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Kredit-Vergleich So finden Sie den besten Ratenkredit

Exklusiv
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Für Banken verlockend, für Verbraucher problematisch

Anders die Oyak Anker Bank. Mit 3,59 Prozent liefern die Frankfurter zwar den niedrigsten Zins für bonitätsunabhängige Angebote. Im Vergleich reicht es dennoch nur für Rang fünf, denn Änderungen an den Rahmenbedingungen und vorzeitiges Ablösen der Kreditsumme erlaubt die Bank nur gegen Gebühren. Kostenlose Sondertilgungen gibt es nur für jährlich zehn Prozent der Kreditsumme.

Die besten Ratenkredite bei bester Bonität

Bei den bonitätsabhängigen Angeboten schneidet jeweils die Barclaycard Barclays Bank besonders gut ab. Die Bank bietet nicht nur jeweils den niedrigsten Zins - 2,45 Prozent bei bester Bonität, 4,15 Prozent bei Angeboten mit 2/3-Zins, also dem Zinssatz, den zwei Drittel aller Kunden erhalten würden. Hinter der ING Diba liegt die Barclaycard Barclays Bank auf dem zweiten Rang, was die Flexibilität angeht. Vor allem die verlängerte Widerrufsfrist bewertet Finanzexperte Herbst positiv.

Die besten Ratenkredite bei bester Bonität - Filialangebote

"Nicht jeder Ratenkredit, der als flexibel angepriesen wird, ist wirklich flexibel", sagt Herbst. Er rät Kreditkunden, Banken mit kundenfreundlichen Angeboten auszuwählen. Oft zahlt sich das langfristig aus. Wechselt der Kunde den Arbeitgeber und bekommt sein Gehalt statt zum Monatsende nun zum 15. jeden Monats, macht es möglicherweise Sinn, auch den Zeitpunkt zur Ratenzahlung zu ändern.

Nur im Notfall

Grundsätzlich profitieren Verbraucher auch bei Ratenkrediten vom aktuell ultra-niedrigen Zinsniveau, die Kosten für das Darlehen sind deutlich geringer als beispielsweise die für einen Dispokredit. Wer sich dadurch blenden lässt, dem droht die Schuldenfalle. Verbraucherschützer warnen vor allem vor Lockangeboten - mit besonders niedrigen, unrealistischen Zinsen sollen Interessenten geworben werden, welche den beworbenen Zins oft gar nicht bekommen, sondern mehr zahlen müssen.

Nachdem der Bundesgerichtshof Bearbeitungsgebühren für die Vergabe von Konsumentenkrediten verboten hat, befürchten Verbraucherschützer, Banken könnten stattdessen andere individuelle Gebühren verlangen. Flächendeckend gibt es allerdings noch keine Anzeichen dafür, aber einige Banken haben damit bereits begonnen.

Wie die Deutschen mit Schulden umgehen
Mehr Verschuldete Quelle: dpa
Vier von fünf Bundesbürgern (79 Prozent) versuchen, ihre Schulden möglichst niedrig zu halten. Das dürfte auch daran liegen, dass ein Großteil sich verpflichtet sieht, diese auch zu begleichen: 84 Prozent der Deutschen fühlen sich schlecht, wenn sie ihre Kredite nicht abbezahlen können – vor allem, wenn sie bei Familie oder Freunden in der Kreide stehen. Interessant: Die Bundesbürger halten zu 58 Prozent monatliche Belastungen von 300 Euro für vertretbar, allerdings überschreiten nur 39 Prozent überhaupt diese Grenze. Vielleicht liegt es daran, dass es fast zwei Drittel (64 Prozent) belastet, wenn sie Schulden haben. In den USA ist diese Wahrnehmung eine andere: Dort halten nicht nur zwölf Prozent der Bürger ihre Schulden für normal, sie sehen sich auch weniger dadurch belastet (60 Prozent). Quelle: dpa
Die Deutschen wissen sehr genau: Wer sein Konto überzieht oder einen Kredit aufnimmt, der hat Schulden. Die EOS-Studie bescheinigt den Bundesbürgern daher ein „sehr umfassendes“ Verständnis von Schulden. Nur, wenn sie auf Rechnung kaufen oder mit Kreditkarte bezahlen, glauben die Deutschen seltener (39 beziehungsweise 30 Prozent), dass sie gerade Schulden machen. Quelle: dpa
Ob Hauskauf oder die Finanzierung des neuen Autos: Je nachdem, wie langfristig die Anschaffung ist, ist auch die Bereitschaft, sich zu verschulden. Doch längst nicht bei allen Krediten sind die Bundesbürger so gnädig. Schulden für Schönheitsoperationen oder auch Gebrauchsgüter halten die Deutschen am ehesten für unangemessen. Quelle: dpa
Die meisten Deutschen (55 Prozent) haben lediglich einen Kredit, den sie abbezahlen müssen. Gut jeder vierte muss zwei Gläubiger bedienen. Mehr als fünf Kredite haben nur zwei Prozent der deutschen Bevölkerung. Wenn es um die Art der Kredite geht, haben 24 Prozent Ratenkredite bei Banken. 18 Prozent der Verträge dienen hingegen der Immobilienfinanzierung. Andere Ratenfinanzierungen, bei Versandhäusern oder Autohändlern beispielsweise, folgen mit 14 Prozent an dritter Stelle. Quelle: dpa
77 Prozent der Deutschen haben es schon einmal geschafft, einen Kredit zurückzuzahlen. Das klingt viel, allerdings gelingt dies längst nicht jedem: Jeder sechste Schuldner konnte seine Kredite ein- oder mehrmalig nicht zurückzahlen. In den USA und Russland liegt diese Rate deutlich höher (28 beziehungsweise 22 Prozent). Quelle: dpa
Laut der Studie gibt es fünf verschiedene Schuldnertypen: der Schuldenvermeider, der Sorglose, der Gelegenheitsschuldner, der Immobilienschuldner sowie der Schuldenjunkie. In Deutschland ist der Schuldenvermeider, der Schulden als belastend empfindet, am häufigsten vertreten (44 Prozent). Quelle: dpa

Trotzdem bewerben Banken ihre Ratenkredite kräftig, die Darlehen werden für die Geldinstitute immer attraktiver. Kein Wunder, schließlich sind die Institute seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) sogar dazu angehalten, mehr Darlehen an ihre Kunden zu vergeben. Banken, die ihre Kreditvergabe steigern können, bekommen die Langfrist-Kredite von der Zentralbank zum aktuellen Einlagezins von minus 0,4 Prozent - sie bekommen also Geld dafür, dass sie Darlehen abnehmen.

Ratenkredite sind ein Wachstumstreiber

Vor allem gilt das Kreditgeschäft im Bankensektor als einer der wenigen verbliebenen Bereiche, in dem die Margen noch einigermaßen vernünftig sind. Kein Wunder also, dass die Banken mit Werbeofferten das Geschäft mit Verbraucherkrediten befeuern wollen.

Andere wiederum steigen erst ein. Die Commerzbank-Tochter comdirect bietet seit April eigene Ratenkredite, vorher war sie nur als Vermittler tätig. Kunden können nun Darlehen mit einer Kreditsumme von bis zu 50.000 Euro bekommen, der Abschluss erfolgt online.

Auch die Mutter-Bank warb zuletzt kräftig für Ratenkredite und ließ dafür mal wieder einen Commerzbanker im grauen Kapuzen-Pulli zur besten Sendezeit über Deutschlands TV-Bildschirme joggen. Der Läufer hieß diesmal Frederik Mahlmann, war Filialdirektor in Rheine und kam auf seiner morgendlichen Joggingrunde an einem Geschäft mit teuren Küchen vorbei. Diese, so die Botschaft, könnte er sich mit dem Commerzbank-Ratenkredit ab 2,95 Prozent Zins leisten.

Das hat sich offenbar gelohnt: das Neugeschäft ist im ersten Quartal dieses Jahres um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Wir haben unser Ratenkreditgeschäft in den letzten Jahren komplett neu aufgestellt und modernisiert", erklärt ein Sprecher der Bank. Die Kredite seien heute flexibler und damit auch attraktiv für Neukunden, erklärt die Bank ihre Werbeoffensive. Zudem seien die Darlehen ein "Wachstumstreiber für die Commerzbank".

Einen Zusammenhang zur Politik der EZB sieht die Bank aber nicht. "Uns geht es vor allem darum, dass Kunden einen steigenden Bedarf nach Ratenkrediten haben", sagt der Sprecher. Das Geschäftsfeld sei unabhängig von der Niedrigzinsphase forciert worden.

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