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Koi-Karpfen Juwelen im Tümpel

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Anspruchsvolle Zucht

Der Teich muss mindestens 15.000 Liter Wasser beherbergen. Quelle: Fotolia

Einsteiger sollten auf derartige – nicht belegte – Glückstreffer allerdings nicht hoffen. Selbst unter idealen Bedingungen dauert es einige Jahre, bis die schwimmenden Juwelen ihren Wert voll entfaltet haben. Und das ist keine einfache Zeit, denn Koi-Karpfen sind hoch anspruchsvolle Tiere, deren Züchtung viel Aufwand und Geschick erfordert.

Wer einen echten Champion-Koi heranzüchten möchte, braucht zunächst einen großen Teich. Mindestens 15 000 Liter Wasser braucht der Koi zum Schwimmen und Entspannen. Bereits im Einsteigerbereich sollten Anleger rund einen Euro Baukosten pro Liter einkalkulieren.

Eine konstante Wassertemperatur zwischen 20 und 25 Grad ist ebenso wichtig wie eine gut funktionierende Filteranlage und das richtige Futter. „Zunächst müssen Koi-Halter viel investieren, wenn die Fische schnell wachsen sollen“, sagt Krone. Bei außerordentlich guter Pflege können die schwimmenden Edelsteine bis zu einem Meter lang und 80 Jahre alt werden.

Kois als gewinnbringendes Hobby

Investoren, die es auf eine positive Wertentwicklung abgesehen haben, sollten beim Koi-Kauf nichts dem Zufall überlassen. Zwar verkaufen auch normale Zoohandlungen Kois, allerdings lassen sich mit den dort verfügbaren Tieren zumeist keine großen Gewinne erzielen. Im Zoohandel landen vor allem Exemplare, die von professionellen Züchtern aussortiert wurden. Händler wie Guido Krone bieten ihren Kunden den sogenannten Mit-Import an. Anhand von Fotos sucht der Karpfen-Enthusiast beim japanischen Züchter ein Exemplar aus. Um Einfuhrformalitäten und artgerechten Transport kümmert sich der deutsche Importeur. Richtige Sammler fahren Ende November selber nach Japan, wenn bei den dortigen Züchtern die Selektion der Jungtiere stattfindet.

„Wer gute Tiere einkauft und denen hervorragende Bedingungen bietet, kann mit Kois durchaus ein wenig Geld verdienen“, sagt Krone. Allerdings rät er davon ab, die Fische gezielt als Geldanlage zu erwerben. „Dafür kann bei der Aufzucht einfach zu viel schiefgehen“, so der Experte.

Für Koi-Besitzer, sagen diese, ist die Wertentwicklung sowieso zweitrangig. Für sie ist es das Größte, am Teich zu sitzen und ihre Juwelen einfach anzuschauen.

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