strapazieren. Dann geht es für den Durchschnittsbürger wirtschaftlich bergab, während Aktien und Unternehmensgewinne steigen.

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Zinssenkungen werden überbewerteten Austral-Dollar 20 % drückenShortzertifikat (ISIN DE000DE8T3F4)

Aktien Schwellenländer (Short)

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Scott Black: Schon Margaret Thatcher hat gesagt: "Der Sozialismus ist großartig, solange einem das Geld anderer Leute nicht ausgeht." Das trifft das, was in Europa passiert ist. Die Ungleichgewichte der letzten 40 oder 50 Jahre lassen sich nicht mit einem Federstrich aus der Welt schaffen. Die USA sind stärker auf Wachstum ausgerichtet. Der Aktienmarkt erscheint billig. Die Aktien notieren beim 13-Fachen der für 2011 erwarteten Gewinne. Positiv sind auch die hervorragenden Unternehmensbilanzen mit Barmitteln in Höhe von 2,1 Billionen Dollar. Negativ ist, dass das Wachstum in China und in anderen Schwellenländern zurückgeht. Das verspricht für eine Reihe von Rohstoffen nichts Gutes. Wenn sich die Lage in Europa nicht zu einer ganz großen Krise auswächst, sind sechs bis sieben Prozent Kursgewinn plus Dividenden drin.

Hickey: Die globale Abschwächung hat bereits Auswirkungen auf die Technologiebranche. Bei Hewlett-Packard war das letzte Quartal eine Katastrophe. Dell hat die Absatzprognose mit Verweis auf die globale und speziell in Westeuropa schwache Nachfrage um eine Milliarde Dollar nach unten korrigiert. IBM verzeichnet in allen wichtigen Regionen Wachstumseinbußen. Oracle musste einen schockierenden Fehlschlag eingestehen, der vor allem der Situation in Europa zugeschrieben wurde.

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