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Konditionenvergleich Die besten Prepaid-Kreditkarten

Die besten Prepaid-Kreditkarten Quelle: imago images

Ihr Limit ist begrenzt, sie sind bonitätsunabhängig und versprechen viel Sicherheit: Prepaid-Kreditkarten haben viele Vorteile, aber auch ihre Tücken. Die WirtschaftWoche kürt die besten Produkte in zwei Kategorien.

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Wer kennt das nicht? Ein Shopping-Bummel, zwei Geschäftsreisen und der Wochenendtrip in eine europäische Großstadt - beim Blick auf die Kreditkarten-Abrechnung reiben wir uns nur noch verwundert die Augen. Das kann und darf mal passieren, regelmäßig sollte aber niemand die Kontrolle über seine Ausgaben verlieren. Mitunter tun sich Menschen aber schwer damit, ihre Budgets einzuhalten und Verlockungen zu widerstehen.

Eine Lösung kann eine Prepaid-Kreditkarten sein. Das sind Kreditkarten zum Aufladen, die genauso wie reguläre Kreditkarten genutzt werden können. Ausgegeben werden kann aber nur, was zuvor aufgeladen wurde. Doch das ist noch nicht alles, was für eine Prepaid-Kreditkarte spricht. Sie sei auch sehr gut als Online-Shopping-Card geeignet, ergänzt Ania Scholz-Orfanidis von der FMH Finanzberatung. Viele Menschen hätten auch heute noch Angst vor normalen Kreditkarten. „Hauptthemen sind die hohen Zinsen und Missbrauchsgefahr im Internet“, sagt sie.

Und auch für Menschen, darunter auch Selbstständige, die nicht über eine besonders gute Bonität verfügen und keine normale Kreditkarte bekommen, sei das Prepaid-Plastikgelt eine Alternative. „Ein Vorteil von Prepaid-Kreditkarten ist, dass sie von Einkommen und Bonität unabhängig sind“, sagt auch Kathleen Altmann vom Bundesverband deutscher Banken.

Die FMH Finanzberatung hat für die WirtschaftsWoche die besten Prepaid-Kreditkarten für Erwachsene mit und ohne Kontobindung gekürt. Drei Angebote ohne Kontobindung wurden mit der Note „Sehr gut“ ausgezeichnet. Die BW Bank bietet ihren Kunden eine Payback Visa an. Der Preis pro Jahr liegt bei 29 Euro. Im ersten Jahr ist die Karte allerdings kostenfrei und es gibt 150 Payback-Punkte, weitere dann bei jedem Einkauf mit der Karte. Im Inland können Verbraucher gebührenfrei Bares am Geldautomaten abheben. Für den Auslandseinsatz werden 1,75 Prozent Entgelt fällig.

Auf Platz zwei folgt die Sparkasse Westholstein mit der Wacken Card für eine Jahresgebühr von 25 Euro. Dieses Plastikgeld ist ein Lizenzprodukt des Wacken Open Air, daher der Name. Wer Geld am Automaten zieht, zahlt im Inland zwei Prozent Gebühr, mindestens aber fünf Euro. Im Ausland entfällt die Gebühr am Automaten, auch ein Auslandseinsatzentgelt gibt es nicht. Die Karte bietet eine homöopathische Guthabenverzinsung von 0,001 Prozent sowie einen Internetkäuferschutz. Ebenfalls mit „Sehr gut“ ausgezeichnet wurde die LLB Visa Card Basis. Sie kostet 39 Euro pro Jahr. Am Geldautomat werden im Inhalt fünf Euro Gebühr fällig, im Ausland ist die Abhebung gratis. Dafür berechnet die LBB Bank ein Auslandseinsatzentgelt von 1,75 Prozent. Bei allen drei ausgezeichneten Angeboten gibt es kein Aufladelimit und alle Karten funktionieren beim digitalen Bezahlen sowohl mit iOS als auch mit Android.



Bei den Prepaid-Karten für Erwachsene mit Kontobindung erhalten zwei Karten die Note „Sehr gut“: die Visa Basic Card der VR Bank Niederbayern-Oberpfalz und die PSD Basic Card der PSD Bank Rhein-Ruhr. Beide kosten 20 Euro pro Jahr. Die Girokonten sind gratis, wenn regelmäßig ein Gehalt eingeht. Ein Aufladelimit gibt es nicht, beide lassen sich mit Android und iOS verwenden. Während die Abhebung am Automaten im Inland bei der VR-Bank-Karte ein Prozent oder mindestens drei Euro kostet, sind es es bei der PSD-Bank-Karte zwei Prozent oder mindestens fünf Euro. Das Auslandseinsatzentgelt liegt jeweils bei einem Prozent.

Auch wenn wenig gegen eine Prepaid-Kreditkarte spricht, ein paar Einschränkungen und damit Nachteile gibt es aber doch. Gerade wer viel reist, sollte sich die Konditionen genau anschauen. „Echte Kreditkarten können zum Reservieren von Beträgen verwendet werden, beispielsweise, wenn es um Mietwagen oder Hotelzimmer geht“, sagt Altmann. „Dies ist für Prepaid-Kreditkarten in der Regel nicht oder nicht im gleichen Umfang möglich.“ Achten sollten Verbraucher zudem in jedem Fall auf die jeweiligen Tages- oder andere Höchstlimits.



Sind diese für den betreffenden Verbraucher geeignet? Oder: Können sie verändert werden? Darüber hinaus sollten Verbraucher prüfen, wie die Karte wieder aufgeladen werden kann? Und ob man beispielsweise auch während einer Reise die Möglichkeit hat, dies zu tun. Wie weit verbreitet diese Art der Kreditkarte ist, kann die Expertin des Bankenverbandes nicht sagen, der Verband hat keine Daten. „Wir können aber so viel sagen, dass viele unserer Mitglieder ihren Kunden Prepaid-Karten anbieten“, so Altmann.

Mehr zum Thema: Die goldene Kreditkarte, Reiseversicherungen und weitere Leistungen – Premium-Girokonten locken mit vielen Extras. Gemeinsam mit der FMH Finanzberatung kürt die WirtschaftsWoche die Konten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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